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Bereits am [[3. März]] 1915 begann man mit der Errichtung des Lagers II, das sich nordwestlich des [[Almkanal]]s zwischen Grödig und dem [[Drachenloch]] erstreckte. Lager III wurde östlich des bereits bestehenden Lagers I angebaut an den kleinen Gois gegen [[Überackerhof]] und Niederalm. Es war für Evakuierte und Flüchtlinge gedacht. Die Gesamtkosten für den Lagerbau betrugen 2,5 Millionen Kronen.
 
Bereits am [[3. März]] 1915 begann man mit der Errichtung des Lagers II, das sich nordwestlich des [[Almkanal]]s zwischen Grödig und dem [[Drachenloch]] erstreckte. Lager III wurde östlich des bereits bestehenden Lagers I angebaut an den kleinen Gois gegen [[Überackerhof]] und Niederalm. Es war für Evakuierte und Flüchtlinge gedacht. Die Gesamtkosten für den Lagerbau betrugen 2,5 Millionen Kronen.
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Lager I und II waren für Kriegsgefangene, Lager II war für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen Donaumonarchie (Galizien und der Bukowina)  vorgesehen. Das im Endausbau bis zu 40 000 Gefangene beherbergende k & k Kriegsgefangenenlager Grödig hatte zwei Wachbataillone zugeteilt gehabt und bestand aus etwa 290 Baracken. Darunter waren eine Theaterbaracke, es gab eine Bibliothek mit  Lesehalle, eine katholische, evangelische und eine orthodoxe Kirche  sowie einen jüdischen Tempel und einen [Moschee|muslimischen Gebetsraum]. Die  Lagerkinder wurden in einer russischen, einer ukrainischen und einer  jüdischen Schule unterrichtet.  
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Lager I und II waren für Kriegsgefangene, Lager II war für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen Donaumonarchie (Galizien und der Bukowina)  vorgesehen. Das im Endausbau bis zu 40 000 Gefangene beherbergende k & k Kriegsgefangenenlager Grödig hatte zwei Wachbataillone zugeteilt gehabt und bestand aus etwa 290 Baracken. Darunter waren eine Theaterbaracke, es gab eine Bibliothek mit  Lesehalle, eine katholische, evangelische und eine orthodoxe Kirche  sowie einen [[Synagoge|jüdischen Tempel]] und einen [[Moschee|muslimischen Gebetsraum]]. Die  Lagerkinder wurden in einer russischen, einer ukrainischen und einer  jüdischen Schule unterrichtet.  
    
Schon im Winter 1914/15 trafen die ersten Gefangenen in Grödig ein und wurden vor der Fertigstellung des Lagers in [[Glanegg]] untergebracht.Mit [[28. April]] 1915 kamen die ersten Gefangenentransporte an, etwa 2 000 Personen mit der Lokalbahn am [[Bahnhof Grödig]] ein. Später führte vom Bahnhof ein Schleppgleis bis in die Lager. Die Lagerstadt zählte zur Zeit des Höchstbelages bei einer Fläche von 598 000 m² an die 40 000 Menschen und war damit größer als die Landeshauptstadt Salzburg (35 000). Etwa 900 Gefangene wurden in einem [[Gefangenenlager Thalgau|Außenlager]] in [[Thalgau]] für Arbeiten in der Gemeinde (u. a. zur Errichtung der [[Russenstraße]]) untergebracht.
 
Schon im Winter 1914/15 trafen die ersten Gefangenen in Grödig ein und wurden vor der Fertigstellung des Lagers in [[Glanegg]] untergebracht.Mit [[28. April]] 1915 kamen die ersten Gefangenentransporte an, etwa 2 000 Personen mit der Lokalbahn am [[Bahnhof Grödig]] ein. Später führte vom Bahnhof ein Schleppgleis bis in die Lager. Die Lagerstadt zählte zur Zeit des Höchstbelages bei einer Fläche von 598 000 m² an die 40 000 Menschen und war damit größer als die Landeshauptstadt Salzburg (35 000). Etwa 900 Gefangene wurden in einem [[Gefangenenlager Thalgau|Außenlager]] in [[Thalgau]] für Arbeiten in der Gemeinde (u. a. zur Errichtung der [[Russenstraße]]) untergebracht.
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