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| | {{Dieser Artikel|behandelt die '''Altstadt am rechten Salzachufer'''. Die Teile der Altstadt am linken Salzachufer im Raum um die "Fürstenstadt" werden im Artikel [[Altstadt]] behandelt. }} | | {{Dieser Artikel|behandelt die '''Altstadt am rechten Salzachufer'''. Die Teile der Altstadt am linken Salzachufer im Raum um die "Fürstenstadt" werden im Artikel [[Altstadt]] behandelt. }} |
| − | [[Datei:Salzburger Altstadt Plan.jpg|thumb|left|Stadteilplan Altstadt - Altstadt (rechtes Salzachufer)]] | + | [[Datei:Salzburger Altstadt Plan.jpg|thumb|Stadteilplan Altstadt - Altstadt (rechtes Salzachufer)]] |
| | [[bild:neustadt2.jpg|thumb|Blick auf die rechtsseitige Altstadt]] | | [[bild:neustadt2.jpg|thumb|Blick auf die rechtsseitige Altstadt]] |
| | [[Datei:Makartsteg, südlicher Ausblick.jpg |thumb|Blick vom [[Makartsteg]] in Richtung [[Kapuzinerberg]]]] | | [[Datei:Makartsteg, südlicher Ausblick.jpg |thumb|Blick vom [[Makartsteg]] in Richtung [[Kapuzinerberg]]]] |
| | [[Bild:Salzburg_Altstadt.jpg|thumb|Dreifaltigkeitsgasse Blick in die Altstadt (rechtes Salzachufer)]] | | [[Bild:Salzburg_Altstadt.jpg|thumb|Dreifaltigkeitsgasse Blick in die Altstadt (rechtes Salzachufer)]] |
| − | Die '''{{PAGENAME}}''' ist der angrenzende alte rechtsufrige Siedlungskern der [[Stadt Salzburg]], auch "Rechte Altstadt" oder "Rechte Innenstadt" genannt. Zu diesem inneren Siedlungskern auf der rechten Salzachseite gehört auch der [[Äußerer Stein|Äußere Stein]], ebenso der [[Kapuzinerberg]]. Die rechte Altstadt und der Äußeren Stein gehören mit zum [[Weltkulturerbe]] der Stadt Salzburg. | + | Die '''{{PAGENAME}}''' ist der orographisch am rechten Ufer der [[Salzach]] gelegene alte Siedlungskern der [[Stadt Salzburg]], auch "rechte Altstadt" genannt. Die rechte Altstadt ist Teil des [[Weltkulturerbe]]s der Stadt Salzburg. |
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| − | ==Lage== | + | == Beschreibung == |
| − | Im Süden reicht dieser Teil von Höhe [[Karolinenbrücke]]/[[Bürglstein]] (und dehnte sich später noch bis zum [[Schloss Fürberg]] nach Südosten weiter aus), entlang des [[Äußerer Stein|Äußeren Steins]] samt anschließenden Kapuzinerberg bis zur [[Linzer Gasse]], deren Ende früher etwa bei der [[St.-Sebastians-Kirche]] war, über die [[Bergstraße]] zum [[Primogeniturpalast|Alten Borromäum]], das [[Schloss Mirabell]] lag zwar bereits außerhalb der Stadtmauern, wird aber als innerhalb der [[Zone 1 des Altstadtschutzgebietes]] gezählt und dann hinunter bis zur [[Salzach]]
| + | Die rechtsseitige Altstadt umfasst nach Südosten hin den [[Innerer Stein|Inneren]] und den [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] mit der [[Steingasse]] und den [[Bürglstein]], [[Schloss Arenberg]] bis zum [[Schloss Fürberg]] - dieser Teil befindet sich entlang der südlichen Abhänge des [[Kapuzinerberg]]. |
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| − | ==Gliederung==
| + | Nach Norden gehören das [[Platzl]] mit [[Linzer Gasse]], sowie der [[Makartplatz]], die Gebiete zwischen der [[Paris-Lodron-Straße]] und der Linzer Gasse bis zur [[Franz-Josef-Straße]], das [[Schloss Mirabell]] samt [[Mirabellgarten]], sowie die Teile des [[Mirabellplatz]]s westlich der [[Rainerstraße]], dazu. Im Norden war das Schloss Mirabell die Grenze in Richtung [[Müllnersteg]] und somit liegt auch der Großteil der [[Schwarzstraße]] mit ihren historischen Gebäuden in der rechtsufrigen Altstadt. |
| − | Diese Stadtteil von Salzburg gliedert sich in:
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| − | * Rechte Altstadt
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| − | * [[Innerer Stein]]
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| − | * [[Äußerer Stein]]
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| − | * [[Bürglstein]]
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| − | * [[Kapuzinerberg]]
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| − | * zwischen [[Linzer Gasse]] und [[Makartplatz]]
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| − | == Die Rechte Altstadt==
| + | Das Schloss Mirabell lag zwar bereits außerhalb der [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauern]], wird aber als innerhalb der [[Zone 1 des Altstadtschutzgebietes]] liegend gezählt. |
| − | Dieser alte Siedlungsraum um [[Linzer Gasse]] und [[Steingasse]] ist heute auch als Wirtschaftsstandort wichtig:
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| − | Viele Geschäfte des Detailhandels haben vor allem in der Linzer Gasse ihre Niederlassung. | + | == Die rechte Altstadt== |
| | + | Die Steingasse war schon im [[Mittelalter]] die wichtigste Einfahrtsstraße für Salzburg vom Süden kommend. Dieser alte Siedlungsraum ist heute auch als Wirtschaftsstandort wichtig. Viele Geschäfte des Detailhandels haben vor allem in der Linzer Gasse ihre Niederlassung. |
