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'''Josepha Duschek''', geb. ''Hambacher'' (* [[7. März]] [[1753]] <sup>([[#1|1]])</sup> in Prag; † [[8. Jänner]] [[1824]] ebenda) war eine bekannte österreichische Sängerin, Pianistin und Komponistin. Sie war als Enkelin des [[Salzburg]]er [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]] [[Ignatz Anton von Weiser]] mit den Mozarts bekannt und trat in zahlreichen Aufführungen von [[Wolfgang Amadeus Mozart|W. A. Mozarts]] Werken auf.
==Abstammung und Familie==
Duschek war die Tochter des Prager Apothekers Adalbert Hambacher und dessen Gattin [[Dominica Columbia Weiser]]. Ihre Mutter stammte aus Salzburg und war die zweitgeborene Tochter des Salzburger Handelsmanns und Bürgermeister Ignatz Anton von Weiser. Die Hochzeit ihrer Eltern fand am [[14. April]] [[1749]] im [[Salzburger Dom]] statt. Josepha war verheiratet mit dem Pianisten Franz Xaver Duschek (1731-1799) mit dem sie die „Villa Bertramka“ in Smichov bewohnte.
==Karriere==
Josepha Duschek galt als hochgeschätzte, geistreiche und hübsche Sängerin. Neben Auftritten in Wien, Prag, Berlin und Weimar gab sie z. b. im Leipziger Gewandhaus als Interpretin die Szene „''Ch´io mi scordi di te“ – „Non temer, amato bene''“ [[Köchelverzeichnis|KV]] 505 von W. A. Mozart und war gemeinsam mit Mozart am [[13. April|13.]] und [[14. April]] [[1789]] in Dresden zu hören.
In Salzburg trat sie bei einem Privatkonzert am [[15. August]] [[1777]] in [[Leopold Mozart]]s Wohnung im [[Tanzmeistersaal]] auf. Zu dieser Zeit komponierte W. A. Mozart für sie die Andromeda-Szene: Rezitativ und Arie „A''h, lo previdi“ – „Ah, t´invola agl´occhi miei''“ KV 272, die sie sich im [[September]] [[1781]] nach Wien nachschicken ließ.
Wolfgang Amadeus Mozart war zudem gern gesehener Gast in ihrem Landhaus in Smichov und vollendete in der ''Villa Bertramka'' im [[Oktober]] [[1787]] seine Oper „Don Giovanni“, die ihre Welterstaufführung am [[29. Oktober]] [[1787]] im Prager Ständetheater (Stavovské divadlo) hatte. Am [[3. November]] [[1787]] komponierte er für Josepha Duschek, mit der ihn seit ihrem ersten Salzburg-Besuch im Jahr [[1777]] eine enge Freundschaft verband, die Konzertarie „''Bella mia fiamma“ – „Resta, o cara''“ KV 528.
Außer mit Mozart arbeitete Duschek auch mit Ludwig van Beethoven zusammen.
==Sonstiges==
Die Stadtgemeinde Salzburg benannte in Erinnerung an die Sopranistin [[1997]] eine Straße in [[Leopoldskron]]/[[Gneis-Moos]] nach ihr. Die [[Josepha-Duschek-Straße]] führt von der [[Sandor-Vegh-Straße]] Richtung [[Konstanze-Weber-Gasse]].
==Quelle==
* Rudolph Angermüller: ''Das Testament des Salzburger Bürgermeisters Ignatz Anton von Weiser (1701-1785), Mozarts Textdichter.'' In: Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]; Selbstverlag der Gesellschaft; Salzburg 2005;
==Fußnoten==
* <div id="1"><sup>1</sup>Nach anderen Angaben am [[6. März]] [[1754]]
[[Kategorie:Musik]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]