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Textersetzung - „Bayernherzog“ durch „Baiernherzog“
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Als früheste Burganlage im Reichenhaller Tal kann jene von Kirchberg angesehen werden, die der Salzburger Erzbischof [[Konrad I. von Abenberg]] um [[1130]] erbauen ließ. Ihre Errichtung folgte vielleicht sogar einer prähistorischen Ansiedlung und Befestigung (Akropolis). Eine Burg des Hallgrafen auf dem Gruttenstein wird wohl seit [[1144]] bestanden haben. Sie lag hoch über der Stadt und war in die Stadtmauer mit einbezogen. Die Macht der Hallgrafen (die Grafen von Wasserburg) sank aber im Laufe des [[12. Jahrhundert]]s zusehends. Den hochadeligen Grafen von Peilstein gelang es mit Hilfe des Salzburger Erzbischofs, sich mit der Errichtung der Burg Karlstein vor [[1150]] in der Nähe der Salinenstadt festzusetzen. An der nach Tirol führenden Straße besaßen sie zudem eine Mautstelle.
 
Als früheste Burganlage im Reichenhaller Tal kann jene von Kirchberg angesehen werden, die der Salzburger Erzbischof [[Konrad I. von Abenberg]] um [[1130]] erbauen ließ. Ihre Errichtung folgte vielleicht sogar einer prähistorischen Ansiedlung und Befestigung (Akropolis). Eine Burg des Hallgrafen auf dem Gruttenstein wird wohl seit [[1144]] bestanden haben. Sie lag hoch über der Stadt und war in die Stadtmauer mit einbezogen. Die Macht der Hallgrafen (die Grafen von Wasserburg) sank aber im Laufe des [[12. Jahrhundert]]s zusehends. Den hochadeligen Grafen von Peilstein gelang es mit Hilfe des Salzburger Erzbischofs, sich mit der Errichtung der Burg Karlstein vor [[1150]] in der Nähe der Salinenstadt festzusetzen. An der nach Tirol führenden Straße besaßen sie zudem eine Mautstelle.
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Seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert kam es zu einem immer heftiger werdenden Konflikt zwischen dem Bayernherzog und dem Salzburger Erzbischof um die Vorherrschaft in der Salinenstadt. Mit der Errichtung der Burgen Vager (bis 1177) und Amerang (vor 1180) und deren Besetzung mit loyalen ritterlichen Gefolgsleuten konnte Erzbischof [[Adalbert II.]] seine starke Stellung in Reichenhall ausbauen.  
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Seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert kam es zu einem immer heftiger werdenden Konflikt zwischen dem Baiernherzog und dem Salzburger Erzbischof um die Vorherrschaft in der Salinenstadt. Mit der Errichtung der Burgen Vager (bis 1177) und Amerang (vor 1180) und deren Besetzung mit loyalen ritterlichen Gefolgsleuten konnte Erzbischof [[Adalbert II.]] seine starke Stellung in Reichenhall ausbauen.  
    
Gefährlich für die Monopolstellung des Reichenhaller Salzes wurde der um [[1190]] begonnene Salzabbau der Augustiner-Chorherren in [[Berchtesgaden]]. Die Bürger Reichenhalls zerstörten daher in einer Art Selbstjustiz die Berchtesgadener Produktionsanlagen. Die Berchtesgadener Augustiner-Chorherren schützten sich daraufhin seit [[1194]] mit der Wehranlage [[Hallthurm]] gegen mögliche weitere Übergriffe. Die solchermaßen zugespitzte Situation trieb einer ersten Katastrophe entgegen:  
 
Gefährlich für die Monopolstellung des Reichenhaller Salzes wurde der um [[1190]] begonnene Salzabbau der Augustiner-Chorherren in [[Berchtesgaden]]. Die Bürger Reichenhalls zerstörten daher in einer Art Selbstjustiz die Berchtesgadener Produktionsanlagen. Die Berchtesgadener Augustiner-Chorherren schützten sich daraufhin seit [[1194]] mit der Wehranlage [[Hallthurm]] gegen mögliche weitere Übergriffe. Die solchermaßen zugespitzte Situation trieb einer ersten Katastrophe entgegen: