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[[Datei:Glockenturm auf Klause der Einsiedelei am Palfen.jpg|thumb|Glockenturm auf Klause der Einsiedelei am Palfen]]
 
[[Datei:Glockenturm auf Klause der Einsiedelei am Palfen.jpg|thumb|Glockenturm auf Klause der Einsiedelei am Palfen]]
 
[[Datei:Hütte mit Leichläden am Weg zur Einsiedelei.jpg|thumb|Hütte mit [[Leichenbrett]]ern am Weg zur [[Einsiedelei am Palfen]]]]
 
[[Datei:Hütte mit Leichläden am Weg zur Einsiedelei.jpg|thumb|Hütte mit [[Leichenbrett]]ern am Weg zur [[Einsiedelei am Palfen]]]]
Die '''Einsiedelei St. Georg''' am [[Palfen]] befindet sich nördlich des Stadtzentrums von [[Saalfelden am Steinernen Meer]] am Fuße des [[Steinernes Meer|Steinernen Meeres]] im [[Pinzgau]].
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Die '''Einsiedelei St. Georg''' am Palfen befindet sich nördlich des Stadtzentrums von [[Saalfelden am Steinernen Meer]] am Fuße des [[Steinernes Meer|Steinernen Meeres]] im [[Pinzgau]]. (Zum Namen Palfen siehe auch Beitrag [[Palfen]] im Pongau).
    
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
 
Die Einsiedelei ist heute sowohl vom Saalfeldner Ortsteil [[Bachwinkl ((Saalfelden am Steinernen Meer)|Bachwinkl]], wo auch der Weg zur [[Peter Wiechenthaler Hütte]] beginnt, als auch von der [[Bürgerau]] (über den Fuchssteig, der aber Trittsicherheit erfordert), ebenfalls ein Ortsteil von Saalfelden am Steinernen Meer, erreichbar. Der Fuchssteig führt von der Einsiedelei auf den Weg zur [[Steinalm]], einem beliebten Ausflugsziel. In der Nähe der Einsiedelei befindet sich auch das [[Kühloch]], eine Naturhöhle, die in der [[Bronzezeit]] benutzt wurde.
 
Die Einsiedelei ist heute sowohl vom Saalfeldner Ortsteil [[Bachwinkl ((Saalfelden am Steinernen Meer)|Bachwinkl]], wo auch der Weg zur [[Peter Wiechenthaler Hütte]] beginnt, als auch von der [[Bürgerau]] (über den Fuchssteig, der aber Trittsicherheit erfordert), ebenfalls ein Ortsteil von Saalfelden am Steinernen Meer, erreichbar. Der Fuchssteig führt von der Einsiedelei auf den Weg zur [[Steinalm]], einem beliebten Ausflugsziel. In der Nähe der Einsiedelei befindet sich auch das [[Kühloch]], eine Naturhöhle, die in der [[Bronzezeit]] benutzt wurde.
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Die Eremitage gehört heute der Stadtgemeinde Saalfelden. Deshalb werden die Einsiedler nicht nur vom Pfarrer, sondern auch vom [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister]] angelobt.
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Die Eremitage ist heute im Eigentum der Stadtgemeinde Saalfelden. Deshalb werden die Einsiedler nicht nur vom Pfarrer, sondern auch vom [[Bürgermeister der Stadt Saalfelden am Steinernen Meer|Bürgermeister]] angelobt.
    
Der Einsiedler soll zugleich Eremit und Psychologe sein (weil viele Leute kämen zum Einsiedler, um mit ihm zu reden und über ihre Sorgen zu berichten). Das Leben am Palfen ist karg. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Wer ohne Fernsehen, Computer und Zentralheizung nicht auskommt, ist in der Klause fehl am Platz.  
 
Der Einsiedler soll zugleich Eremit und Psychologe sein (weil viele Leute kämen zum Einsiedler, um mit ihm zu reden und über ihre Sorgen zu berichten). Das Leben am Palfen ist karg. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Wer ohne Fernsehen, Computer und Zentralheizung nicht auskommt, ist in der Klause fehl am Platz.  
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Schon im [[16. Jahrhundert]] pilgerten die Menschen zur Felsenhöhle oberhalb des [[Schloss Lichtenberg|Schlosses Lichtenberg]], wo sie das Bildnis des hl. Georg, Schutzpatron der Tiere, verehrten.
 
Schon im [[16. Jahrhundert]] pilgerten die Menschen zur Felsenhöhle oberhalb des [[Schloss Lichtenberg|Schlosses Lichtenberg]], wo sie das Bildnis des hl. Georg, Schutzpatron der Tiere, verehrten.
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Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis erteilt, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederlassen zu dürfen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Bereits ab [[1677]] durften auch Heiligen Messen gefeiert werden.
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Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederzulassen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Ab [[1677]] durften auch Heilige Messen gefeiert werden.
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Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet. Die Klausner besorgten insbesondere während der Nacht den wichtigen Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden Saalfelden, [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
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Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet. Die Klausner besorgten besonders während der Nacht auch den wichtigen Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden Saalfelden, [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
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Obwohl das Eremitentum zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s verboten wurde, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister angelobt und vom Saalfeldner Pfarrer installiert werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder die Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss in der Lage sein seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
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Obwohl das die Eremitenklöster zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s aufgehoben wurden, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister und vom Saalfeldner Pfarrer angelobt werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss daher seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
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Seit 1968 ist das Felsenhaus für Besucher offen und von der [[Bürgerau]] in 20 Minuten erreichbar.  Die einstigen Eremiten waren Kapellenmesner und Feuermelder. Seit 1992 gibt es nur mehr freie Einsiedler. Früher mussten sie auch in Winternächten  ausharren, im 19. Jahrhundert wurde ein Bruderhaus  geschaffen.  
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Seit 1968 ist das Felsenhaus für Besucher offen und von der [[Bürgerau]] in 20 Minuten erreichbar.  Die einstigen Eremiten waren auch Kapellenmesner und Feuermelder. Seit 1992 gibt es nur mehr freie Einsiedler. Früher mussten sie auch in Winternächten  ausharren, im 19. Jahrhundert wurde ein Bruderhaus  geschaffen.  
    
=== 1970 ===
 
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