''Die Flucht als prägendes biografisches Ereignis wird von [[Hemma Ebner]] anhand der Kriegserlebnisse – [[Erster Weltkrieg]] - des aus [[Thalham (Neumarkt am Wallersee)]] stammenden [[Johann Sinnhuber]] rekonstruiert, und [[Siegfried Goellner]] thematisiert die Vertreibung von Menschen, die seit Generationen hier gelebt hatten und deren Leben in den [[1930er]] und [[1940er|40er]] Jahren aufgrund der politischen Radikalisierung nun von Ablehnung und Abschiebung, von Verfolgung und Vertreibung bestimmt waren. Die durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ausgelösten Fluchtbewegungen erreichten in den 1940er Jahren auch Neumarkt – für Umsiedler aus [[Südtirol]] wurden in Neumarkt – auf enteigneten Gründen – Wohnbauten errichtet, „Volksdeutsche“ aus dem Sudetenland und aus [[Ungarn]] fanden vorübergehend oder dauerhaft hier Aufnahme, Kinder aus den von Luftangriffen betroffenen Städten Westdeutschlands wurden in jenen Jahren ins ungefährdete Neumarkt verschickt. Zu Kriegsende befanden sich mehr als 2 000 Flüchtlinge in Neumarkt-Köstendorf.'' | ''Die Flucht als prägendes biografisches Ereignis wird von [[Hemma Ebner]] anhand der Kriegserlebnisse – [[Erster Weltkrieg]] - des aus [[Thalham (Neumarkt am Wallersee)]] stammenden [[Johann Sinnhuber]] rekonstruiert, und [[Siegfried Goellner]] thematisiert die Vertreibung von Menschen, die seit Generationen hier gelebt hatten und deren Leben in den [[1930er]] und [[1940er|40er]] Jahren aufgrund der politischen Radikalisierung nun von Ablehnung und Abschiebung, von Verfolgung und Vertreibung bestimmt waren. Die durch den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ausgelösten Fluchtbewegungen erreichten in den 1940er Jahren auch Neumarkt – für Umsiedler aus [[Südtirol]] wurden in Neumarkt – auf enteigneten Gründen – Wohnbauten errichtet, „Volksdeutsche“ aus dem Sudetenland und aus [[Ungarn]] fanden vorübergehend oder dauerhaft hier Aufnahme, Kinder aus den von Luftangriffen betroffenen Städten Westdeutschlands wurden in jenen Jahren ins ungefährdete Neumarkt verschickt. Zu Kriegsende befanden sich mehr als 2 000 Flüchtlinge in Neumarkt-Köstendorf.'' |