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'''{{PAGENAME}}''' († [[1615]] in [[Salzburg]]) war ein [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] und [[Benediktinerstift Michaelbeuern|Michaelbeuern]].

==Leben==
Martin Hattinger war von [[1581]] bis [[1584]] Abt des Benediktinerstiftes Michaelbeuern in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Dorfbeuern]]. Am [[3. September]] [[1584]] wurde er als Nachfolger des abgesetzten [[Andreas Graser]] zum Abt von St. Peter gewählt. Schon im ersten Jahr seiner Amtszeit ließ er [[Johann IV. von Staupitz|Johann von Staupitz']] umfangreiche Korrespondenz mit den Gelehrten seiner Zeit verbrennen, da unter den aufbewahrten Schriften auch Briefe an Staupitz' Freund Martin Luther waren.

Unter Hattinger begann die Barockisierung im Stift St. Peter: [[1588]] wurde die Orgel der [[Stiftskirche St. Peter]] restauriert, [[1603]] die [[Veitskapelle]] instand gesetzt und die von [[Wolfgang Walcher]] erbaute Bibliothek in den am [[Kapitelplatz]] gelegenen Novitiatstrakt verlegen. [[1604]] erwarb Hattinger den [[Aiglhof]]. Unter ihm entstanden die ältesten Teile des Schlosses und die Umfassungsmauer.

[[1605]] ließ er die Haupt- und Nebenapsiden der Kirche abbrechen und durch ein querrechteckiges Altarhaus ersetzen. Die Flachdecke wurde erneuert und die hochromanischen Wandmalereien übertüncht. Nach dem Tod seines Vorgängers ließ er zudem noch einen Gedenkstein für Andreas Graser in der Veitskapelle setzen.

==Quelle==
{{Quelle St. Peter}}
*Friederike Zaisberger: ''Geschichte Salzburgs.'' Wissenschaftsverlag Oldenbourg, 1998
*Wilma Buchinger, Helmut W. Lang, Konstanze Mittendorfer: ''Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich.'' Georg Olms Verlag, 1996



{{Zeitfolge
|AMT=[[Äbte von St. Peter|Abt von St. Peter]]
|ZEIT=[[1584]]-[[1615]]
|VORGÄNGER= [[Andreas Graser]]
|NACHFOLGER=[[Joachim Buchauer]]
}}

[[Kategorie:Abt|Hattinger, Martin]]
[[Kategorie:Religion|Hattinger, Martin]]

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