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'''Berthold Pürstinger''' (auch: ''Berthold von Chiemsee'') (* [[1465]] in [[Salzburg]]; † [[16. Juli]] [[1543]] in [[Saalfelden]], [[Pinzgau]]) war theologischer Schriftsteller, [[Weihbischof]] von Salzburg und [[Bischof von Chiemsee]].
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'''Berthold Pürstinger''' (auch: ''Berthold von Chiemsee'') (* [[1465]] in [[Salzburg]]; † [[16. Juli]] [[1543]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]], [[Pinzgau]]) war theologischer Schriftsteller, [[Weihbischof]] von Salzburg und [[Bischof von Chiemsee]].
    
==Leben==
 
==Leben==
Berthold studierte im italienischen Perugia, damals Kirchenstaat, heute Umbrien, Kirchenrecht und wurde [[1491]] in Salzburg zum Priester geweiht. Am [[Salzburger Hof]] wurde er ''Magister camerae'' des [[Erzbischof]]s [[Leonhard von Keutschach]] und am [[8. Mai]] [[1508]] zum Bischof von Chiemsee, [[Bayern]] und zugleich auch zum Weihbischof von Salzburg geweiht.
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Berthold studierte im italienischen Perugia, damals Kirchenstaat, heute Umbrien, Kirchenrecht und wurde [[1491]] in Salzburg zum Priester geweiht. Am [[Salzburger Hof]] wurde er ''Magister camerae'' des [[Fürsterzbischof]]s [[Leonhard von Keutschach]] und am [[8. Mai]] [[1508]] zum Bischof von Chiemsee, [[Bayern]] und zugleich auch zum Weihbischof von Salzburg geweiht.
    
Während seiner Zeit als Bischof taucht Berthold regelmäßig urkundlich auf. So weihte er am [[26. Juli]] [[1517]] zwei Altäre in der [[Pfarrkirche Faistenau|Faistenauer Kirche]],<ref>''Faistenau, Land Salzburg'', hrsg. von Georg Bernard, redigiert von Adolf Hahnl, Salzburg 1983 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 130; 2. Auflage 1994), S. 4f.</ref> am [[8. Mai]] [[1519]] die [[Kirche des hl. Maximilian (Maxglan)|Kirche des hl. Maximilian]] in [[Maxglan]], [[1520]] die [[Laurenzikapelle]] in [[Bergheim]] und am [[18. Oktober]] [[1523]] die Filialkirche [[St. Nikolaus in Waldprechting]] in [[Seekirchen]].
 
Während seiner Zeit als Bischof taucht Berthold regelmäßig urkundlich auf. So weihte er am [[26. Juli]] [[1517]] zwei Altäre in der [[Pfarrkirche Faistenau|Faistenauer Kirche]],<ref>''Faistenau, Land Salzburg'', hrsg. von Georg Bernard, redigiert von Adolf Hahnl, Salzburg 1983 (Christliche Kunststätten Österreichs Nr. 130; 2. Auflage 1994), S. 4f.</ref> am [[8. Mai]] [[1519]] die [[Kirche des hl. Maximilian (Maxglan)|Kirche des hl. Maximilian]] in [[Maxglan]], [[1520]] die [[Laurenzikapelle]] in [[Bergheim]] und am [[18. Oktober]] [[1523]] die Filialkirche [[St. Nikolaus in Waldprechting]] in [[Seekirchen]].
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Am [[11. Mai]] [[1526]] trat Berthold als Bischof zurück und verzichtete auf sein Bistum. Er zog sich ins [[Raitenhaslach|Zisterzienserkloster Raitenhaslach]] bei [[Burghausen]] zurück und begann zahlreiche Schriften zu verfassen.  
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Am [[11. Mai]] [[1526]] trat Berthold als Bischof zurück und verzichtete auf sein Bistum. Er zog sich ins [[Zisterzienserkloster Raitenhaslach]] bei [[Burghausen]] zurück und begann zahlreiche Schriften zu verfassen.  
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Schon [[1519]] dürfte er die Flugschrift ''Onus ecclesiae'' verfasst haben, [[1526]] folgte die ''Tewtsche Theologey'', die erste katholische deutsche Dogmatik als Antwort auf die Reformation. Dieses Werk übersetzte er auf Wunsch von Erzbischof [[Matthäus Lang]] [[1531]] ins Lateinische. [[1535]] - Berthold war inzwischen nach Saalfelden übersiedelt und hatte dort [[1532]] eine Priesterbruderschaft gegründet - erschien ''Tewtsch Rational'', ein Versuch der Begründung der kirchlichen Lehre.
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Schon [[1519]] dürfte er die Flugschrift ''Onus ecclesiae'' verfasst haben, [[1526]] folgte die ''Tewtsche Theologey'', die erste katholische deutsche Dogmatik als Antwort auf die Reformation. Dieses Werk übersetzte er auf Wunsch von Fürsterzbischof [[Matthäus Lang]] [[1531]] ins Lateinische. [[1535]] - Berthold war inzwischen nach Saalfelden übersiedelt und hatte dort [[1532]] eine Priesterbruderschaft gegründet - erschien ''Tewtsch Rational'', ein Versuch der Begründung der kirchlichen Lehre.
    
[[1538]] gründete er in Saalfelden ein Spital für arme Priester und alte Leute. Die zum Spital gehörende Kirche weihte er [[1541]]. Außerdem förderte er die Gründung der Vikariate [[Leogang]], [[Dienten]] und [[Maria Alm]].
 
[[1538]] gründete er in Saalfelden ein Spital für arme Priester und alte Leute. Die zum Spital gehörende Kirche weihte er [[1541]]. Außerdem förderte er die Gründung der Vikariate [[Leogang]], [[Dienten]] und [[Maria Alm]].
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Bautz [http://www.bautz.de/bbkl/b/berthold_v_ch.shtml]
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* [http://www.bautz.de/bbkl/b/berthold_v_ch.shtml Bautz ]
* Kameradschaft Bergheim [http://www.kameradschaft-bergheim.at/chronik.html]
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* [http://www.kameradschaft-bergheim.at/chronik.html Kameradschaft Bergheim]
    
== Fußnoten ==
 
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| AMT = [[Bischöfe von Chiemsee|Bischof von Chiemsee]]
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| ZEIT = [[1508]] bis [[1525]]
 
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| VORGÄNGER =[[Christoph Mendel von Steinfels]]  
 
| VORGÄNGER =[[Christoph Mendel von Steinfels]]