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Auf den Marktplätzen oder auf freiem Feld veranstalteten die Jesuiten große Versammlungen, zu denen alle Einwohner kommen mussten. Das Fernbleiben wurde streng bestraft. Die Ketzergerichte mehrten sich, die Kerker füllten sich, hohe Geldstrafen wurden verhängt. Aber alle Bekehrungsversuche der Jesuiten hatten nur den Erfolg, dass die Evangelischen sich zu um so freudigerem Bekenntnis ihres Glaubens zusammen schlossen.
 
Auf den Marktplätzen oder auf freiem Feld veranstalteten die Jesuiten große Versammlungen, zu denen alle Einwohner kommen mussten. Das Fernbleiben wurde streng bestraft. Die Ketzergerichte mehrten sich, die Kerker füllten sich, hohe Geldstrafen wurden verhängt. Aber alle Bekehrungsversuche der Jesuiten hatten nur den Erfolg, dass die Evangelischen sich zu um so freudigerem Bekenntnis ihres Glaubens zusammen schlossen.
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===Versuch der Protestanten nach einer friedlichen Lösung===
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===Versuch der Protestanten nach friedlicher Lösung===
 
Am [[10. Juli]] [[1731]] überreichten 16 Bauern dem Vikar von [[Sankt Veit im Pongau]] ein Schriftstück, in dem sie sich offen zum evangelischen Glauben bekannten und mitteilten, dass sich die Evangelischen Beschwerde führend an das »Corpus Evangelicorum« in Regensburg, die Vertretung der evangelischen Fürsten, gewandt und ihre Hilfe angerufen hätten. Der Vikar berichtete darüber dem Dechanten in [[Werfen]] und schilderte ihm die Urheber des Schriftstücks als Rebellen, die mit Aufruhr drohten.  
 
Am [[10. Juli]] [[1731]] überreichten 16 Bauern dem Vikar von [[Sankt Veit im Pongau]] ein Schriftstück, in dem sie sich offen zum evangelischen Glauben bekannten und mitteilten, dass sich die Evangelischen Beschwerde führend an das »Corpus Evangelicorum« in Regensburg, die Vertretung der evangelischen Fürsten, gewandt und ihre Hilfe angerufen hätten. Der Vikar berichtete darüber dem Dechanten in [[Werfen]] und schilderte ihm die Urheber des Schriftstücks als Rebellen, die mit Aufruhr drohten.  
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Ebenfalls schon im Juli 1731 hatte aber Fürsterzbischof Firmian erste Soldaten in die Gebirgsgaue geschickt und wichtige Orte und Pässe besetzen lassen. 
    
Auch bei den evangelischen Fürsten suchte man die Evangelischen in den Salzburger Landen als Rebellen zu verdächtigen, um ihnen deren Teilnahme zu entziehen. Um einer Untersuchung durch die Reichsregierung zuvorzukommen, kündigte Firmian eine Kommission an, die die Beschwerden der Evangelischen untersuchen solle. Im Juli [[1731]] begann diese in Werfen ihre Arbeit, die sie im Lauf des Juli von Ort zu Ort fortsetzte.  
 
Auch bei den evangelischen Fürsten suchte man die Evangelischen in den Salzburger Landen als Rebellen zu verdächtigen, um ihnen deren Teilnahme zu entziehen. Um einer Untersuchung durch die Reichsregierung zuvorzukommen, kündigte Firmian eine Kommission an, die die Beschwerden der Evangelischen untersuchen solle. Im Juli [[1731]] begann diese in Werfen ihre Arbeit, die sie im Lauf des Juli von Ort zu Ort fortsetzte.  
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Überall bekam die Kommission Klagen über harte Bedrückungen der Evangelischen zu hören. Firmian versprach den Evangelischen, er werde allen Beschwerden abhelfen, wenn sie sich nur gedulden wollten. Zugleich aber kündigte er ihnen an, dass Truppen kommen würden; sie kämen aber nur, damit etwaige schlimmere Folgen zu ihrem eigenen Besten verhütet würden. Die Ankündigung von Truppen gab den Anlass zu der berühmten Versammlung am [[5. August]] [[1731]] in [[Schwarzach]].  
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Überall bekam die Kommission Klagen über harte Bedrückungen der Evangelischen zu hören. Firmian versprach den Evangelischen, er werde allen Beschwerden abhelfen, wenn sie sich nur gedulden wollten. Zugleich aber kündigte er ihnen an, dass stärkere Truppen kommen würden; sie kämen aber nur, damit etwaige schlimmere Folgen zu ihrem eigenen Besten verhütet würden. Die Ankündigung von Truppen gab den Anlass zu der berühmten Versammlung am [[5. August]] [[1731]] in [[Schwarzach]].
    
===Der Salzbund===
 
===Der Salzbund===
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