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| − | In diesem Stadtteil befindet sich an der [[Schwarzstraße]] das alte, [[1914]] vom Münchner Architekten Richard Berndl geschaffene Gebäude des Alten [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]]s, in dem die Stiftung Mozarteum ihren Sitz hat. In diesem Gebäude befindet sich auch der [[Wiener Saal der Stiftung Mozarteum|Wiener Saal]], der als kleiner Konzertsaal dient. | + | In diesem Stadtteil befindet sich an der Schwarzstraße das [[1914]] vom Münchner Architekten Richard Berndl geschaffene Gebäude des alten [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]]s, in dem die [[Internationale Stiftung Mozarteum]] ihren Sitz hat. In diesem Gebäude befindet sich auch der [[Wiener Saal der Stiftung Mozarteum|Wiener Saal]], der als kleiner Konzertsaal dient. |
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| − | Gleich daneben liegt das vom gleichen Architekten geplante Gebäude für den [[Großer Saal der Stiftung Mozarteum|Großen Saal des Mozarteums]]. Diese Gebäude blicken mit ihrer Rückseite in den [[Mirabellgarten]]. An der gegenüber liegenden Seite dieses Gartens, liegt gegen die [[Rainerstraße]] zu das Gebäude der Universität für Musik und darstellenden Kunst "[[Mozarteum]]", welche seit kurzem an ihren früheren Ort zurückgekehrt ist. In sehr ansprechender Form wurde das Gebäude kürzlich unter Berücksichtigung des historischen Erbes völlig neu gestaltet. | + | Gleich daneben liegt das vom gleichen Architekten geplante Gebäude für den [[Großer Saal der Stiftung Mozarteum|Großen Saal des Mozarteums]]. Diese Gebäude grenzen mit ihrer Rückseite an den [[Mirabellgarten]]. An der gegenüber liegenden Seite dieses Gartens, gegen die [[Rainerstraße]], befand sich das [[Altes Borromäum|Alte Borromäum]], das nach Umbau heute die [[Universität Mozarteum]] für Musik und darstellenden Kunst beherbergt. |
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| − | == Die Kirchen der Rechten Altstadt == | + | == Die Kirchen der rechten Altstadt == |
| − | | + | === St.-Sebastian-Kirche === |
| − | === Die St.-Sebastian-Kirche === | |
| | : ''Hauptartikel: [[St.-Sebastian-Kirche]]'' | | : ''Hauptartikel: [[St.-Sebastian-Kirche]]'' |
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| | Das angeschlossene Priesterhaus ist um zwei symmetrische Höfe herum angeordnet. Im nördlichen Innenhof ist der von [[Josef Anton Pfaffinger]] geschaffene mittige Brunnen mit dem Heiligen Petrus ([[1741]]) erwähnenswert. Der mittige Brunnen im südlichen Kolleghof stammt von [[1857]]. | | Das angeschlossene Priesterhaus ist um zwei symmetrische Höfe herum angeordnet. Im nördlichen Innenhof ist der von [[Josef Anton Pfaffinger]] geschaffene mittige Brunnen mit dem Heiligen Petrus ([[1741]]) erwähnenswert. Der mittige Brunnen im südlichen Kolleghof stammt von [[1857]]. |
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| − | === Die Imbergkirche „der beiden heiligen Johannes auf dem Berge"=== | + | === Imbergkirche „der beiden heiligen Johannes auf dem Berge" === |
| | : ''Hauptartikel: [[St. Johannes am Imberg]]'' | | : ''Hauptartikel: [[St. Johannes am Imberg]]'' |
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| | Die in den letzten 15 Jahren (Stand 2007) vorgenommenen umfangreichen Restaurierungen der Kirche haben zu einer Wiederentdeckung der innen schmucken Kirche geführt. Diese Renovierungen sind vor allem dem [[Johannes Neuhardt|Prälaten Dr. Johannes Neuhardt]] zu verdanken. | | Die in den letzten 15 Jahren (Stand 2007) vorgenommenen umfangreichen Restaurierungen der Kirche haben zu einer Wiederentdeckung der innen schmucken Kirche geführt. Diese Renovierungen sind vor allem dem [[Johannes Neuhardt|Prälaten Dr. Johannes Neuhardt]] zu verdanken. |
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| − | === Die evangelische Christuskirche === | + | === Evangelische Christuskirche === |
| | : ''Hauptartikel: [[Evangelische Christuskirche]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Evangelische Christuskirche]]'' |
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| | Das monumentale Gebäude gegenüber dem Priesterhaus wurde [[1631]] als Palast der Lodronschen Primogenitur, also für die Familie des jeweils erstgeborenen Grafen von Lodron erbaut. [[1972]] wurde das Haus abgetragen, um der Hochschule Platz zu machen. Nur die Außenwände blieben dabei erhalten. Die zwei Portale tragen jeweils ein Wappen [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]]s. Im [[19. Jahrhundert]] war hier das Borromäum untergebracht, eine katholische Privatschule, die zuerst vor allem für Priesterkandidaten diente und später allgemeines Gymnasium wurde. Diese Bildungsanstalt hat heute im Raum [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] eine neue Heimat gefunden. Die dortige alte Borromäuskirche, um [[1830]] erbaut, ist heute wieder abgetragen. | | Das monumentale Gebäude gegenüber dem Priesterhaus wurde [[1631]] als Palast der Lodronschen Primogenitur, also für die Familie des jeweils erstgeborenen Grafen von Lodron erbaut. [[1972]] wurde das Haus abgetragen, um der Hochschule Platz zu machen. Nur die Außenwände blieben dabei erhalten. Die zwei Portale tragen jeweils ein Wappen [[Paris Graf von Lodron|Paris Lodron]]s. Im [[19. Jahrhundert]] war hier das Borromäum untergebracht, eine katholische Privatschule, die zuerst vor allem für Priesterkandidaten diente und später allgemeines Gymnasium wurde. Diese Bildungsanstalt hat heute im Raum [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] eine neue Heimat gefunden. Die dortige alte Borromäuskirche, um [[1830]] erbaut, ist heute wieder abgetragen. |
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| − | Im ''Mozartsaal'' der [[Universität]] befindet sich heute ein sehenswertes Fresko von [[Anton Faistauer]] mit der Darstellung der Heimkehr Dianas von der Jagd, ein Fresko, das aus dem abgetragenen Lederer-Schlössl in Wien stammt und hierher übertragen wurde. | + | Im ''Mozartsaal'' der [[Universität Mozarteum]] befindet sich heute ein sehenswertes Fresko von [[Anton Faistauer]] mit der Darstellung der Heimkehr Dianas von der Jagd, ein Fresko, das aus dem abgetragenen Lederer-Schlössl in Wien stammt und hierher übertragen wurde. |
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| − | === Das Schloss Mirabell === | + | === Schloss Mirabell === |
| − | : ''Hauptartikel: [[Schloss Mirabell]] | + | : ''Hauptartikel: [[Schloss Mirabell]]'' |
| | [[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]] | | [[Bild:Schloss mirabell.jpg|thumb|[[Schloss Mirabell]]]] |
| | Das Schloss Mirabell im Zentrum Salzburgs wurde [[1606]] von Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte oder heimliche Ehefrau des Erzbischofs, [[Salome Alt]] errichtet und als [[Schloss Mirabell|Schloss Altenau]] bezeichnet. [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] gab dem Schloss seinen heutigen Namen. [[1818]] durch ein Feuer stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form aufgebaut, sondern im nüchternen klassizistischen Stil, der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade wurde abgetragen. | | Das Schloss Mirabell im Zentrum Salzburgs wurde [[1606]] von Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als Landsitz für die Geliebte oder heimliche Ehefrau des Erzbischofs, [[Salome Alt]] errichtet und als [[Schloss Mirabell|Schloss Altenau]] bezeichnet. [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] gab dem Schloss seinen heutigen Namen. [[1818]] durch ein Feuer stark beschädigt, wurde das Schloss danach nicht in seiner alten feingliedrigen Form aufgebaut, sondern im nüchternen klassizistischen Stil, der mächtige Turm in der Mitte der Ostfassade wurde abgetragen. |
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| − | Seit [[1947]] sind hier die Amtssitze des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]] und seiner Stellvertreter und einige Magistratsabteilungen untergebracht. Sehenswert sind die [[Georg Raphael Donner]]-Stiege, der [[Marmorsaal]] (der bekannt in aller Welt als einer der schönsten Trauungssäle wurde), und die Schlosskapelle. | + | Seit [[1947]] sind hier die Amtssitze des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]], seiner Stellvertreter und einige Magistratsabteilungen untergebracht. Sehenswert sind die [[Georg Raphael Donner]]-Stiege, der [[Marmorsaal]] (der bekannt in aller Welt als einer der schönsten Trauungssäle wurde), und die [[Schlosskapelle Mirabell|Schlosskapelle]]. |
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| − | Zur historischen Gartenanlage des Schlosses gehören (neben Teilen, die heute verbaut sind - etwa durch die Universität [[Mozarteum]]) das große Gartenparterre, das Heckentheater, die Wasserbastei und der ursprüngliche [[Zwergelgarten]]. | + | Zur historischen Gartenanlage des Schlosses gehören (neben Teilen, die heute verbaut sind - etwa durch die Universität Mozarteum) das große Gartenparterre, das [[Heckentheater]], die [[Wasserbastei]] und der ursprüngliche [[Zwergelgarten]]. |
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| | == Bemerkenswerte historische Gassen und Plätze == | | == Bemerkenswerte historische Gassen und Plätze == |
| − | === Der Mirabellplatz === | + | === Mirabellplatz === |
| | : ''Hauptartikel: [[Mirabellplatz]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Mirabellplatz]]'' |
