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Ab 1920 hatte Heilmayr dann auch das Amt der [[Almkanal|Almmeisterin]] inne und war damit die einzige Frau, die dieses je ausübte. Ihre unternehmerischen Fähigkeiten galten damals als „unweiblich“. Heilmayr brach als Betriebsleiterin nicht nur eine jahrhundertealte Geschlechterordnung auf, sondern verschaffte sich auch Gehör. Dieses verstand sie später politisch zu nutzen. Zu einer Zeit, in der Frauen zum ersten Mal in der Geschichte Österreichs das Recht zu wählen hatten, erhob sie ihre Stimme. [[1923]] wurde die 43-jährige Unternehmerin für die [[GDVP|Großdeutsche Volkspartei]] in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt.
 
Ab 1920 hatte Heilmayr dann auch das Amt der [[Almkanal|Almmeisterin]] inne und war damit die einzige Frau, die dieses je ausübte. Ihre unternehmerischen Fähigkeiten galten damals als „unweiblich“. Heilmayr brach als Betriebsleiterin nicht nur eine jahrhundertealte Geschlechterordnung auf, sondern verschaffte sich auch Gehör. Dieses verstand sie später politisch zu nutzen. Zu einer Zeit, in der Frauen zum ersten Mal in der Geschichte Österreichs das Recht zu wählen hatten, erhob sie ihre Stimme. [[1923]] wurde die 43-jährige Unternehmerin für die [[GDVP|Großdeutsche Volkspartei]] in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt.
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Ihr Engagement war vielfältig und breit gefächert. Heilmayr unterstützte die Errichtung eines Säuglingsheimes und sprach sich gegen eine Sammeltätigkeit für „Negerkinder“ aus, solange es genügend einheimische arme Kinder gebe. Sie schlug vor, dass die Stadtgemeinde stärker im [[Kuratorium der  Salzburger Festspiele]] vertreten sein solle und dass der Strompreiszuschlag eingestellt und seitens des [[Städtisches Elektrizitätswerk|Elektrizitätswerkes]] rückerstattet wird. Sie nahm damit zu einem völlig „unweiblichen“ Thema Stellung, besaß aber aufgrund ihrer Unternehmertätigkeit die notwendige Fachkenntnis darüber. Im männlich dominierten Stadtratskollegium war sie deswegen nicht unumstritten. Der [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] sprach ihr damals seine Missbilligung aus. Heilmayr war aber auch selbstbewusst genug, um unentschuldigt Gemeinderatssitzungen fernzubleiben. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit der Parteiführung kehrte sie 1930 der Politik den Rücken.
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Ihr Engagement war vielfältig und breit gefächert. Heilmayr unterstützte die Errichtung eines Säuglingsheimes und sprach sich gegen eine Sammeltätigkeit für „Negerkinder“ aus, solange es genügend einheimische arme Kinder gebe. Sie schlug vor, dass die Stadtgemeinde stärker im [[Kuratorium der  Salzburger Festspiele]] vertreten sein solle und dass der Strompreiszuschlag eingestellt und seitens des [[Städtische Elektrizitätswerke Salzburg|Elektrizitätswerkes]] rückerstattet wird. Sie nahm damit zu einem völlig „unweiblichen“ Thema Stellung, besaß aber aufgrund ihrer Unternehmertätigkeit die notwendige Fachkenntnis darüber. Im männlich dominierten Stadtratskollegium war sie deswegen nicht unumstritten. Der [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] sprach ihr damals seine Missbilligung aus. Heilmayr war aber auch selbstbewusst genug, um unentschuldigt Gemeinderatssitzungen fernzubleiben. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit der Parteiführung kehrte sie 1930 der Politik den Rücken.
    
„Sie war im Vergleich zu den anderen Frauen in der Salzburger Politik sicher unangepasst“, so Veits-Falk. Selbstbewusst überschritt die unkonventionelle Gemeinderätin beruflich und privat vorherrschende Rollenzuschreibungen. „Dachte aber nicht viel darüber nach, sondern machte es einfach.“ So war Heilmayr eine leidenschaftliche Autofahrerin und vom technischen Fortschritt begeistert. Diese Begeisterung wurde ihr schließlich zum Verhängnis. An ihrem 58. Geburtstag, am 8. April 1938, starb sie an den Folgen eines Autounfalls. Die genauen Ursachen sind ungeklärt. Ironischerweise steht ihr Tod in Zusammenhang mit dem groß inszenierten Spatenstich für die [[Reichsautobahn]] am [[Walserberg]] durch [[Adolf Hitler]] am [[7. April]] 1938. Heilmayr dürfte bei den Feierlichkeiten am Konvoi teilgenommen haben und verunglückt sein.
 
„Sie war im Vergleich zu den anderen Frauen in der Salzburger Politik sicher unangepasst“, so Veits-Falk. Selbstbewusst überschritt die unkonventionelle Gemeinderätin beruflich und privat vorherrschende Rollenzuschreibungen. „Dachte aber nicht viel darüber nach, sondern machte es einfach.“ So war Heilmayr eine leidenschaftliche Autofahrerin und vom technischen Fortschritt begeistert. Diese Begeisterung wurde ihr schließlich zum Verhängnis. An ihrem 58. Geburtstag, am 8. April 1938, starb sie an den Folgen eines Autounfalls. Die genauen Ursachen sind ungeklärt. Ironischerweise steht ihr Tod in Zusammenhang mit dem groß inszenierten Spatenstich für die [[Reichsautobahn]] am [[Walserberg]] durch [[Adolf Hitler]] am [[7. April]] 1938. Heilmayr dürfte bei den Feierlichkeiten am Konvoi teilgenommen haben und verunglückt sein.

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