| − | Eigentlich war für ihn die militärische Laufbahn bestimmt, aber er zeigte schon früh Interesse für Natur, Technik und Landwirtschaft. Unter anderem sammelte er Mineralien, war Alpinist und Jäger. In den Napoleonischen Kriegen war Johann Feldmarschall und Generaldirektor für das Genie-und Fortifikationswesen. Er verlor am [[3. Dezember]] [[1800]] die Schlacht bei Hohenlinden und kämpfte [[1805]] gegen Franzosen und Bayern. [[1808]] organisierte Johann in Tirol und Innerösterreich die Landwehr für den Volkskrieg gegen Napoleon, förderte [[1809]] den Tiroler Freiheitskampf von Andreas Hofer (siehe auch [[Anton Wallner]]) und übernahm den Oberbefehl über die Südarmee gegen E. Beauharnais. Er siegte bei Sacile, Veneto, Italien, wurde aber bei Raab geschlagen. | + | Eigentlich war für ihn die militärische Laufbahn bestimmt, aber er zeigte schon früh Interesse für Natur, Technik und Landwirtschaft. Unter anderem sammelte er Mineralien, war Alpinist und Jäger. In den Napoleonischen Kriegen war Johann Feldmarschall und Generaldirektor für das Genie-und Fortifikationswesen. Er verlor am [[3. Dezember]] [[1800]] die Schlacht bei Hohenlinden und kämpfte [[1805]] gegen Franzosen und Bayern. [[1808]] organisierte Johann in Tirol und Innerösterreich die Landwehr für den Volkskrieg gegen Napoleon, am [[23. Juni]] [[1808]] verlautbarte er die Errichtung der Landwehr in Salzburg, förderte [[1809]] den Tiroler Freiheitskampf von Andreas Hofer (siehe auch [[Anton Wallner]]) und übernahm den Oberbefehl über die Südarmee gegen E. Beauharnais. Er siegte bei Sacile, Veneto, Italien, wurde aber bei Raab geschlagen. |
| | Wegen seiner Teilnahme am Alpenbund und nach der Niederschlagung des Tiroler Volksaufstands verbot ihm sein kaiserlicher Bruder Franz I. Tirol zu betreten. Deshalb wandte er sich der Steiermark zu. [[1811]] legte er durch Stiftungen und die Schenkung seiner Sammlungen den Grundstein für das Joanneum in Graz. | | Wegen seiner Teilnahme am Alpenbund und nach der Niederschlagung des Tiroler Volksaufstands verbot ihm sein kaiserlicher Bruder Franz I. Tirol zu betreten. Deshalb wandte er sich der Steiermark zu. [[1811]] legte er durch Stiftungen und die Schenkung seiner Sammlungen den Grundstein für das Joanneum in Graz. |
| | Johann umgab sich mit zahlreichen Künstlern ("Kammermaler") und Wissenschaftlern. [[1848]] wurde er Stellvertreter des Kaisers und eröffnete den konstituierenden Reichstag in Wien. Die gesamtdeutsche Frankfurter Nationalversammlung wählte ihn [[1848]] zum Reichsverweser, [[1849]] legte er jedoch dieses Amt wieder zurück. | | Johann umgab sich mit zahlreichen Künstlern ("Kammermaler") und Wissenschaftlern. [[1848]] wurde er Stellvertreter des Kaisers und eröffnete den konstituierenden Reichstag in Wien. Die gesamtdeutsche Frankfurter Nationalversammlung wählte ihn [[1848]] zum Reichsverweser, [[1849]] legte er jedoch dieses Amt wieder zurück. |
| − | Erzherzog Johann liegt in Schenna bei Meran, Südtirol, begraben. | + | Erzherzog Johann liegt in Schenna bei Meran, Südtirol, begraben. |