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| | '''Karajan und der Motorsport''' beleuchtet die motorsportlichen Ambitionen der beiden Brüder [[Wolfgang von Karajan|Wolfgang]] und [[Herbert von Karajan]]. | | '''Karajan und der Motorsport''' beleuchtet die motorsportlichen Ambitionen der beiden Brüder [[Wolfgang von Karajan|Wolfgang]] und [[Herbert von Karajan]]. |
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| − | == Wolfgang von Karajan == | + | == Herbert von Karajan == |
| − | Obwohl Quellen immer wieder davon schreiben, dass Herbert ein Rennfahrer gewesen wäre, war es aber sein Bruder Wolfgang. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten war Wolfgang von Karajan auch ein begeisterter Motorsportler. So nahm er [[1925]] als 19-Jähriger beim [[Internationales Tauernrennen|Internationalen Tauernrennen]] auf Douglas (englische Motorradmarke) recht erfolgreich teil: er gewann die Klasse bis 750 cm³ vor Anton Seeber aus [[Bischofshofen]]. Beim zweiten Tauernrennen, 1926, war Wolfgang als technischer Kommissar bei der Abnahme tätig und nicht mehr als aktiver Rennfahrer. Das dritte Rennen besuchte er als Privatmann ohne Funktion<ref>Quelle österreichische Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Ausgaben 1925, 1926, und 1927, detaillierte Quellenangaben im Artikel über die Tauernrennen</ref>.
| + | [[1929]], als 21-Jähriger, besaß er bereits ein Harley-Davidson-Motorrad. [[1934]] erhielt er sein erstes Auto, [[1938]] seinen ersten Sportwagen, einen BMW, mit dem er aber nie an Rennen teilgenommen hatte. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] kaufte er sich [[1954]] einen Mercedes 300 SL „Flügeltürer“. Dann folgte ein Porsche 718 und damit begann die lebenslange Bindung zur Automarke [[Porsche]], wenngleich er auch mit Fahrzeugen dieser Marke niemals Rennen fuhr, da er aus Alters- und Berufsgründen dies nicht mehr konnte. [[1959]] kaufte er vom Porsche-Rennfahrer Richard von Frankenberg dessen 550A Spyder. |
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| − | 1927 taucht Wolfgang von Karajan abermals auf einem Bild als Sportkommissar im Rahmen der österreichischen ''24 Stunden Fernfahrt'' am 11. Juni<ref>Bild in der Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Jahrgang 1927, Ausgabe 53, Seite 88</ref> auf. 1928 war er wieder Sportkommissär bei dieser Veranstaltung, die von Wien aus gestartet wird<ref>Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Jahrgang 1928, Ausgabe 77, Seite 101</ref>.
| + | [[1966]] kam dann ein blauer Ferrari 275 GTB zur Sportwagensammlung von Karajan. Einen 335-PS-starken Ford GT 40 erhielt er zu seinem Geburtstag. Von diesem Fahrzeug wurden nur 31 Stück gebaut. Karajan sein Ford hatte das Kennzeichen ''S 112''. |
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| − | [[1930]], am [[31. August]], beim zweiten [[Gaisbergrennen]], wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere [[Mozarteum]]sdirektor Prof. Dr. [[Bernhard Paumgartner]] und Wolfgang von Karajan. | + | Im Herbst [[1969]] testete er am [[Salzburgring]], der gerade erst eröffnet worden war, den 908/02 "Flunder"<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_908 de.wikipedia.org Porsche 908]</ref>. Bei dieser Testfahrt waren unter anderem anwesend: Ing. [[Herbert Kaes]] (Ingenieur, Neffe von [[Ferdinand Porsche]]), Regierungsrat [[Fritz Stengl]] (Chefzeitnehmer bei Motorsportveranstaltungen in Salzburg) und dessen Sohn [[Manfred Stengl]] (Olympiasieger im Doppelsitzerbewerb der Rennrodler in Innsbruck 1964, Bobfahrer und Motorradrennfahrer) und der seinerzeit bekannteste Sportreporter Salzburgs [[Hans Klettner]]. |
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| − | == Herbert von Karajan ==
| + | Immer wieder zog es Karajan auf Rennstrecken, auf denen er, alleine, seine Runden in Rennwagen ziehen konnte. So beispielsweise in einem Porsche 908/2 Spyder (350 PS, 650 Kilo Gewicht, Spitzengeschwindigkeit 300 km/h). [[1975]] ließ sich Karajan in Stuttgart ein eigenes Auto bauen, den 'Karajan-turbo', einen 911 turbo RSR mit silberner Farbe und rot-hellblau-dunkelblauen Streifen. Schon über 70 Jahre alt kaufte er sich einen Renault 5 Turbo, dann noch einen Audi Urquattro. |
| − | Herbert von Karajan war wohl schnellen Autos zugetan, jedoch fuhr er nie Rennen. [[1929]], als 21-Jähriger, besaß er bereits eine Harley Davidson. [[1934]] erhielt er sein erstes Auto, [[1938]] seinen ersten Rennwagen, einen BMW, mit dem er aber nie an Rennen teilgenommen hatte. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] kaufte er sich [[1954]] einen Mercedes 300 SL „Flügeltürer“. Dann folgte ein Porsche 718 und damit begann die lebenslange Bindung zur Automarke Porsche, wenngleich er auch mit Fahrzeugen dieser Marke niemals Rennen fuhr, da er aus Alters- und Berufsgründen dies nicht mehr konnte. [[1959]] kaufte er vom Porsche-
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| − | Rennfahrer Richard von Frankenberg dessen 550A Spyder.
