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| | Historie: | | Historie: |
| − | Die Gründung des ATSV-Bischofshofen erfolgte kurz nach dem ersten Weltkrieg am 4. Oktober 1919 als Freie Turnerschaft. <br /> | + | Die Gründung des ATSV-Bischofshofen erfolgte kurz nach dem ersten Weltkrieg am 4. Oktober 1919 als Freie Turnerschaft.<br /> |
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| − | Gründerväter in Bischofshofen waren: Mühlberger, Karl Steinocher sen. (der Vater des späteren LH-Stellvertreters), Reinhard Schultheis, Obmann Rudolf Pflugbeil (-1923) und vor allem ab 1924 Obmann Andreas Mischitz sen. (der Vater des späteren Altbürgermeisters). <br /> | + | Der ATSV-Bischofshofen, wie die freien Turner standen der Sozialdemokratie nahe (wie den Naturfreunden und Kinderfreunden), die Gegenpole zu den "bündnischen Turnern" (deutschnationale und später auch christliche) errichten wollten. <br /> |
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| | + | Seit 1879 bestand in Bischofshofen für höhere Stände schon der deutsche Turnverein. 1/1926 konstituierte sich zudem ein deutsch -christlicher.<br /> |
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| | + | Der erweiterte Turnerbegriff umfasst damals aber auch Leichtathletikbewerbe. Auch Faustball wurde bei den Festen ab 1921 praktiziert.<br /> |
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| | + | Gründerväter des ATSV in Bischofshofen waren: Obmann Ruolf Pflugbeil (bis 1923), Mühlberger, Karl Steinocher sen. (der Vater des späteren LH-Stellvertreters), Reinhard Schultheis, und vor allem ab 1924 Obmann Andreas Mischitz sen. (der Vater des späteren Altbürgermeisters). <br /> |
| | Weiters: Josef Scheidreiter, Johann Jakobek (Kassier), Rupert Ellmer, Mahherndl, Reinhard Golger,..<br /> | | Weiters: Josef Scheidreiter, Johann Jakobek (Kassier), Rupert Ellmer, Mahherndl, Reinhard Golger,..<br /> |
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| − | (Anmerkung: zeitgleich erfolgte 1919 auch der ATSV in Schwarzach, mit Obmann Albert Auer).<br /> | + | (Anmerkung: zeitgleich erfolgte 1919 auch der ATSV in Schwarzach, mit Obmann Albert Auer). <br /> |
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| | + | Nach fast zweimaliger Einstellung mangels beklagter Disziplin, Verständnis, Ausdauer und Teilnehmer des anfänglich nur Arbeiter-Turnervereines, gingen die großen Initiativen dann erst ab März 1922 mit Einführung des Kinderturnens und den Maifeiern aus (nach Bericht von Andreas Mischitz 1924)<br /> |
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| − | Nach fast zweimaliger Einstellung mangels beklagter Disziplin, Verständnis, Ausdauer und Teilnehmer des anfänglich nur Arbeiter-Turnervereines, gingen die großen Initiativen dann erst ab März 1922 mit Einführung des Kinderturnens und den Maifeiern aus.<br />
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| | + | Allerdings nahmen Bischofshofner mit Salzburger, Halleiner und Saalfeldner Arbeiterturner-Innen, schon am 1. Abeiterturnerfest am 24.9.1921 in Innsbruck teil. Die Halleiner auch mit der Frauen- und Mädchenabteilung. Beim Fest wurde auch Leichtathletik und Faustball praktiziert.<br /> |
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| − | Beim Turnerfest am ersten Sonntag im Juni 1922 in Bischofshofen sind zwar auch Bischofshofener Arbeiterturner dabei, insbesondere die Halleiner Turner räumen Preise ab. Wurde dieses Fest noch gemeinsam mit deutsch-nationalen Turnern organisiert? Zutreffender ist aber die solidarische Veranstaltung zum ersten großen Fest 1922 in Leipzig des linken deutschen Arbeiterturnerbundes (ATB). | + | 1922: Beim Turnerfest am ersten Sonntag im Juni 1922 in Bischofshofen sind auch Bischofshofener Arbeiterturner dabei, insbesondere die Halleiner Turner räumen aber Preise ab. Dies war eine solidarische Veranstaltung zum ersten großen Fest 1922 in Leipzig des linken deutschen Arbeiterturnerbundes (ATB).<br /> |
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| − | 1923 Juni. Großes Fahnen-Enthüllungsfest. Mit Musik, Reigen, Turnübungen und abends Schauturnen und Tanz im Karolinenhof. Der Mitgliederstand hatte schon stolze Höhen erreicht.<br /> | + | 1923 Juni. Großes Fahnen-Enthüllungsfest. Mit Musik, Reigen, Turnübungen, auch am Zimmerberg, und abends Schauturnen und Tanz im Karolinenhof. Der Mitgliederstand hatte schon stolze Höhen erreicht.<br /> |
