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'''Franz Anton Spangler''' (* [[1705]] in Dietenheim bei Bruneck, Erzbistum Brixen, heute [[Südtirol]] in Italien; † [[1784]] in [[Salzburg]]) war der Anherr der bekannten [[Familie Spängler|Kaufmanns- und Bankiersfamilie Spängler]] in Salzburg.
==Abstammung ==
Franz Anton Spangler war der Sohn des Wirtshausbesitzers und Weinhändlers Georg Spangler aus Taufers im Ahrntal. Seine Großeltern väterlicherseits, Kaspar Spangler und Christine Hörtmayer aus Taufers im Ahrntal waren die Begründer sowohl der Salzburger als auch der venezianischen Linie der Spangler.<sup>([[#1|1]])</sup>
Sein Vater und sein Onkel Johann (Wirt in Sterzing) waren aller Wahrscheinlichkeit nach führend an der Organisation des Weinhandels zwischen Salzburg und Südtirol beteiligt und erhielten im Jahr [[1677]] von Pfalzgraf Johann Georg von Wernde im Namen seiner Majestät Kaiser Leopold I. den Wappenbrief ausgestellt. Das Wappen zeigt zwei aufrecht stehende Löwen, die gemeinsam in ihren Pranken eine große Weintraube halten. Es wurde (und wird) seither von nahezu allen männlichen Nachkommen sowohl der Tiroler, der Salzburger als auch der Venediger Linie geführt und ziert auch noch heute das [[Bankhaus Spängler & Co.]] in der [[Schwarzstraße]] ([[Bazargebäude]]).
Von Kaspar und Christine Spanger sind insgesamt acht Kinder bekannt, von denen neben Georg und Johann noch Mat(t)hias Spanger für die Familiengeschichte wichtig scheint. Er ging nach Venedig und begründete den dortigen Zweig der Familie sowie die bis [[1797]] existierende ''Handelsfirma Mattio Spangler''.
==Biographie==
Franz Anton Spangler wanderte [[1729]] nach [[Salzburg]] aus und wurde [[1731]] als „Handelsfaktor – Direktor bei den Laimprucher´schen Erben“ <sup>([[#2|2]])</sup> im Bürgerbuch genannt. Am [[16. Juli]] [[1731]] erhielt er das [[Bürgerrecht]] der Stadt zuerkannt.
In Salzburg heiratete er seine erste Frau Katharina, geb. Ingerl, verwitwete Prötz, die ihm fünf Kinder schenkte. Nach ihrem Ableben im Jahr [[1743]] erbte er das Haus Nr. 2 am [[Alter Markt|Alten Markt]], an dem noch heute die Löwen als Teil des dort angebrachten Familienwappens zu sehen sind. Nach einer Bezahlung von 11.000 fl kam er dazu noch in den Besitz der darin untergebrachten "Prötz´schen Seiden-, Tuch- und Wollhandlung", die er nach seiner Übernahme in „Franz Spängler´sche Tuch- und Seidenhandlung“ umbenannte. Bereits zu dieser Zeit dürfte er – wenigen erhalten gebliebenen Dokumenten nach - Geschäfte mit seinem Onkel Matthias Spangler in Venedig getätigt haben, von wo er vermutlich kostbare Seidenstoffe und qualitative Tuchwaren erwarb.
[[1744]] heiratete er Anna Elisabeth Lang, geborene Egger. Nach ihrem Tod und der Auslage von 500 fl gelangte er in den Besitz der „Lang´schen Bettenhandlung“ und brachte es als wohlhabender Kaufmann endgültig zu großem Ansehen in der Stadt.
Seine dritte Frau ehelichte er am [[5. Jänner]] [[1754]] mit Maria Theresia Trambauer, einer Kaufmannstochter aus Wien. Zur Hochzeit der beiden komponierte [[Leopold Mozart]] die „[[12 menuetti fatti per le nozze del Signore Francesco Antonio Spangler“]]. Nachdem seine zweite Ehe kinderlos geblieben war, entsprangen seiner dritten Verbindung acht Nachkommen.
Franz Anton Spangler starb [[1784]] im Alter von 79 Jahren, ohne ein Testament hinterlassen zu haben. In der Folge kam es zu einem Erbstreit zwischen seinen Kindern und den Tiroler Verwandten. Sein Sohn [[Franz Josef Christian Spängler]] erhielt, nachdem er schon zu Lebzeiten seines Vaters im Unternehmen mitgearbeitet hatte, [[1823]] nach gerichtlicher Schätzung sowohl das Haus am Marktplatz (für 8750 fl) wie auch die „Tuch- und Seidengerechtsame“ (für 600 fl) als Eigentum zugewiesen.
==Siehe auch==
Bekannte Nachkommen des Ahnherrn Franz Anton Spangler sind u. a.:
* [[Alois Spängler]] (Salzburger Bürgermeister)
* [[Carl Spängler]] (1825-1902), Gründer des Bankhauses Carl Spängler & Co
* [[Rudolf Spängler]] (1830-1895), Vize-Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Salzburg
* [[Otto Spängler]] (1841-1919), Direktor der Salzburger Sparkasse und Ehrenbürger der Stadt Salzburg
==Quellen==
* Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005.
* Homepage Bankhaus Spängler
==Literatur==
* Gertrude Mayr: Geschichte des Bankhauses Carl Spängler & Co. Phil. Diss. Univ. Wien 1973.
* Brigitte Heuberger: Handelsbeziehungen zwischen Venedig und Salzburg am Beispiel der Familien Spängler. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 125. Im Selbstverlag der Gesellschaft. Salzburg 2005.
==Fußnoten==
<div id="1"><sup>1</sup>Die heutige Schreibweise des Namens (Spängler) dürfte bereits in der zweiten Generation der in Salzburg lebenden Familienangehörigen entstanden sein. In (Süd)Tirol wurde der Familienname ohne Umlaut weitergetragen, in Italien änderte sich der Name über mehrere Generationen hinweg allmählich zu „Spangher“.
<div id="2"><sup>2</sup>Aus dieser Handelsfaktorei ging die Sigmund Haffnerische und später die Triendl´sche Faktoreihandlung hervor.
==Weblinks==
* [http://www.spaengler.co.at/011/cmsnew2.nsf/startpage.html Bankhaus Carl Spängler & Co AG]
[[Kategorie:Person (Geschichte)|Spangler, Franz Anton]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Spangler, Franz Anton]]
[[Kategorie:Person|Spangler, Franz Anton]]