Änderungen

R
Zeile 22: Zeile 22:  
== Demolierung der Pfeileremporen und der Kanzel 1859 ==
 
== Demolierung der Pfeileremporen und der Kanzel 1859 ==
 
Im Zuge der Domrenovierung 1859 wurden die Pfeileremporen und -orgeln abgebrochen, der Stilpurismus der Zeit zeigte kein Verständnis für diese Spielarten der barocken Architektur und Musik. Die zwei westlichen Orgeln mit jeweils 6 Registern, die auf den Trompeterchören standen, kamen durch [[Matthäus Mauracher I.]] in die Pfarrkirchen [[Pfarrkirche Sankt Sebastian|Hof]]<ref>Die Orgel wurde 1981 von Dompfarrer Ferdinand Grell für den Salzburger Dom zurückgekauft.</ref> und [[Niedernsill]],<ref>Die Orgel verbrannte am 7. Oktober 1877 beim Brand der Kirche.</ref> die ''Heilig-Geist-Orgel'' mit 13 Registern durch [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Nepomuk Mauracher]] auf den [[Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt|Dürrnberg]], die sogenannte ''Hof-Orgel'' mit 14 Registern durfte sich Matthäus Mauracher behalten. Die Kirchenmusik wurde danach ausschließlich auf der hinteren Empore über dem Westeingang ausgeführt, vor der durch [[Ludwig Mooser]] 1842 – 1845 total umgebauten [[Salzburger Domorgel|Festorgel]].
 
Im Zuge der Domrenovierung 1859 wurden die Pfeileremporen und -orgeln abgebrochen, der Stilpurismus der Zeit zeigte kein Verständnis für diese Spielarten der barocken Architektur und Musik. Die zwei westlichen Orgeln mit jeweils 6 Registern, die auf den Trompeterchören standen, kamen durch [[Matthäus Mauracher I.]] in die Pfarrkirchen [[Pfarrkirche Sankt Sebastian|Hof]]<ref>Die Orgel wurde 1981 von Dompfarrer Ferdinand Grell für den Salzburger Dom zurückgekauft.</ref> und [[Niedernsill]],<ref>Die Orgel verbrannte am 7. Oktober 1877 beim Brand der Kirche.</ref> die ''Heilig-Geist-Orgel'' mit 13 Registern durch [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Nepomuk Mauracher]] auf den [[Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt|Dürrnberg]], die sogenannte ''Hof-Orgel'' mit 14 Registern durfte sich Matthäus Mauracher behalten. Die Kirchenmusik wurde danach ausschließlich auf der hinteren Empore über dem Westeingang ausgeführt, vor der durch [[Ludwig Mooser]] 1842 – 1845 total umgebauten [[Salzburger Domorgel|Festorgel]].
 +
 +
== Wiedererrichtung der Pfeileremporen und Orgeln ab 1990 ==
 +
1985 gewann der Denkmalpfleger Corneille Jansson das Ausschreibungsverfahren zur Wiedererrichtung des, 1859 zerstörten, Ensembles der Orgeltribünen im Kuppelraum. 1990 wurde wieder vier Emporen errichtet, darauf konnten fünf Orgelwerke aufgestellt werden. Die östlichen, ''zwei Süddeutschen Orgeln'' schuf 1991 Johann Pirchner (aus Steinach am Brenner), die drei westlichen wurden 1995 errichtet: eine ''Renaissance-Orgel'' auf der nördlichen Westempore schuf Francesco Zanin (aus Codroipo), eine ''Venezianische Orgel'' auf der südlichen Westempore Franz Zanin (aus Camino al Tagliamento). Auf einem weiteren ''Spielwerk'' kann ein Continuoregister (Copula 8′) zum Erklingen gebracht werden und ist im Gehäuse der Venezianischen Orgel untergebracht.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==