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| − | Das Areal um das [[Schloss Mirabell]] lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttore]]n und somit nicht verbaut. Im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude, die [[Rainerstraße]] wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt, blieb Platz vor dem Schloss Mirabell. | + | Das Areal um das Schloss Mirabell lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]] und somit nicht verbaut. Erst im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude, die [[Rainerstraße]] wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt, blieb Platz vor dem Schloss Mirabell. Gegenüber dem Schloss wurde dann [[1892]] bis [[1898]] die neue [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] erbaut (die alte befand sich am [[Platzl]]. Auf dem freien Platz stand bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] das [[1788]] erbaute Getreidemagazin, die [[Schrannenmarkt|Schranne]]. |
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| − | Gegenüber dem Schloss wurde dann [[1892]] bis [[1898]] die neue [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] erbaut (die alte befand sich am [[Platzl]]. | |
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| − | Auf dem freien Platz stand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs das [[1788]] erbaute Getreidemagazin, die [[Schrannenmarkt|Schranne]]. | |
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| | ==== Die Linzer Gasse ==== | | ==== Die Linzer Gasse ==== |
| | : ''Hauptartikel: [[Linzer Gasse]] | | : ''Hauptartikel: [[Linzer Gasse]] |
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| − | Die Linzer Gasse war in fürsterzbischöflicher Zeit die alte Hauptstraße der rechtsufrigen Stadt Salzburg und Ausfallstraße nach Osten gegen (Nieder-)[[Gnigl]], wo sich der historische Fahrweg gabelt und einerseits nach Graz (Grazer Reichsstraße, Teil der "Eisenstraße") und anderseits nach Linz bzw. Österreich (Linzer Reichsstraße) führte. Erste Funde in dieser Straße stammen bereits aus der Römerzeit. Sie besitzt heute einen geschlossenen Bestand mittelalterlicher Häuser und von Häusern des [[16. Jahrhundert]]s, die im Süden vielfach direkt an den Fels des [[Kapuzinerberg]]es anschließen. | + | Die Linzer Gasse war in fürsterzbischöflicher Zeit die alte Hauptstraße der rechtsufrigen Stadt Salzburg und Ausfallstraße nach Osten gegen (Nieder-)[[Gnigl]], wo sich der historische Fahrweg gabelt und einerseits nach Graz ([[Wolfgangsee Straße (Landesstraße)|Grazer Reichsstraße]], Teil der "Eisenstraße") und anderseits nach [[Linz]] (einst k.k. Österreich, [[Wiener Straße|Linzer Reichsstraße]]) führte. Erste Funde im Boden dieser Straße stammen bereits aus der [[Römer]]zeit. Sie besitzt heute einen geschlossenen Bestand mittelalterlicher Häuser und von Häusern des [[16. Jahrhundert]]s, die im Süden vielfach direkt an den Fels des [[Kapuzinerberg]]es anschließen. |
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| − | Das dortige Sebastians-[[Bruderhaus]] wurde [[1496]] gestiftet und vermutlich [[1532]] errichtet. Nach schweren Bombenschäden wurde es [[1951]] wiederaufgebaut. Der Bruderhof war neben dem [[Bürgerspital]] und später dem [[St. Johanns-Spital]] die wichtigste soziale Stiftung der Stadt, die der Armenfürsorge und der Krankenpflege diente. Ab dem späteren [[19. Jahrhundert]] diente sie als Sitz der [[Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof |Freiwilligen Feuerwehr]] und deren Rettungsabteilung ab [[1945]] waren dort die Freiwillige Feuerwehr Bruderhof und die Berufsfeuerwehr bis [[1999]] untergebracht. | + | Das [[Bruderhaus|Sebastians-Bruderhaus]] wurde [[1496]] gestiftet und vermutlich [[1532]] errichtet. Nach schweren [[Bomben auf Salzburg|Bombenschäden]] wurde es [[1951]] wiederaufgebaut. Der Bruderhof war neben dem [[Bürgerspital]] und später dem [[St. Johanns-Spital]] die wichtigste soziale Stiftung der Stadt, die der Armenfürsorge und der Krankenpflege diente. Ab dem späteren [[19. Jahrhundert]] diente sie als Sitz der [[Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg - Löschzug Bruderhof |Freiwilligen Feuerwehr]] und deren Rettungsabteilung. Ab [[1945]] waren dort die Freiwillige Feuerwehr Bruderhof und die [[Berufsfeuerwehr Salzburg|Berufsfeuerwehr]] bis [[1999]] untergebracht. |
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| − | Daneben stand einst das [[Salzburger Badehäuser|Baderhaus]], das im Kern aus dem [[16. Jahrhundert]] stammt. In dem Haus wirkte auch [[Paracelsus]]. Auf der anderen Seite des Bruderhauses arbeitete im [[19. Jahrhundert]] bis [[1919]] die [[Glockengießerei Oberascher|Glockengießerei Oberascher]], die zuvor seit [[1724]] nächstgelegen in der [[Glockengasse]] ihre Betriebsstätte besaß.
| + | Nordöstlich des Sebastians-Bruderhaus schließen sich die [[St.-Sebastian-Kirche]] mit [[Sebastiansfriedhof]] an und noch weiter stadtauswärts befand sich einst eines der [[Salzburger Badehäuser]], das im Kern aus dem [[16. Jahrhundert]] stammt. In diesem Haus wirkte auch der Arzt [[Paracelsus]]. In einem anderen Gebäude an der Linzer Gasse arbeitete vom [[19. Jahrhundert]] bis [[1919]] die [[Glockengießerei Oberascher]], die zuvor seit [[1724]] in der [[Glockengasse]] ihre Betriebsstätte besaß. |
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| − | Vor dem [[Inneres Ostertor|inneren Linzertor]] (früher auch ''inneres Ostertor'' oder Sebastianstor), dem inneren Stadttor am östlichen Ende der Linzer Gasse stand bis [[1599]] der Galgen, weshalb das Stadttor auch ''Galgentor'' hieß. | + | Vor dem [[Inneres Ostertor|inneren Linzertor]] (früher auch ''inneres Ostertor'' oder Sebastianstor), dem inneren Stadttor am östlichen Ende der Linzer Gasse, stand bis [[1599]] der [[Richtstätten in der Stadt Salzburg|Galgen]], weshalb das Stadttor auch ''Galgentor'' hieß. |
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| | ==== Das Platzl ==== | | ==== Das Platzl ==== |
| | : ''Hauptartikel: [[Platzl]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Platzl]]'' |
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| − | Seit [[1598]] bildet das Platzl rechtsufrig den Brückenkopf über die [[Salzach]]. Dabei ließ [[Wolf Dietrich von Raitenau]] einige Häuser abreißen, um dem neuen Platz an der Brücke ein repräsentatives Aussehen zu geben. Aber schon vorher befand sich hier der "''Markt jenseits der Brücke''" für die Bewohner der Rechtsstadt. Noch bis [[1862]] war hier der kleine Grünmarkt. Im Jahr [[1908]] wurde das alte "[[Zellereck am Platzl|Zellereck]]" am Platzl abgerissen um den Verkehrsfluss (!) von der Dreifaltigkeitsgasse bzw. der [[Linzer Gasse]] zum Platzl zu verbessern. | + | Seit [[1598]] bildet das Platzl rechtsufrig den Brückenkopf an der [[Salzach]]. Dazu ließ [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] einige Häuser abreißen, um dem neuen Platz an der Brücke ein repräsentatives Aussehen zu geben. Aber schon vorher befand sich hier der "''Markt jenseits der Brücke''" für die Bewohner der rechten Altstadt. Noch bis [[1862]] war hier der kleine Grünmarkt. Im Jahr [[1908]] wurde das alte [[Zellereck am Platzl|Zellereck]] am Platzl abgerissen um den Verkehrsfluss (!) von der [[Dreifaltigkeitsgasse]] und der Linzer Gasse zum Platzl zu verbessern. |
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| − | Im Haus Platzl Nr. 3 hat [[Paracelsus]] sein letztes Lebensjahr verbracht ([[1540]]/[[1541|1541]]). | + | Im Haus Platzl Nr. 3 hatte [[Paracelsus]] sein letztes Lebensjahr verbracht ([[1540]]/[[1541|1541]]). |
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| | ==== Die Steingasse ==== | | ==== Die Steingasse ==== |
| | : ''Hauptartikel: [[Steingasse]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Steingasse]]'' |
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| − | Die Steingasse ist ein sehr alter Fahrweg und war schon Teil der alten Römerstraße. Bis ins [[19. Jahrhundert]] war diese Steingasse eine schlecht gewartete Vorstadt-Fahrstraße. Es wohnten vor allem ärmere Leute in dieser Gasse. Vor allem arbeiteten hier salzachseitig bis Mitte des [[18. Jahrhundert]] die Weißgerber. Außerhalb des Steintores in der Frischluftschneise der Salzach durften sie ihr geruchsintensives Handwerk betreiben. | + | Die Steingasse ist ein sehr alter Fahrweg und war schon Teil einer [[Römerstraße]]. Bis ins [[19. Jahrhundert]] war die Steingasse eine schlecht gewartete Vorstadt-Fahrstraße. Es wohnten vor allem ärmere Leute in dieser Gasse und bis Mitte des [[18. Jahrhundert]] fanden sich die Weißgerber in den salzachseitig gelegenen Häusern. Außerhalb des [[Inneres Steintor|Inneren Steintores]], wo eben nur arme Leute wohnten und es mehr Frischluft gab als in den engen Altstadtgassen, durften sie ihr geruchsintensives Handwerk betreiben. |
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| − | Die Steingasse gliedert sich in zwei Teile: Der ''Innere Stein'' war der Straßenabschnitt samt dem dortigen Siedlungsraum zwischen den beiden Steintoren. Außerhalb des ''Äußeren Steintores'' schloss entlang der Hangkante des Kapuzinerberges der Äußere Stein an. | + | Die Steingasse gliedert sich in zwei Teile: Der [[Innere Stein]] war der Straßenabschnitt samt dem dortigen Siedlungsraum zwischen den beiden Steintoren. Außerhalb des [[Äußeres Steintor|Äußeren Steintores]] schloss entlang der Hangkante des Kapuzinerberges der [[Äußerer Stein|Äußere Stein]] an. |
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| − | Bekannt ist hier auch das alte Engelwirtshaus, das "enthalb der Bruggen" gelegen ist und heute "[[Das Kino]]" beherbergt. Seit zumindest dem frühen [[14. Jahrhundert]] befand sich die Stadtbrücke an dieser Stelle, bis Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] die [[Staatsbrücke|Stadtbücke]] [[1598]] an den heutigen Standort verlegte. | + | Bekannt war an der Steingasse das alte [[Engelwirt]]shaus, das "''enthalb der Bruggen''" war und heute "[[Das Kino]]" beherbergt. Seit zumindest dem frühen [[14. Jahrhundert]] befand sich auch die [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] an dieser Stelle, bis Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadtbrücke [[1598]] an den heutigen Standort verlegte. |
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| | ===Weitere Plätze und Gassen=== | | ===Weitere Plätze und Gassen=== |
| | ====Makartplatz==== | | ====Makartplatz==== |
| | : ''Hauptartikel: [[Makartplatz]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Makartplatz]]'' |
| − | ''Hannibalplatz'', ''Dr.-Dollfuß-Platz'', ''[[Adolf Hitler|Adolf-Hitler]]-Platz'', das waren die früheren Namen des Makartplatzes. | + | ''Hannibalplatz'', ''Dr.-Dollfuß-Platz'', ''[[Adolf Hitler|Adolf-Hitler]]-Platz'', das waren die früheren Namen des Makartplatzes. |
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| − | == Historische Friedhöfe und Gärten == | + | == Historische Gärten und Friedhöfe== |
| | === Der Mirabellgarten === | | === Der Mirabellgarten === |
| | : ''Hauptartikel: [[Mirabellgarten]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Mirabellgarten]]'' |
| | [[Datei:Neustadt-Mirabellgarten-Pegasus.jpg|thumb|Pegasus im Mirabellgarten]] | | [[Datei:Neustadt-Mirabellgarten-Pegasus.jpg|thumb|Pegasus im Mirabellgarten]] |
| − | Der Mirabellgarten umgibt das [[Schloss Mirabell]]. Die barocke Gartenanlage wurde von Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] angelegt und um [[1730]] von [[Anton Danreiter]] verändert. Auch die Marmorballustrade mit ihren Vasen wurde von Fischer von Erlach entworfen. Die auf den Ballustraden stehenden antiken Statuen sind [[1689]] geschaffen worden. Um das zentrale Springbrunnenbecken gruppieren sich vier Figurengruppen, "Raub der Proserpina", "Raub der Helena", "Aeneas und Anchises" sowie "Anthaeus". Die beiden borghesischen Fechterpaare am stadtseitigen Eingang sind historische Kopien. | + | Der Mirabellgarten umgibt das [[Schloss Mirabell]]. Die [[barock]]e Gartenanlage wurde von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt und um [[1730]] von [[Anton Danreiter]] verändert. Die [[Orangerie Schloss Mirabell|Orangerie]] mit dem angrenzenden Palmenhaus entstand um [[1725]]. Das kleine lang gestreckte [[Heckentheater]] mit seinen von geschnittenen Gehölz eingefassten symmetrischen Wegen und seinen zentralen Freiflächen wurde zwischen [[1704]] und [[1718]] auf der Lodronsche Wehrmauer errichtet wird auch heute noch gelegentlich für kleine Theateraufführungen oder für Konzerte verwendet. Die [[Wasserbastei]] ist eine kleine Vorbastei und der letzte Rest des einst mächtigen Lodronschen Basteigürtels. Der historische [[Zwergelgarten]] vor der Wasserbastei wurde im frühen [[19. Jahrhundert]] zerstört. |
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| − | Der geflügelte Pferd Pegasus im gleichnamigen Brunnen war ursprünglich Teil der [[Kapitelschwemme]], übersiedelte dann auf den Mirabellplatz zur Mirabellschwemme und kam [[1913]] an den heutigen Standort. Die paarweisen Löwen und die Einhörner stammen wohl aus dem [[Schloss Kleßheim|Schlossgarten Kleßheim]].
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| − | Die [[Orangerie Schloss Mirabell|Orangerie]] mit dem angrenzenden Palmenhaus entstand um [[1725]]. Das kleine lang gestreckte [[Heckentheater]] mit seinen von geschnittenen Gehölz eingefassten symmetrischen Wegen und seinen zentralen Freiflächen wurde zwischen [[1704]] und [[1718]] auf der Lodronsche Wehrmauer errichtet wird auch heute noch gelegentlich für kleine Theateraufführungen oder für Konzerte verwendet. | |
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| − | Die [[Wasserbastei]] ist eine kleine Vorbastei und der letzte Rest des einst mächtigen Lodronschen Basteigürtels. Die Basis dieser erhaltenen Wehranlage ist nach [[1860]] stark eingeschüttet worden. Hier sind derzeit provisorisch die bekannten Marmorzwerge aufgestellt. Der historische [[Zwergelgarten]] vor der Wasserbastei wurde im frühen [[19. Jahrhundert]] zerstört. Anand alter Pläne sollte rasch der alte Zwergelgarten in seiner barocken Ursprünglichkeit wiederhergestellt werden. Hier sollten dann auch wieder der Großteil der ursprünglich 28 bekannten grotesken Marmorzwerge aufgestellt werden können, die [1690]]/[[1691|91]] entstanden sind, aber in der Zeit der [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|bayrischen Herrschaft]] verkauft worden waren. | |
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| | === Der Sebastiansfriedhof === | | === Der Sebastiansfriedhof === |
| | : ''Hauptartikel: [[Sebastiansfriedhof]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Sebastiansfriedhof]]'' |
| − | Der Sebastianfriedhof ist nach dem Vorbild italienischer "Campo Santi" nächst der [[St.-Sebastian-Kirche|Kirche St. Sebastian]] errichtet. Er wurde von [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] bei dem italienischen Baumeister [[Andrea Bertoleto]] in Auftrag gegeben und von [[1600]] bis [[1605]] erbaut. Zuvor stand hier der kleine Friedhof neben dem [[Bruderhof]] und der gotischen Sebastianskirche und noch früher wohl ein [[Pest]]<nowiki>friedhof</nowiki>. | + | Der Sebastianfriedhof wurde nach dem Vorbild italienischer "Campo Santi" nächst der [[St.-Sebastian-Kirche]] errichtet. Im Auftrag von [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] führte der italienische Baumeister [[Andrea Bertoleto]] von [[1600]] bis [[1605]] den Bau aus. Schon vorher befand sich hier ein kleiner Friedhof neben dem [[Bruderhof]] und der gotischen Sebastianskirche, noch früher wohl ein [[Pest]]<nowiki>friedhof</nowiki>. |
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| − | Das schon zu Lebzeiten des Fürsterzbischofs für ihn bestimmte Wolf-Dietrich-Mausoleum wurde von [[1597]] bis [[1603]] mittig im Friedhof erbaut und ist dem hl. Gabriel ([[Gabrielskapelle]]) geweiht. Hier wurde der 1617 nach langer [[Festung Hohensalzburg|Festungshaft]] verstorbene Fürsterzbischof in einem Sarkophag beigesetzt. | + | Das schon zu Lebzeiten des Fürsterzbischofs für ihn bestimmte Wolf-Dietrich-Mausoleum wurde von [[1597]] bis [[1603]] mittig im Friedhof erbaut und ist dem hl. Gabriel ([[Gabrielskapelle]]) geweiht. Hier wurde der 1617 nach langer [[Festung Hohensalzburg|Festungshaft]] verstorbene Fürsterzbischof in einem Sarkophag beigesetzt. |
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| − | In diesem Friedhof liegen auch der Vater und die Ehefrau von [[Wolfgang Amadeus Mozart]], Genoveva Weber (Mutter Carl Maria von Webers), sowie Theophrast von Hohenheim, besser bekannt als [[Paracelsus]] begraben. | + | In diesem Friedhof liegen auch der Vater und die Ehefrau von [[Wolfgang Amadeus Mozart]], Genoveva Weber (Mutter Carl Maria von Webers), sowie Theophrast von Hohenheim, besser bekannt als [[Paracelsus]], begraben. |
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| − | == Alte Klöster == | + | == Klöster == |
| − | === Das Loretokloster der Kapuzinerinnen === | + | === Loretokloster der Kapuzinerinnen === |
| | : ''Hauptartikel: [[Loretokloster]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Loretokloster]]'' |
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| − | Ein im Ausland vielfach sehr bekanntes Wallfahrtskloster ist das Loretokloster an der [[Paris-Lodron-Straße]]. | + | Ein im Ausland vielfach sehr bekanntes Wallfahrtskloster ist das Loretokloster an der [[Paris-Lodron-Straße]]. Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in Bayern einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters in Landshut, die dem dritten Orden des heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. |