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| − | [[1966]] kaufte sich Karajan einen blauen Ferrari 275 GTB. Einen 335-PS-starken Ford GT 40 erhielt er zu seinem Geburtstag. Von diesem Fahrzeug wurden nur 31 Stück gebaut. Karajan sein Ford hatte das Kennzeichen ''S 112''. | + | Als Karajan auf 80 Jahre zuging, wurde er von Porsche gebeten, mit dem neuen 959 eine Probefahrt zu unternehmen. Was der Maestro auch tat und sich von den etwa 290 gebauten Exemplaren gleich zwei kaufte. Den ersten verlor er durch überhöhte Geschwindigkeit; den zweiten in der Farbe rot erhielt er am [[4. März]] [[1988]] vor die Haustüre in seinem Winterdomizil nach St. Moritz, Schweiz, geliefert. Es sollte Karajans letztes Auto sein, das er auch schon Anfang [[1989]] wieder verkaufte. Denn seine Kräfte schwanden. Am 16. Juli 1989 starb Karajan. |
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| − | Im Herbst [[1969]] testete er am [[Salzburgring]], der gerade erst eröffnet worden war, den 908/02 "Flunder"<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_908 de.wikipedia.org Porsche 908]</ref>. Bei diesem Test waren unter anderem anwesend: Ing. [[Herbert Kaes]] (Neffe von [[Ferdinand Porsche]] und Ingenieur), Regierungsrat [[Fritz Stengl]] (Chefzeitnehmer bei Motorsportveranstaltungen in Salzburg), sein Sohn, [[Manfred Stengl]] (Olympiasieger im Doppelsitzerbewerb der Rennrodler in Innsbruck 1964, Bobfahrer und Motorradrennfahrer) und der seinerzeit bekannteste Sportreporter Salzburgs , [[Hans Klettner]];
| + | == Verwechslung mit Wolfgang von Karajan == |
| | + | Einer der Salzburger [[Irrtümer]]: Obwohl Quellen immer wieder davon schreiben, dass Herbert von Karajan auch ein Rennfahrer gewesen wäre, war er es nicht, sondern sein Bruder Wolfgang. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten war Wolfgang von Karajan nämlich ein begeisterter Motorsportler. So nahm er [[1925]] als 19-Jähriger beim [[Internationales Tauernrennen|Internationalen Tauernrennen]] auf Douglas (englische Motorradmarke) erfolgreich teil: er gewann die Klasse bis 750 cm³ vor Anton Seeber aus [[Bischofshofen]]. Beim zweiten Tauernrennen, 1926, war Wolfgang als technischer Kommissar bei der Abnahme tätig und nicht mehr als aktiver Rennfahrer. Das dritte Rennen besuchte er als Privatmann ohne Funktion<ref>Quelle österreichische Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Ausgaben 1925, 1926, und 1927, detaillierte Quellenangaben im Artikel über die Tauernrennen</ref>. |
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| − | Immer wieder zog es ihn auf Rennstrecken, auf denen er, alleine, seine Runden in Rennwagen ziehen konnte. So beispielsweise in einem Porsche 908/2 Spyder (350 PS, 650 Kilo Gewicht, Spitzengeschwindigkeit 300 km/h). [[1975]] ließ sich Karajan in Stuttgart ein eigenes Auto baute, den Karajan-turbo, einen 911 turbo RSR mit silberner Farbe und rot-hellblau-dunkelblauen Streifen. Schon über 70 Jahre alt kaufte er sich einen Renault 5 Turbo, dann noch einen Audi Urquattro.
| + | 1927 taucht Wolfgang von Karajan abermals auf einem Bild als Sportkommissar im Rahmen der österreichischen ''24 Stunden Fernfahrt'' am 11. Juni<ref>Bild in der Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Jahrgang 1927, Ausgabe 53, Seite 88</ref> auf. 1928 war er wieder als Sportkommissar bei dieser Veranstaltung tätig, die in Wien gestartet wurde<ref>Motorradzeitschrift "Das Motorrad", Jahrgang 1928, Ausgabe 77, Seite 101</ref>. |
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| − | Als Karajan auf die 80 zuging, wurde er von Porsche gebeten, mit dem neuen 959 eine Probefahrt zu unternehmen. Was der Maestro auch tat und sich von den etwa 290 gebauten Exemplaren gleich zwei kaufte. Den ersten verlor er durch überhöhte Geschwindigkeit; den zweiten in der Farbe rot erhielt er am [[4. März]] [[1988]] vor die Haustüre in seinem Winterdomizil nach St. Moritz, Schweiz, geliefert. Es sollte Karajans letztes Auto sein, das er auch schon Anfang [[1989]] verkaufte. Denn seine Kräfte schwanden. Am 16. Juli 1989 starb Karajan.
| + | [[1930]], am [[31. August]], beim zweiten [[Gaisbergrennen]], wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen. Die Sprecher waren der spätere [[Mozarteum]]<nowiki>sdirektor</nowiki> Prof. Dr. [[Bernhard Paumgartner]] und Wolfgang von Karajan. |
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| | + | == Bildlink == |
| | + | * [http://peterkrackowizer.zenfolio.com/p713186498/slideshow#h87f5bbcc Bilder von der Testfahrt von Karajan mit dem Porsche 908/02 "Flunder"] |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| − | * ''Ein Dirigent am Steuer'', Christophorus, Ausgabe 331 | + | * ''Ein Dirigent am Steuer'', Porsche-Kundenmagazin ''Christophorus'', Ausgabe 331 |
| | * [http://www.datum.at/artikel/maestro-am-gas/ www.datum.at] | | * [http://www.datum.at/artikel/maestro-am-gas/ www.datum.at] |
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