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| | 1924 hatte der dann langsam multisportiv werdende Verein (ergänzt um Schilauf und Schisprung, ab 1933 um Fußball) bereits 525 Mitglieder, mit den unterstützenden, (davon 60 Turner), davon 136 Kinder, wie Obmann Turnwart Andreas Mischitz bei der Jahresversammlung im Jan. 1924 festhielt. 1922 hatte er erst 9 Turner. <br /> | | 1924 hatte der dann langsam multisportiv werdende Verein (ergänzt um Schilauf und Schisprung, ab 1933 um Fußball) bereits 525 Mitglieder, mit den unterstützenden, (davon 60 Turner), davon 136 Kinder, wie Obmann Turnwart Andreas Mischitz bei der Jahresversammlung im Jan. 1924 festhielt. 1922 hatte er erst 9 Turner. <br /> |
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| | Die Ausrichtung des Vereines war da klar sozialdemokratisch-und republikanisch.<br /> | | Die Ausrichtung des Vereines war da klar sozialdemokratisch-und republikanisch.<br /> |
| − | Eine freie Turnerschaft, die Kämpfer für Recht und Freiheit sein soll, um eine feste Stütze für die (junge) Republik entstehen zu lassen.<br /> | + | "Eine freie Turnerschaft, die Kämpfer für Recht und Freiheit sein soll, um eine feste Stütze für die (junge) Republik entstehen zu lassen".<br /> |
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| − | ''1922-1924:'' Zu Ostern 1922, 1923 und 1924 bis? werden vom österreichischen Arbeiterturn- und Sportbund (dem damaligen Dachverband) am Mühlbacher Mitterberg große Bewerbe und Kurse, 1922 mit 100, dann mit ca. 200 Teilnehmer im Schilauf, Langlauf und Sprunglauf,... abgehalten, wobei die Bischofshofener organisatorisch wie sportlich beitragen.<br /> | + | ''1922-1924:'' Zu Ostern 1922, 1923, 1924 bis? werden vom österreichischen Arbeiterturn- und Sportbund (dem damaligen Dachverband der Arbeitersportvereine) am Mühlbacher Mitterberg große Bewerbe und Kurse, 1922 mit 100, dann mit ca. 200 Teilnehmer im Schilauf, Langlauf und Sprunglauf,... abgehalten, wobei die Bischofshofener organisatorisch wie sportlich beitragen.<br /> |
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| − | Kreiswintersportwart dieses Bundes war der Erste Sekretär (heute: Dir.) der AK Salzburg, Dr. jur. Hans Baltinester (1924 zugleich Turnrat beim Salzburger ATSV in der Andräschule). Die AK (gegründet 1921) hatte also schon kurz nach ihrer Gründung in frühen Jahren organisatorische Stütze und Hilfe für den Salzburger Arbeitersport geleistet.<br /> | + | Kreiswintersportwart dieses Bundes war der Erste Sekretär (heute: Dir.) der AK Salzburg, Dr. jur. Hans Baltinester (1924 zugleich Turnrat beim Salzburger ATSV in der Andräschule). Baltinester war zudem öfter im Berechnungsbeirat bei den Sportfesten. Die AK (gegründet 1921) hatte also schon kurz nach ihrer Gründung in frühen Jahren organisatorische Stütze und Hilfe für den Salzburger Arbeitersport geleistet.<br /> |
| | Quelle: u.a. AZ v. 28.4.1924.<br /> | | Quelle: u.a. AZ v. 28.4.1924.<br /> |
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| − | 1926: 8. Mai. Bischofshofener ATSV-Faustballmannschaft beim Schauturnenfest in Maxglan gegen Schwarzach, 1929 ebenso B´hofner Faustballer in Hallein (Presseberichte). <br /> | + | 1926: 8. Mai. Bischofshofener ATSV-Faustballmannschaft beim Schauturnenfest in Maxglan im Kampf gegen Schwarzach, 1929 ebenso B´hofner Faustballer in Hallein gegen Hallein (Presseberichte). Damals wurde öfters Stock-, Hand- und Faustball gespielt.<br /> |
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| | 1926: Juli. Der 2. Bischofshofener Arbeitersportler-Turnwart, Hans Schultes, verstirbt. Turner mit Banner und Arbeitersportler nehmen am großen Begräbnis teil (AZ).<br /> | | 1926: Juli. Der 2. Bischofshofener Arbeitersportler-Turnwart, Hans Schultes, verstirbt. Turner mit Banner und Arbeitersportler nehmen am großen Begräbnis teil (AZ).<br /> |
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| | 1930 wird von Bischofshofener Naturfreunden und Arbeitersportlern die Schüblalm in Werfenweg für Schifahrer hergerichtet und als Unterkunft organisiert.<br /> | | 1930 wird von Bischofshofener Naturfreunden und Arbeitersportlern die Schüblalm in Werfenweg für Schifahrer hergerichtet und als Unterkunft organisiert.<br /> |
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| | + | 1930er die häufigen Slalombewerbe werden organisiert, auch Mannschaftsslalom. |
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| | 1931: Der Bischofshofner Arbeitersport-Schilaufmeister Wagner siegt beim Springen am Kobenzl (des Wiener ATSV), auf dem mythischen Wiener Berg.<br /> | | 1931: Der Bischofshofner Arbeitersport-Schilaufmeister Wagner siegt beim Springen am Kobenzl (des Wiener ATSV), auf dem mythischen Wiener Berg.<br /> |
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| | (Quelle: u.a Hörmann: BSK Chronik).<br /> | | (Quelle: u.a Hörmann: BSK Chronik).<br /> |
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| | + | Jan. 1934 noch Schilaufbewerbe. |
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| | Ab Frühjahr 1934 wurden nach dem Bürgerkrieg im österreichischen Ständestaat (oder auch Austrofaschismus genannt) fast alle der Sozialdemokratie nahestehenden Vereine behördlich aufgelöst, später um 1935/36 teilweise als eigene, selbständige Vereine wiederum neu gegründet.<br /> | | Ab Frühjahr 1934 wurden nach dem Bürgerkrieg im österreichischen Ständestaat (oder auch Austrofaschismus genannt) fast alle der Sozialdemokratie nahestehenden Vereine behördlich aufgelöst, später um 1935/36 teilweise als eigene, selbständige Vereine wiederum neu gegründet.<br /> |
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| | Zu den wagemutigen Springern, die in den [[1930er]]n über die Wasserfallschanze gingen, gehörten unter anderen der spätere Weltmeister und Weltrekordhalter [[Josef Bradl|Sepp Bradl]] und der WM- und Olympiateilnehmer [[Gregor Höll]]. | | Zu den wagemutigen Springern, die in den [[1930er]]n über die Wasserfallschanze gingen, gehörten unter anderen der spätere Weltmeister und Weltrekordhalter [[Josef Bradl|Sepp Bradl]] und der WM- und Olympiateilnehmer [[Gregor Höll]]. |
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| | ==Fußball im ATSV== | | ==Fußball im ATSV== |
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| | 1934 wurden nach den Bürgerkriegsereignissen die Arbeitersportvereine behördlich aufgelöst.<br /> | | 1934 wurden nach den Bürgerkriegsereignissen die Arbeitersportvereine behördlich aufgelöst.<br /> |
| | 1935 gründet sich der BSK als eigener Fuballverein und nimmt 1936 an Bewerben im Land Salzburg teil.<br /> | | 1935 gründet sich der BSK als eigener Fuballverein und nimmt 1936 an Bewerben im Land Salzburg teil.<br /> |
| − | Ab Herbst 1939 (im 3. Reich) wird versucht, den Fußball als Reichsbahnsport-gemeinschaft Bischofshofen zu organisieren. Infolge des Kriegausbruches erfolgen dann aber offenbar keine/kaum Spiele (nach Medien).<br /> | + | Ab Herbst 1939 (im 3. Reich) wird versucht, den Fußball als Reichsbahnsportgemeinschaft Bischofshofen zu organisieren. Infolge des Kriegausbruches erfolgen dann aber offenbar keine/kaum Spiele (nach Medien).<br /> |
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| | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der alte ATSV wieder erweckt und und schlossen sich dem Arbeiter,- Turn- und Sportverein auch die Fußballspieler des ehemaligen, [[1938]] aufgelösten Bischofshofener Sportklubs an.<br /> | | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde der alte ATSV wieder erweckt und und schlossen sich dem Arbeiter,- Turn- und Sportverein auch die Fußballspieler des ehemaligen, [[1938]] aufgelösten Bischofshofener Sportklubs an.<br /> |
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| | Dieser erspielte sich dann 9 Landesmeistertitel und wirkte 1971/72 als Glanzpunkt des Vereines eine Saison in Österreichs höchster Spielklasse.<br /> | | Dieser erspielte sich dann 9 Landesmeistertitel und wirkte 1971/72 als Glanzpunkt des Vereines eine Saison in Österreichs höchster Spielklasse.<br /> |
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| − | 1947 wurde im SK Bischofshofen neben der Sektion Fußball auch eine Sektion „Skilauf“ gegründet aus der sich später der eigenständige [[Ski-Club Bischofshofen]] entwickelte.<br /> | + | 1947 wurde im SK Bischofshofen neben der Sektion Fußball auch eine Sektion „Skilauf“ gegründet aus der sich später der eigenständige [[Skiclub Bischofshofen]] entwickelte. Dieser umfasst aber widerum zusätzliche Bewerbe, wie Turnen.<br /> |
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