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| − | Als der Schwedenkönig im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] [[1632]] in Bayern einfiel und München besetzte, flohen die Nonnen des Frauenklosters zu Landshut, die dem dritten Orden des Heiligen Franziskus angehören, nach [[Altstadt|Salzburg]] und baten hier um Schutz und Hilfe. [[1637]] konnte mit maßgeblicher Unterstützung des Erzbischofs das neue Kloster eingeweiht werden. [[1800]] war das Kloster in der Zeit der Franzosenbesatzung demonstrativ Soldatenunterkunft und Magazin. Mehrfach in der Geschichte war das Kloster von der Schließung bedroht. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg ]] durch Bomben schwer beschädigt wurde das Kloster schon [[1946]] wieder aufgebaut. | |
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| − | Eine besondere Anziehung übt hier das um [[1620]] geschaffene "Loretokindl", eine kleine geschnitzte Elfenbeinfigur in kostbarem Edelstein besetztem Gewand aus, die um [[1650]] ins Kloster kam. Krone, Szepter und Kreuz wurden aus dem Schmuck adeliger Spender gefertigt. Seit [[1731]] besitzt das Kloster einen eigenen Altar für das Gnadenbild, wo es zu bestimmten Festzeiten ausgesetzt wird. Dieses Gotteshaus ist vielen Frommen eine besondere Stätte der Andacht und Zuflucht. So wird verständlich, dass gerade diese Kirche zu allen Tageszeiten häufig besucht wird. | |
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| | === Das Kapuzinerkloster === | | === Das Kapuzinerkloster === |
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| − | Erzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanerorden|Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach [[Altstadt|Salzburg]] und ließ das [[Kapuzinerkloster]] am [[Kapuzinerberg]] errichten.
| + | Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] holte als Antwort auf die Reformation Luthers als zweiten Bettelorden nach den [[Franziskanerorden|Franziskanern]] [[1596]] die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach [[Altstadt|Salzburg]] und ließ das [[Kapuzinerkloster]] am [[Kapuzinerberg]] errichten. [[1813]] hielten die [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|Bayern]] das Kloster besetzt. [[1939]] wurde in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] das Kloster samt Kirche enteignet. Es sollte abgerissen werden, um Platz für das geplante gigantische Gauforum zu schaffen. Nach der Rückkehr der Ordensbrüder im Jahr [[1945]] war die Kirche lange von Flüchtlingen mit bewohnt. Die letzte umfangreiche Renovierung des Klosters erfolgte [[1980]] bis [[1983]]. |
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| − | Die Klosterkirche am [[Kapuzinerberg]] wurde [[1602]] zu Ehren der Heiligen Franziskus von Assisi und Johannes Bonaventura geweiht. [[1620]] erfolgte eine erste Vergrößerung des Klosters, [[1690]] musste es nochmals erweitert werden. Die Ordensleute blieben im Lauf der Jahrhunderte gegenüber dem Landesherren und Bischof stets unabhängig, sie waren einzig dem Papst untergeben. Neben der Bereitstellung der Kost sorgte trotzdem der Erzbischof für das Wohl der Klosterbrüder.
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| − | Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] war kein Freund der Bettelorden. Er teilte die Kapuzinerordenprovinz Tirol - Salzburg und verwies die Tiroler Ordensbrüder. [[1810]]/[[1811|1811]] wurde das Kloster von den Franzosen beschlagnahmt, der Klostergarten wurde demonstrativ als Pferdeweide verwendet.
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| − | [[1813]] mussten hielten die Bayern das Kloster besetzt. [[1939]] wurde in der Zeit des Nationalsozialismus das Kloster samt Kirche enteignet. Es sollte abgerissen werden, um Platz für das geplante gigantische Gauforum zu schaffen. Nach der Rückkehr der Ordensbrüder im Jahr [[1945]] war die Kirche lange von Flüchtlingen mit bewohnt. Die letzte umfangreiche Renovierung des Klosters erfolgte [[1980]] bis [[1983]]. Damals wurden auch die alte Engelsbrunnen-Zisterne und alte Rundbogenportale entdeckt und als Schmuckstücke des Klosters restauriert. Heute ist das Kloster als Noviziat eine wichtige Ausbildungsstätte der Kapuziner für den gesamten deutschsprachigen Raum.
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