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| − | Die '''Deutsche Lufthansa AG''' hat jahrzehntelange Verbindungen mit [[Salzburg]] in Form von eigenen Verkaufsbüros in der [[Altstadt]] (später dann nur mehr am [[Flughafen Salzburg]]) und durch Flugverbindungen nach Frankfurt am Main in [[Deutschland]]. | + | Die '''Deutsche Lufthansa AG''' hat(te) jahrzehntelange Verbindungen mit [[Salzburg]] in Form eines eigenen Verkaufsbüros in der [[Altstadt]] (später dann nur mehr am [[Flughafen Salzburg]]) und durch Flugverbindungen nach Frankfurt am Main in [[Deutschland]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Die im deutschen Dessau beheimatet gewesenen ''Junkers-Fokker-Werke'' (IFA) brachten 1919 das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug, die F 13, heraus. Im selben Jahr wurde in Barranquilla in Kolumbien die "''Sociedad Colombo Alemana des Trasportes Aéreos'' (Scadta) vom deutschen Dr. Peter Paul von Bauer gegründet. Sie erwarb zwei F 13 mit Schwimmern für den Posttransport. Als die Gesellschaft von Bauer 1928 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wandte sich Bauer unter anderen an die ''Deutsche Luft Hansa'' in Deutschland, die 1926 gegründet worden war, um Hilfe. Doch ''Luft Hansa'' selbst in finanziellen Engpässen befindlich, konnte nicht in die Gesellschaft einsteigen. Die Scadta musste ihre Flugtätigkeit einstellen und wurde viel später, nach 1945, zur kolumbianischen Fluggesellschaft ''Avianca'' umbenannt. Aber die Scadta wurde, ebenfalls später, Geburtsort des ''Syndikat Condor'', einer brasilianische Luftfahrtgesellschaft, die durch die ''Deutsche Luft Hansa'' gegründet und betrieben wurde. | + | Die im deutschen Dessau beheimatet gewesenen ''Junkers-Fokker-Werke'' (IFA) brachten 1919 das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug, die F 13, heraus. Im selben Jahr wurde in Barranquilla in Kolumbien die "''Sociedad Colombo Alemana des Trasportes Aéreos''" (Scadta) vom deutschen Dr. Peter Paul von Bauer gegründet. Sie erwarb zwei F 13 mit Schwimmern für den Posttransport. Als die Gesellschaft von Bauer 1928 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wandte sich Bauer unter anderen an die ''Deutsche Luft Hansa'' in Deutschland, die 1926 gegründet worden war, um Hilfe. Doch ''Luft Hansa'' selbst in finanziellen Engpässen befindlich, konnte nicht in die Gesellschaft einsteigen. Die Scadta musste ihre Flugtätigkeit einstellen und wurde viel später, nach 1945, zur kolumbianischen Fluggesellschaft ''Avianca'' umbenannt. Aber die Scadta wurde, ebenfalls später, Geburtsort des ''Syndikat Condor'', einer brasilianische Luftfahrtgesellschaft, die durch die ''Deutsche Luft Hansa'' gegründet und betrieben wurde. |
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| − | Die ''Deutsche Luft Hansa'' wiederum war 1926 durch die Verschmelzung der ''Deutschen Aero Llyod'' und der IFA, die mittlerweile ''Junkers Flugverkehr AG'' hießen, entstanden. Die ''Deutschen Aero Llyod'' hatte bereits mehrere Jahre Postflüge nach Südamerika durchgeführt. Am 6. Jänner 1926 war durch Fusion der beiden Unternehmen die Gründung der ''Deutschen Luft Hansa Aktiengesellschaft'' mit Sitz Berlin erfolgt. In weitere Folge entstanden Tochter-Unternehmen wie ''Deutscher Luftdienst'', ''Europa Union'', die vor allem Post in alle und in aller Welt transportierten. Am 6. April 1926 eröffnete die ''Deutsche Luft Hansa'' ihr Linienflugtätigkeit. | + | Die ''Deutsche Luft Hansa'' wiederum war 1926 durch die Verschmelzung der ''Deutschen Aero Llyod'' und der IFA, die mittlerweile ''Junkers Flugverkehr AG'' hießen, entstanden. Die ''Deutschen Aero Llyod'' hatte bereits mehrere Jahre Postflüge nach Südamerika durchgeführt. Am 6. Jänner 1926 war durch Fusion der beiden Unternehmen die Gründung der ''Deutschen Luft Hansa Aktiengesellschaft'' mit Sitz Berlin erfolgt. In weitere Folge entstanden Tochter-Unternehmen wie ''Deutscher Luftdienst'', ''Europa Union'', die vor allem Post in alle und in aller Welt transportierten. Am 6. April 1926 eröffnete die ''Deutsche Luft Hansa'' ihre Linienflugtätigkeit. |
