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| | == Die Hussitenkriege und Johann II. == | | == Die Hussitenkriege und Johann II. == |
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| − | Die Hinrichtung des böhmischen Reformators Johannes Hus 1405 hatte dessen Lehre nicht zum Erlöschen gebracht, sondern in Böhmen zu einem neuen Selbstverständnis und nationalem Selbstbewusstsein geführt. Nach schweren Niederlagen der katholischen Seite erließ der Papst eine Kreuzzugsbulle, die auch in Salzburg verkündet wurde. Erzbischof Johann nahm für den Kampf gegen die [[Hussiten]] eine eigene Söldnertruppe auf, der ''Wiguleius von Volkersdorf'' und ''Jörg von Nussdorf'' vorstanden. Nach vielen Erfolgen wurden die Hussiten schließlich 1436 bei Lipan östlich von Prag vernichtend geschlagen. Im Streit um weitere Geldmittel für den Hussitenfeldzug zwischen Albrecht I. von Österreich musste Johann II. sich 1437 verpflichten, weitere 7000 Gulden an Albrecht zu bezahlen. | + | Die Hinrichtung des böhmischen Reformators Johannes Hus 1405 hatte dessen Lehre nicht zum Erlöschen gebracht, sondern in Böhmen zu einem neuen Selbstverständnis und nationalem Selbstbewusstsein geführt. Nach schweren Niederlagen der katholischen Seite erließ der Papst eine Kreuzzugsbulle, die auch in Salzburg verkündet wurde. Erzbischof Johann nahm für den Kampf gegen die Hussiten eine eigene Söldnertruppe auf, der ''Wiguleius von Volkersdorf'' und ''Jörg von Nussdorf'' vorstanden. Nach vielen Erfolgen wurden die Hussiten schließlich 1436 bei Lipan östlich von Prag vernichtend geschlagen. Im Streit um weitere Geldmittel für den Hussitenfeldzug zwischen Albrecht I. von Österreich musste Johann II. sich 1437 verpflichten, weitere 7000 Gulden an Albrecht zu bezahlen. |
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| | == Das Basler Konzil und Johann II. == | | == Das Basler Konzil und Johann II. == |
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| | == Das letzte Schisma und Johann II. == | | == Das letzte Schisma und Johann II. == |
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| − | Im Streit zwischen den Päpsten Eugen IV. und Gegenpapst [[Felix V. (Gegenpapst)|Amadeus von Savoyen]] ("Felix V.") stellte sich der Erzbischof vorsichtig auf die Seite von Felix V. und die Seite des Konzils. Zwei weitere Salzburger Provinzialsynoden 1439 und 1440 befassten sich ebenfalls mit der Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien. Das Ende des Schismas hat Johann II. nicht erlebt. | + | Im Streit zwischen den Päpsten Eugen IV. und Gegenpapst Amadeus von Savoyen ("Felix V.") stellte sich der Erzbischof vorsichtig auf die Seite von Felix V. und die Seite des Konzils. Zwei weitere Salzburger Provinzialsynoden 1439 und 1440 befassten sich ebenfalls mit der Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien. Das Ende des Schismas hat Johann II. nicht erlebt. |
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| | == Das geheime westfälische Femegericht und Johann II. == | | == Das geheime westfälische Femegericht und Johann II. == |
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| − | Kaiser Sigismund versuchte durch den Erlass von Landfriedensgesetzen vergeblich dem zunehmenden Fehdeunwesen entgegenzutreten. Auch Johann II. selbst war von den Femegerichten betroffen und musste Vertreter nach Westfalen entsenden und seine Position darlegen. Der gehässige Streit dauerte mit Unterbrechungen sehr lange. Erst Kaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] verbot 1481 den Salzburger Erzbischof vor den westfälischen Geheimgerichten zu klagen und erweiterte dieses Verbot zwei Jahre später auf alle Untertanen des Fürsterzbistums. | + | Kaiser Sigismund versuchte durch den Erlass von Landfriedensgesetzen vergeblich dem zunehmenden Fehdeunwesen entgegenzutreten. Auch Johann II. selbst war von den Femegerichten betroffen und musste Vertreter nach Westfalen entsenden und seine Position darlegen. Der gehässige Streit dauerte mit Unterbrechungen sehr lange. Erst Kaiser Friedrich II. verbot 1481 den Salzburger Erzbischof vor den westfälischen Geheimgerichten zu klagen und erweiterte dieses Verbot zwei Jahre später auf alle Untertanen des Fürsterzbistums. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
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| | * Dopsch, Heinz; Spatzenegger, Hans (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land; Pustet, Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2 | | * Dopsch, Heinz; Spatzenegger, Hans (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land; Pustet, Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2 |
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| | + | {{Zeitfolge |
| | + | |AMT=[[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] |
| | + | |ZEIT=[[1429]]-[[1441]] |
| | + | |VORGÄNGER=[[Eberhard IV. von Starhemberg]] |
| | + | |NACHFOLGER=[[Friedrich IV. von Emmerberg]] |
| | + | }} |
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| − | VORGÄNGER=[[Eberhard IV. von Starhemberg]]|
| + | [[Kategorie:Geschichte (Person)]] |
| − | | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] |
| − | NACHFOLGER=[[Friedrich IV. Truchsess von Emmerberg]]
| + | [[Kategorie:Erzbistum (Geschichte)]] |
| − | | + | [[Kategorie:Bischof]] |
| − | ZEIT=[[1429]]-[[1441]]}}
| + | [[Kategorie:Geschichte]] |