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Textersetzung - „Bayernherzog“ durch „Baiernherzog“
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Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: Fanning lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der Radstädter Tauern!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
 
Dann versiegen schriftliche Quellen über die weitere Entwicklung des Lungaus. Erst mit dem Eindringen slawischer Stämme Ende des [[6. Jahrhundert]]s finden sich wieder Aufzeichnungen. Zahlreiche Ortsnamen gehen auf slawische Wortwurzeln zurück: Fanning lässt sich aus dem slawischen Wort ''Ban'' (auch ''Baian'') ableiten, das eine slawische Würdebezeichnung darstellt. Da man ''Fanning'' sowohl bei [[Mariapfarr]] als auch in der Nähe von Klagenfurt ([[Kärnten]]) fand, ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Fanning ein slawischer Würdenträger lebte. Diese Theorie wird auch dadurch unterstützt, als das [[Weißpriachtal]], an dessen südlichem Ende Fanning liegt, zu jener Zeit als Passübergang in die [[Forstau]] über den [[Oberhüttensattel]] benutzt wurde (und nicht der Radstädter Tauern!). Somit war Fanning an einem wichtigen Ort gelegen.
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Unter den [[Slawen]] war der Lungau Teil des slawischen Reiches ''Karantanien'' (woher auch das Wort ''Kärnten'' stammt). Unter Bischof [[Virgil]] begann die Christianisierung des Lungaus. Erste Missionsstationen errichtete der Chorbischof (Landbischof) [[Modestus]] in Kärnten und der Obersteiermark. Nach seinem Tod kam es zu Aufständen der heidnisch gebliebenen Bevölkerungsteile, die von Bayernherzog [[Tassilo III.]] niedergeschlagen wurden ([[772]]). Dies war der Beginn der bayerischen Herrschaft über Gebiete südlich des [[Alpenhauptkamm]]es. Die slawischen Fürsten wurden schließlich [[828]] durch bayerische Grenzgrafen abgelöst.
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Unter den [[Slawen]] war der Lungau Teil des slawischen Reiches ''Karantanien'' (woher auch das Wort ''Kärnten'' stammt). Unter Bischof [[Virgil]] begann die Christianisierung des Lungaus. Erste Missionsstationen errichtete der Chorbischof (Landbischof) [[Modestus]] in Kärnten und der Obersteiermark. Nach seinem Tod kam es zu Aufständen der heidnisch gebliebenen Bevölkerungsteile, die von Baiernherzog [[Tassilo III.]] niedergeschlagen wurden ([[772]]). Dies war der Beginn der bayerischen Herrschaft über Gebiete südlich des [[Alpenhauptkamm]]es. Die slawischen Fürsten wurden schließlich [[828]] durch bayerische Grenzgrafen abgelöst.
    
==Die Christianisierung beginnt==
 
==Die Christianisierung beginnt==

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