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==Niederer Klerus==
 
==Niederer Klerus==
Der Klerus bevorzugte, wie die Erzbischöfe, einen durchaus weltlichen Lebenswandel. Viele Priester waren verheiratet, und es ist sogar vorgekommen, dass das Amt vom Vater auf den Sohn vererbt wurde. Die rauen Sitten, die im Klerus herrschten, zeigen Briefe des Papstes an Erzbischof [[Adalwin]], die von der Tötung eines Heiden und dem Totschlag eines Diakons durch einen Priester berichten.
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Der Klerus bevorzugte, wie die Erzbischöfe, einen durchaus weltlichen Lebenswandel. Viele Priester waren verheiratet, und es ist sogar vorgekommen, dass das Amt vom Vater auf den Sohn vererbt wurde. Ein Priester, der wie ein Laie nur eine Frau hatte, galt schon als fromm und heilig. Die rauen Sitten, die im Klerus herrschten, zeigen Briefe des Papstes an Erzbischof [[Adalwin]], die von der Tötung eines Heiden und dem Totschlag eines Diakons durch einen Priester berichten.
    
Die gebildeten Priester und Mönche waren nur eine kleine Minderheit. Eine möglichst vornehme adelige Herkunft war auch beim niederen Klerus eine Voraussetzung zur Karriere. Auch beim Eintritt in ein Kloster war adelige Herkunft von Nutzen. Nach dem [[9. Jahrhundert]] riss eine Verweltlichung und Lockerung der Sitten ein, der dann die großen Reformbewegungen von Cluny und St. Maxim in Trier entgegenwirkte.
 
Die gebildeten Priester und Mönche waren nur eine kleine Minderheit. Eine möglichst vornehme adelige Herkunft war auch beim niederen Klerus eine Voraussetzung zur Karriere. Auch beim Eintritt in ein Kloster war adelige Herkunft von Nutzen. Nach dem [[9. Jahrhundert]] riss eine Verweltlichung und Lockerung der Sitten ein, der dann die großen Reformbewegungen von Cluny und St. Maxim in Trier entgegenwirkte.
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