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| | Die Kinder zwischen vier und acht Jahren machen begeistert mit, erzählen was sie in der Krippe erkennen und spielen spontan die Passion nach. Mit zwei weißen Tüchern wird der Weg nach Jerusalem, der Ölberg, das Kreuz, das Grab verdeutlicht. Am Schluss - nach der Auferstehung, die den Kindern Anlass zum spontanen Tanzen mit bunten Tüchern wird feiert man ein einfaches Abendmahl. | | Die Kinder zwischen vier und acht Jahren machen begeistert mit, erzählen was sie in der Krippe erkennen und spielen spontan die Passion nach. Mit zwei weißen Tüchern wird der Weg nach Jerusalem, der Ölberg, das Kreuz, das Grab verdeutlicht. Am Schluss - nach der Auferstehung, die den Kindern Anlass zum spontanen Tanzen mit bunten Tüchern wird feiert man ein einfaches Abendmahl. |
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| − | Claudia Frauenlob hat Matze mitgebracht, jene dünnen knusprigen Brotfladen, die vom Gesetzbuch Mose abgeleitet beim jüdischen Paschafest gegessen werden und die auch die Grundlage unserer Hostie sind.
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| − | In dieser kleinen Feier lässt sich auch erfahren, warum der Osterhase bei uns Geschenke bringt, die die Kinder suchen müssen. Auch dieser Brauch hat im jüdischen Paschafest seine Wurzel: Die jüdische Osterfeier darf erst beginnen, wenn das letzte Brot gegessen ist. Von den Kindern verstecktes Brot muss von den Eltern gesucht werden, erst dann darf gefeiert werden und erst dann gibt es Geschenke. Die Fastenkrippen-Ausstellung im Heimatwerk ist noch bis [[15. April]] [[2008]] (samstags bis 17 Uhr) zu sehen.
| + | ==Osterhase und Osterei== |
| | + | Ganz oben auf der Rangliste steht der Osterhase als österlicher Eierbringer. Dicht gefolgt von den bemalten oder gefärbten Ostereiern. Das Ei gilt den Christen als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Auch das Osterlamm wird als Zeichen des Lebens verstanden. Daneben symbolisiert das weiße Fell der Tiere die Reinheit und friedliche Lebensweise eines guten Christenmenschen. Die Osterkerze, die dem Brauch nach von Karsamstag auf Ostersonntag am geweihten Osterfeuer entzündet wird, steht für Jesu Auferstehung und damit für den Sieg des Lebens über den Tod. |
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| | ==Ölbergsingen== | | ==Ölbergsingen== |
| | + | In [[Großarl]] findet in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag das [[Ölbergsingen]] statt. Ab acht Uhr abends bis vier Uhr früh künden Männer vom Ort und dann die Bauern singend jede Stunde vom Leiden Christi. |
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| − | Die österliche Zeit ist reich an volkskulturellen Aspekten. Die Kirche selbst eröffnet die Kartage mit der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag. In die Liturgie dieses abendlichen Gottesdienstes ist vielfach die Fußwaschung eingebaut. Würdige Männer werden eingeladen, als Apostel zu fungieren. Im [[Salzburger Dom]] wäscht [[Erzbischof]] [[Alois Kothgasser]] am Gründonnerstag Männern der Feuerwehr die Füße.
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| | + | ==Ratschen== |
| | Weitum bekannt ist der Spruch, dass am Gründonnerstag die Glocken nach Rom fliegen und erst wieder zur Auferstehung kommen. In dieser Zeit künden Ratschen die Gebetszeiten und Gottesdienstzeiten an. | | Weitum bekannt ist der Spruch, dass am Gründonnerstag die Glocken nach Rom fliegen und erst wieder zur Auferstehung kommen. In dieser Zeit künden Ratschen die Gebetszeiten und Gottesdienstzeiten an. |
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| − | In [[Großarl]] findet in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag das [[Ölbergsingen]] statt. Ab acht Uhr abends bis vier Uhr früh künden Männer vom Ort und dann die Bauern singend jede Stunde vom Leiden Christi.
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| − | Frühlingskonzerte, Reiterfeste, Blasmusik und Volkslied umschließen nun den weltlichen Teil der vielen Veranstaltungen in Stadt und Land, die zu freudvoller Unterhaltung laden. Freudvoll waren seinerzeit auch die Tage nach Ostern, an denen die zu Ostern Getauften ihre weißen Taufgewänder eine Woche lang anbehielten. Man sprach von der weißen Woche und gab dem zweiten Sonntag der Osterzeit den Namen "Weißer Sonntag". Im 4. Jahrhundert, zur Zeit des heiligen Augustinus, waren die ersten acht Tage der Osterzeit sogar arbeitsfrei und man besuchte in der Osteroktav täglich den Gottesdienst. Dazu gab es Unterweisungen für die Neugetauften und natürlich Speis und Trank. Letzteres ist geblieben, die Osteroktav aber aus Arbeitsgründen auf den Ostermontag zusammengeschrumpft. Vom [[17. Jahrhundert|17.]] bis zum [[19. Jahrhundert]] war der Weiße Sonntag ein beliebter Termin für die Erstkommunion der Kinder, die nach einem Dekret von Pius X. für das siebente Lebensjahr festgelegt wurde. Vorher gab es keine gemeinsame Feier, der Termin wurde von den Eltern bestimmt. Heute ist "Christi Himmelfahrt" der bevorzugte Termin für die Erstkommunion, die damit in die fünfzigtägige liturgische Freudenzeit (pentecoste) eingebettet ist.
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| − | =====Gelebtes Brauchtum rund um die Osterzeit =====
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| − | Ganz oben auf der Rangliste steht der Osterhase als österlicher Eierbringer. Dicht gefolgt von den bemalten oder gefärbten Ostereiern. Das Ei gilt den Christen als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Auch das Osterlamm wird als Zeichen des Lebens verstanden. Daneben symbolisiert das weiße Fell der Tiere die Reinheit und friedliche Lebensweise eines guten Christenmenschen. Die Osterkerze, die dem Brauch nach von Karsamstag auf Ostersonntag am geweihten Osterfeuer entzündet wird, steht für Jesu Auferstehung und damit für den Sieg des Lebens über den Tod.
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| | [[Kategorie:Bauchtum]] | | [[Kategorie:Bauchtum]] |