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| | === Name === | | === Name === |
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| | === Nach 1945 === | | === Nach 1945 === |
| − | Aufgrund der Verbote durch die Siegermächte des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] konnte Lufthansa erst nach einem alliierten Sonderabkommen mit 1. April 1955 wieder ihre Tätigkeit aufnehmen. Zunächst wurden nur innerdeutsche Strecken geflogen. Anfang Juni 1955 begann man dann aber mit der Strecke New York in den USA. Im August 1956 folgt der Flugverkehr mit Südamerika. Bis 1960 wurde mit Propellermaschinen geflogen, ab 1960 kamen dann Turbinenverkehrsflugzeuge zum Einsatz. | + | Aufgrund der Verbote durch die Siegermächte des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] konnte Lufthansa erst nach einem alliierten Sonderabkommen mit 1. April 1955 wieder ihre Tätigkeit aufnehmen. Zunächst wurden nur innerdeutsche Strecken geflogen. Anfang Juni 1955 begann man dann aber mit der Strecke New York in den USA. Im August 1956 folgte der Flugverkehr mit Südamerika. Bis 1960 wurde mit Propellermaschinen geflogen, ab 1960 kamen dann Turbinenverkehrsflugzeuge zum Einsatz. |
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| | Zu jener Zeit gab es noch den ''Deutschen Flugdienst'' und die ''Condor-Luftreederei'' der Firma Oetker. Am 22. März 1961 kaufte Lufthansa die beiden Maschinen von Rudolf-August Oetker und Ende Oktober wurde der ''Deutsche Flugdienst'' in ''Condor Flugdienst'' umbenannt. So lebte der uralte Name ''Condor'' unter Lufthansa wieder auf. | | Zu jener Zeit gab es noch den ''Deutschen Flugdienst'' und die ''Condor-Luftreederei'' der Firma Oetker. Am 22. März 1961 kaufte Lufthansa die beiden Maschinen von Rudolf-August Oetker und Ende Oktober wurde der ''Deutsche Flugdienst'' in ''Condor Flugdienst'' umbenannt. So lebte der uralte Name ''Condor'' unter Lufthansa wieder auf. |
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| | Schon bevor der Salzburger Flughafen entstand, gab es bei [[Bad Reichenhall]] den [[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof|Flugplatz Mayerhof]]-St. Zeno. Dieser wurde von Aero-Lloyd angeflogen. Am [[16. August]] [[1926]] landete eine sechssitzige (vier Passagiere) Fokker F II D 766 aus München nach 50 Minuten Flugzeit als erste Passagiermaschine aus dem Ausland am Salzburger Flughafen. Der erste Linienflug fand am [[18. August]] 1926 mit der Landung einer Deutschen Luft Hansa Fokker-Grulich F II statt. Am [[22. August]] 1926 wurde dann der Flughafen offiziell eröffnet. | | Schon bevor der Salzburger Flughafen entstand, gab es bei [[Bad Reichenhall]] den [[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof|Flugplatz Mayerhof]]-St. Zeno. Dieser wurde von Aero-Lloyd angeflogen. Am [[16. August]] [[1926]] landete eine sechssitzige (vier Passagiere) Fokker F II D 766 aus München nach 50 Minuten Flugzeit als erste Passagiermaschine aus dem Ausland am Salzburger Flughafen. Der erste Linienflug fand am [[18. August]] 1926 mit der Landung einer Deutschen Luft Hansa Fokker-Grulich F II statt. Am [[22. August]] 1926 wurde dann der Flughafen offiziell eröffnet. |
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| − | Eine dreimotorige Maschine, eine Junkers G 24 der ''Deutschen Luft Hansa'', landete erstmals am [[17. Juli]] [[1927]]. | + | Eine dreimotorige Maschine, eine Junkers G 24 der ''Deutschen Luft Hansa'', landete erstmals am [[17. Juli]] [[1927]]. Eine Junkers F 24K der ''Deutschen Luft Hansa'' war am [[1. Juli]] [[1929]] die erste Charterflugmaschine, die in Salzburg landete. |
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| − | ... wird noch ergänzt ... | + | Am [[26. September]] [[1968]] kam es zur Erstlandung einer Boeing 737 der Lufthansa am Salzburger Flughafen. |
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| | + | Viele Jahre gab es an der [[Griesgasse]] ein Lufthansa-Stadtbüro. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |