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'''Lothar Patéra''' (* [[12. März]] [[1876]] in [[Salzburg]]; † [[29. März]] [[1931]] in Kötschach, [[Kärnten]]) war ein Alpinist.
== Leben ==
Er lebte in Wien, wo er den Beruf eines Tierarztes ausübte.
Im Alpinismus war er ein Schüler von [[Ludwig Purtscheller]], der seine Begeisterung für die Berge in eine geeignete Richtung lenkte. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Alpinreferent bei der österreichischen Armee und kam [[1915]] ins Armeegruppenkommando von Feldmarschall Franz Freiherr Rohr von Denta.
Bei seinen Bergfahrten ging er manchmal mit Führern, meistens jedoch führerlos und sehr oft allein. Patéra bestieg im Laufe seines Lebens etwa 2 000 Gipfel und unternahm ungezählte Bergfahrten. Dabei bevorzugte er lange Grat- und Kammwanderungen sowie die Kombination von vielen Gipfeln. Zahlreicht Neufahrten und erste touristische Ersteigungen sowie zahlreiche Begehungen gehen auf sein Konto. So beispielsweise in den Lienzer Dolomiten, in den Karnischen Alpen in den [[Radstädter Tauern|Radstädter]] und [[Schladminger Tauern]], in der [[Schobergruppe |Schober]]-, [[Kreuzeckgruppe|Kreuzeck]]- und [[Venedigergruppe]], im [[Göllstock]] und dem [[Hagengebirge]] sowie in anderen Teilen der [[Salzburger Kalkalpen]] in den [[Berchtesgadener Alpen]], im südöstlichen [[enns:Dachsteingebirge]], im östlichen [[enns:Totes Gebirge|Toten Gebirge]], in den Südtiroler Dolomiten und den Gailtaler Alpen.
Er war Mitglied mehrerer alpiner Vereine, zeitweise auch des [[enns:Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklubs]]. Er zählte [[1910]] zu den Mitbegründern und bis [[1920]] Vorstand der Sektion Tauriskia des [[enns:Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]] (DÖAV).
Zu seinen Begleitführern zählten u. a. M. Marcher, G. Stabentheiner und zu seinen Begleiter u. a. G. Baldermann, J. Brandtner, H. Dworak, F. Gebert, H. Kallich, R. Kellner, R. Müller, F. Pasek, M. Patéra, M. v. Statzer, J. Waitzer, F. Wolf.
== Bergfahrten ==
Erstersteigungen:
: Laserzturm (heute Patératurm) und Hochfreiung (beide 1899), Sandriesenkofel (heute Patérakofel, 1904), Lienzer Dolomiten;
: Südlicher [[Faulkogel]] (1900), Radstädter Tauern; etc.
Neufahrten:
:Große Keilspitze durch die Keilklamm und Übergang über den Schartenkamm zur Großen Sandspitze (1894), Westschlucht der Laserzwand und erster Übergang vom Roten Turm über den Laserzturm zum Großen Laserzkopf (1899), alle Lienzer Dolomiten;
: vollständige Überschreitung aller Gipfel des Faulkogels, des Ostgrats des [[Mosermandl]]s (1912), Radstädter Tauern; etc.
== Werke ==
* Führer durch die Lienzer Dolomiten, 1909, 3. Aufl. 1930;
* Die südlichen und westlichen Talgefilde der Lienzer Dolomiten, 1926;
* Kammverlaufskizze der Schladminger Tauern, 1:75 000 (o. J.);
* Abhandlungen in der Zeitschrift des DÖAV, 1911–12;
* Tourenberichte in der [[Österreichische Alpen-Zeitung|ÖAZ]], [[enns:Österreichische Touristenzeitung|ÖTZ]] und Gebirgsfreund
==Quelle==
* [http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_P/Patera_Lothar_1876_1931.xml www.biographien.ac.at]
: → ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 34, 1977), S. 341f.
{{SORTIERUNG: Patéra, Lothar}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Alpen]]
[[Kategorie:Ostalpen]]
[[Kategorie:Zentralalpen]]
[[Kategorie:Hohe Tauern]]
[[Kategorie:Alpenhauptkamm]]
[[Kategorie:Person (Alpinismus)]]
[[Kategorie:Alpinismus]]
[[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Töchter und Söhne der Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]