Änderungen

Zeile 34: Zeile 34:  
[[1749]] bezahlte der Abt von Weingarten, Dominikus&nbsp;II. Schnitzer (1745–1784), Veränderungen am Gehäuse, um mehr Licht durch das Süd-Fenster ins Kircheninnere dringen zu lassen. Dabei wurde das Zifferblatt mitsamt dem Oberteil des Gehäuses entfernt. Das römisch bezifferte Blatt wurde höher wieder angebracht und ,schwebt' seither an der Decke der Kirche. [[1850]] gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] die Orgel um: Er versah das Gehäuse wieder mit einer Abdeckung, baute neue Pedalwindladen für ein eigenständiges 18-Töne-Pedal ein, erweiterte den Umfang der Klaviatur und veränderte die Disposition. Aus einer Reisebeschreibung Theodor Manns, die 1885 veröffentlicht wurde,<ref>Theodor Mann: ''Aus meiner Reisemappe. (Fortsetzung) ''. In: ''Urania''. Musik-Zeitschrift für Orgelbau und Orgelspiel insbesondere, sowie für musikalische Theorie, kirchliche, instruktive Gesang- und Clavier-Musik, hg. von Alexander Wilhelm Gottschalg, Bd. 42, Nr. 4 (Erfurt 1885), S. 52f. Zitiert nach: [[Roman Schmeißner]]: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 253f.</ref> hatte die Orgel nach dem Umbau durch Mooser 11&nbsp;Register. Manual (54&nbsp;Tasten&nbsp;C–f3): Principal&nbsp;8', Viola&nbsp;8', Gedackt&nbsp;8', Flöte&nbsp;4', Octave&nbsp;4', Dolce&nbsp;4', Octave&nbsp;2', Quinte&nbsp;2<sup>2</sup>/<sub>3</sub>′, Mixtur (zweifach). Pedal (18&nbsp;Tasten und Töne,&nbsp;C–f): Subbaß&nbsp;16', Octavbaß 8'; Pedalkoppel.  
 
[[1749]] bezahlte der Abt von Weingarten, Dominikus&nbsp;II. Schnitzer (1745–1784), Veränderungen am Gehäuse, um mehr Licht durch das Süd-Fenster ins Kircheninnere dringen zu lassen. Dabei wurde das Zifferblatt mitsamt dem Oberteil des Gehäuses entfernt. Das römisch bezifferte Blatt wurde höher wieder angebracht und ,schwebt' seither an der Decke der Kirche. [[1850]] gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] die Orgel um: Er versah das Gehäuse wieder mit einer Abdeckung, baute neue Pedalwindladen für ein eigenständiges 18-Töne-Pedal ein, erweiterte den Umfang der Klaviatur und veränderte die Disposition. Aus einer Reisebeschreibung Theodor Manns, die 1885 veröffentlicht wurde,<ref>Theodor Mann: ''Aus meiner Reisemappe. (Fortsetzung) ''. In: ''Urania''. Musik-Zeitschrift für Orgelbau und Orgelspiel insbesondere, sowie für musikalische Theorie, kirchliche, instruktive Gesang- und Clavier-Musik, hg. von Alexander Wilhelm Gottschalg, Bd. 42, Nr. 4 (Erfurt 1885), S. 52f. Zitiert nach: [[Roman Schmeißner]]: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 253f.</ref> hatte die Orgel nach dem Umbau durch Mooser 11&nbsp;Register. Manual (54&nbsp;Tasten&nbsp;C–f3): Principal&nbsp;8', Viola&nbsp;8', Gedackt&nbsp;8', Flöte&nbsp;4', Octave&nbsp;4', Dolce&nbsp;4', Octave&nbsp;2', Quinte&nbsp;2<sup>2</sup>/<sub>3</sub>′, Mixtur (zweifach). Pedal (18&nbsp;Tasten und Töne,&nbsp;C–f): Subbaß&nbsp;16', Octavbaß 8'; Pedalkoppel.  
   −
[[1939]] wurde diese Orgel von der Firma ''Dreher&nbsp;&&nbsp;Flamm '' total verändert. Sie erhielt eine elektropneumatische Traktur, zwei elektrische Spieltische und ein hinter dem Hochaltar aufgestelltes Fernwerk. Die Disposition stammte von [[Joseph Messner]] und umfasste 22 Register, gestiftet hatte das Instrument der Erzabt des Klosters St.&nbsp;Peter (1931–1956), [[Jakob Reimer]]. Am 12.&nbsp;Juli [[1940]] untersuchten [[Joseph Messner]] und Vinzenz Goller die Orgel und schrieben ein hymnisch abgefasstes Gutachten.<ref>Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg, Kirchenmusikreferat: ''Gutachten''. Salzburg, 13. Juli 1940.</ref> Die Störanfälligkeit und die mindere klangliche Qualität des Instruments führten allerdings in der Folge zu den Überlegungen, nach einem  gediegeneren Instrument Ausschau zu halten. 1995 entwickelte der luxemburgische Orgelbauer Georg Westenfelder ein Konzept zur Rekonstruktion der Egedacher-Orgel.
+
[[1939]] wurde diese Orgel von der Firma ''[[Max Dreher|Dreher&nbsp;&&nbsp;Flamm]]'' total verändert. Sie erhielt eine elektropneumatische Traktur, zwei elektrische Spieltische und ein hinter dem Hochaltar aufgestelltes Fernwerk. Die Disposition stammte von [[Joseph Messner]] und umfasste 22 Register, gestiftet hatte das Instrument der Erzabt des Klosters St.&nbsp;Peter (1931–1956), [[Jakob Reimer]]. Am 12.&nbsp;Juli [[1940]] untersuchten [[Joseph Messner]] und Vinzenz Goller die Orgel und schrieben ein hymnisch abgefasstes Gutachten.<ref>Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg, Kirchenmusikreferat: ''Gutachten''. Salzburg, 13. Juli 1940.</ref> Die Störanfälligkeit und die mindere klangliche Qualität des Instruments führten allerdings in der Folge zu den Überlegungen, nach einem  gediegeneren Instrument Ausschau zu halten. 1995 entwickelte der luxemburgische Orgelbauer Georg Westenfelder ein Konzept zur Rekonstruktion der Egedacher-Orgel.
    
In goldenen Buchstaben sind am Gehäuse drei geschichtliche Angaben zur Orgel, in Form von (elegischen) Chronodistichen, angebracht:
 
In goldenen Buchstaben sind am Gehäuse drei geschichtliche Angaben zur Orgel, in Form von (elegischen) Chronodistichen, angebracht: