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'''Rudolf "Rudi" Nierlich''' (* [[20. Februar]] [[1966]] in [[St. Wolfgang]], Oberösterreich; † [[18. Mai]] [[1991]] ebenda) war ein erfolgreicher Skirennläufer.

==Karriere==
Rudi Nierlich war quasi Legionär: Geboren im oberösterreichischen St. Wolfgang startete er für den [[Wintersportverein St. Wolfgang]], der dem [[Salzburger Landesskiverband]] angehörte. Seine Erfolge fuhr er also für [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] ein, obwohl er immer in St. Wolfgang wohnte.

[[1983]] gewann er die Salzburger Landesmeisterschaften in der Abfahrt und im Riesenslalom. International trat er das erste Mal am [[4. März]] [[1984]] in Erscheinung, als er in Sugar Loaf (USA) Junioren-Weltmeister im Riesenslalom wurde. Ein dreiviertel Jahr später folgte der erste Einsatz im Weltcup: Platz 15 in der Kombination von Madonna di Campiglio (ITA).

Die Saisonen [[1985]] und [[1986]] verbrachte er mit durchschlagendem Erfolg im Europacup, in dem er einmal die Gesamtwertung und in beiden Jahren die RTL Wertung gewann. Im Winter [[1987]] kehrte er in den Weltcup zurück und konnte mit Platz drei im RTL von Sarajevo am [[22. März]] [[1987]] seinen ersten Podestplatz verbuchen. Sein erster Sieg folgte am [[30. Jänner]] [[1988]] vor heimischem Publikum in Schladming.

Insgesamt stand Nierlich in seiner Karriere 23 Mal auf dem Podium eines Weltcup-Rennens, acht Mal als Sieger. In seiner erfolgreichsten Weltcupsaison, die auch die letzte werden sollte, wurde der reine Slalom- und Riesenslalom-Läufer Nierlich Dritter im Gesamtweltcup und Slalomweltcup, sowie Zweiter hinter Alberto Tomba im RTL-Weltcup.

Seine letzten acht Weltcup-Rennen beendete er alle auf dem Podest, darunter sein letzter Sieg am [[10. März]] [[1991]] im Slalom Aspen (USA). Zum Saisonausklang in Waterville Valley (USA) belegte er am [[23. März]] [[1991]] Platz zwei im Slalom, zwei Tage zuvor Platz drei im Riesentorlauf.

==Großereignisse==
Bei vier WM-Starts holte Rudi Nierlich dreimal Gold. Lediglich in Crans Montana (SWI) 1987 ging er mit Platz 7 im Super-G leer aus. Am [[9. Februar]] [[1989]] krönte er sich in Vail (USA) zum Riesenslalom Weltmeister, [[12. Februar|drei Tage später]] auch zum Slalom Weltmeister. Den Titel des RTL Weltmeisters konnte er am [[3. Februar]] [[1991]] bei der [[Heim-WM]] in [[Saalbach-Hinterglemm]] auf dramatisch Weise verteidigen: Wenige Tore vor dem Ziel lag er nach einem Innenskifehler bereits "auf dem Hintern", konnte sich aber artistisch hochretten und den Vorsprung ins Ziel bringen.

Seinen einzigen Olympiaeinsatz beendete Nierlich [[1988]] in Calgary (CAN) auf Rang 5.

==Leben==
Rudi Nierlich verunglückte kurz nach seiner besten Saison am [[18. Mai]] [[1991]] in St. Wolfgang, als er mit seinem Auto von der Straße abkam und nach einem 20 Meter Flug in eine Hauswand krachte.

Noch heute findet jährlich der Rudi-Nierlich-Gedächtnislauf im Dezember auf der [[Postalm]] bei [[Strobl]] statt.

==O-Ton==
*''Wenn es läuft, dann läuft es.''

==Quelle==
*FIS Homepage
*Salzburger Nachrichten

[[Kategorie:Person|Nierlich, Rudolf]]
[[Kategorie:Skisportler alpin|Nierlich, Rudolf]]

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