| | :: Im Begleitbuch [[Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] zur gleichnamigen [[Landesausstellung]] [[1987]] schreibt Architekt Dr. Georg W. Seunig, dass der von Wolf Dietrich geholte Baumeister für den Domneubau [[Vincenzo Scamozzi]] sich am italienischen Baumeister Andrea Palladio orientierte. Palladio, dessen geschriebenes Hauptwerk «Dell'idea della architettura universale» ("Von der Idee der universalen Architektur") hieß, dürfte somit nicht dem Renaissance-Modell ''einer idealen Stadt''' verhangen gewesen sein. Welche Ideen der Fürsterzbischof und Scamozzi tatsächlich hatten, kann auch Seunig in seinem Beitrag nicht sagen. Jedenfalls schreibt Seunig, dass Wolf Dietrich zwischen 1606 und 1608, während der zweiten Abrissetappe des abgebrannten romanischen Doms, ''auch die nördlich gelegene ältere Hälfte des Domklosters abgerissen, <u>um Platz für Scamozzis Domprojekt zu schaffen</u>. Ein beträchtlicher Teil des Domklosters, der Südwesttrakt, blieb jedoch erhalten und wurde erst um 1680 abgebrochen.'' (Seite 198). | | :: Im Begleitbuch [[Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau]] zur gleichnamigen [[Landesausstellung]] [[1987]] schreibt Architekt Dr. Georg W. Seunig, dass der von Wolf Dietrich geholte Baumeister für den Domneubau [[Vincenzo Scamozzi]] sich am italienischen Baumeister Andrea Palladio orientierte. Palladio, dessen geschriebenes Hauptwerk «Dell'idea della architettura universale» ("Von der Idee der universalen Architektur") hieß, dürfte somit nicht dem Renaissance-Modell ''einer idealen Stadt''' verhangen gewesen sein. Welche Ideen der Fürsterzbischof und Scamozzi tatsächlich hatten, kann auch Seunig in seinem Beitrag nicht sagen. Jedenfalls schreibt Seunig, dass Wolf Dietrich zwischen 1606 und 1608, während der zweiten Abrissetappe des abgebrannten romanischen Doms, ''auch die nördlich gelegene ältere Hälfte des Domklosters abgerissen, <u>um Platz für Scamozzis Domprojekt zu schaffen</u>. Ein beträchtlicher Teil des Domklosters, der Südwesttrakt, blieb jedoch erhalten und wurde erst um 1680 abgebrochen.'' (Seite 198). |
| | :: Das untermauert meine Ansicht, dass der Kapitelplatz wohl eher zur Schaffung des niemals realisierten gigantischen Doms von Wolf Dietrich gedient hätte, nicht aber um den später - ja auch von einem anderen Baumeister - unter einem anderen Fürsterzbischof errichteten Domneubaus in ein besseres Licht zu stellen meint --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:57, 20. Jan. 2017 (CET) | | :: Das untermauert meine Ansicht, dass der Kapitelplatz wohl eher zur Schaffung des niemals realisierten gigantischen Doms von Wolf Dietrich gedient hätte, nicht aber um den später - ja auch von einem anderen Baumeister - unter einem anderen Fürsterzbischof errichteten Domneubaus in ein besseres Licht zu stellen meint --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 20:57, 20. Jan. 2017 (CET) |
| | + | ::: Es gibt noch ein Argument, weshalb diese These für diesen Platz nicht zutreffen kann: Der geplante Dom von Vincenzo Scamozzi hätte 139 m lang werden sollen. Misst man vom nördlichen Rand des Residenzplatzs bis zum südlichen Rand des Kapitelplatzes, so ergibt sich eine Länge von ca. 200 Metern. Zieht man davon die geplante Länge des Domes ab, blieben rund 60 Meter, aufgeteilt auf Norden und Süden also etwa 30 Meter Freiheit zu den nächsten Gebäuden. Da wäre wohl kaum von besserer Wahrnehmbarkeit und Wirkung zu reden gewesen sein meint recherchierend --[[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter Krackowizer]] ([[Benutzer Diskussion:Peter Krackowizer|Diskussion]]) 11:01, 21. Jan. 2017 (CET) |