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| | '''Nonntal''' ist ein [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] südlich der [[Altstadt]] der Stadt [[Salzburg]]. | | '''Nonntal''' ist ein [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] südlich der [[Altstadt]] der Stadt [[Salzburg]]. |
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| − | == Geschichte == | + | == Bevölkerung == |
| − | Im Norden von Nonntal erhebt sich der [[Nonnberg]] mit dem [[Benediktinenstift Nonnberg]], das dem Stadtteil den Namen gab. Nonntal war schon in [[Kelten|keltischer]] Zeit besiedelt. Ein antik-[[Römer|römisches]] Haus wurde hier aus der Zeit der Erbauung [[Iuvavum]]s entdeckt. Im Mittelalter wohnten hier vor allem Dienstleute des Frauenstiftes (Knechte, Mägde, Wäscher, Schmiede, Bäcker, Müller, eben [[Dienstboten]], Handwerker usw.), zu denen sich im Zuge der Stadterweiterung bald auch viele [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürger]] gesellten.
| + | In Nonntal leben ([[2014]]) mehr als 6 000 Bewohner (Zählbezirke [[Mönchsberg]]-inneres Nonntal-[[Leopoldskroner Moos|Leopoldskron]] 1 117 und äußeres Nonntal-Freisaal 5 132). |
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| − | ===Ereignisse===
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| − | * Am [[1946]], [[6. Oktober]], fand das [[1. Motorrad-Nachkriegsrennen Salzburg Nonntal|erste Nachkriegsrennen]] in Salzburg statt
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| − | * [[1953]], [[12. Juli]]: An der [[Nonntaler Hauptstraße]] wurde ein Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege enthüllt. Wegen der Ehrenwache durch einen Ritterkreuzträger in Luftwaffenuniform und des Tragens von Kriegsauszeichnungen durch ehemalige Soldaten war die Einweihung des Kriegerdenkmals in der in- und ausländischen Presse Gegenstand lebhafter Erörterungen. Das Innenministerium wies neuerlich darauf hin, dass das Tragen von Uniformen verboten ist.
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| − | === Etymologie ===
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| − | Vielfach wird behauptet, dass die Verwendung des Wortes "Nonntal" ein Indikator dafür wäre, ob jemand einheimisch oder zugewandert wäre. Gebürtige Salzburger fahren angeblich "nach Nonntal" und Zuwanderer hingegen "ins Nonntal". Gebürtige Salzburger soll angeblich "in Nonntal" wohnen und Zuwanderer hingegen "im Nonntal". In Wirklichkeit handelt es hier um zwei verschiedene Sprachregelungen, die beide legitim verwendet werden. Die ältere Sprachregelung ist wohl, nach Nonntal zu fahren, bzw. in Nonntal zu wohnen. Bis ins [[19. Jahrhundert]] wurde aber gar nicht von "Nonntal" gesprochen, sondern stets von der "Vorstadt Nonntal".
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
| | Der Stadtteil wird im Norden durch den [[Festungsberg]] und im Westen durch den [[Krauthügel]] und [[Hans-Donnenberg-Park]] begrenzt. Im Südwesten bilden die [[Friedhofsterrasse]] ([[Kommunalfriedhof]]) und die [[Thumegger Straße]] die Grenze, im Südosten sind es die [[Nonntaler Hauptstraße]] und die [[Hofhaymer Allee]]. Im Osten ist der [[Hellbrunner Bach|Hellbrunner-Eschenbach]] eine natürliche Grenze. Der Siedlungsraum von Nonntal umgreift an drei Seiten den alten Landschaftsraum von [[Freisaal]] mit dem [[Schloss Freisaal]] im Süden. | | Der Stadtteil wird im Norden durch den [[Festungsberg]] und im Westen durch den [[Krauthügel]] und [[Hans-Donnenberg-Park]] begrenzt. Im Südwesten bilden die [[Friedhofsterrasse]] ([[Kommunalfriedhof]]) und die [[Thumegger Straße]] die Grenze, im Südosten sind es die [[Nonntaler Hauptstraße]] und die [[Hofhaymer Allee]]. Im Osten ist der [[Hellbrunner Bach|Hellbrunner-Eschenbach]] eine natürliche Grenze. Der Siedlungsraum von Nonntal umgreift an drei Seiten den alten Landschaftsraum von [[Freisaal]] mit dem [[Schloss Freisaal]] im Süden. |
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| − | === Bevölkerung === | + | === Der Stadtteil und seine Teile === |
| − | In Nonntal leben ([[2014]]) mehr als 6 000 Bewohner (Zählbezirke [[Mönchsberg]]-inneres Nonntal-[[Leopoldskroner Moos|Leopoldskron]] 1 117 und äußeres Nonntal-Freisaal 5 132).
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| − | === Nonntal in seinen Teilen ===
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| | Nonntal gliedert sich in zwei Teile: | | Nonntal gliedert sich in zwei Teile: |
| | * das innere Nonntal, einen historischen Teil, der zum [[Altstadterhaltungsgesetz|Altstadtschutzgebiet]] zählt und auch zum [[Weltkulturerbe]], und | | * das innere Nonntal, einen historischen Teil, der zum [[Altstadterhaltungsgesetz|Altstadtschutzgebiet]] zählt und auch zum [[Weltkulturerbe]], und |
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| | Zwischen dem inneren und dem äußeren Nonntal steht eine [[Bildstock Pieta in Nonntal|Mariensäule]], an deren Stelle zuvor ein Weichbildkreuz stand, das einst die Grenze der städtischen Gerichtsbarkeit anzeigte. Das äußere Nonntal war ursprünglich von verstreut liegenden Höfen (größtenteils im Eigentum des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] geprägt. Die bauliche Entwicklung dieses nahe der Innenstadt gelegenen Siedlungsraumes beginnt in der Zwischenkriegszeit mit der Errichtung der [[Petersbrunnstraße]] und [[Erzabt-Klotz-Straße]] und der daran anschließenden Bebauung mit Wohnhäusern und Wohnanlagen in den [[1950er]] bis [[1960er]]. In den [[1970er]] Jahren folgen weitere moderne Bauten, wie zum Beispiel die Schul- und Universitätsgebäude an der [[Akademiestraße]] und das [[ORF Landesstudio Salzburg]], sowie weitere Wohnanlagen entlang der [[Fürstenallee]] bis hinaus nach [[Thumegg]]. Seit [[2000]] wird nachverdichtet; es entstehen moderne Wohnsiedlungen wie zum Beispiel im [[Paradiesgarten]] und mehrere Projekte des Bauträgers [[Casco]] entlang der [[Fürstenallee]]. | | Zwischen dem inneren und dem äußeren Nonntal steht eine [[Bildstock Pieta in Nonntal|Mariensäule]], an deren Stelle zuvor ein Weichbildkreuz stand, das einst die Grenze der städtischen Gerichtsbarkeit anzeigte. Das äußere Nonntal war ursprünglich von verstreut liegenden Höfen (größtenteils im Eigentum des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] geprägt. Die bauliche Entwicklung dieses nahe der Innenstadt gelegenen Siedlungsraumes beginnt in der Zwischenkriegszeit mit der Errichtung der [[Petersbrunnstraße]] und [[Erzabt-Klotz-Straße]] und der daran anschließenden Bebauung mit Wohnhäusern und Wohnanlagen in den [[1950er]] bis [[1960er]]. In den [[1970er]] Jahren folgen weitere moderne Bauten, wie zum Beispiel die Schul- und Universitätsgebäude an der [[Akademiestraße]] und das [[ORF Landesstudio Salzburg]], sowie weitere Wohnanlagen entlang der [[Fürstenallee]] bis hinaus nach [[Thumegg]]. Seit [[2000]] wird nachverdichtet; es entstehen moderne Wohnsiedlungen wie zum Beispiel im [[Paradiesgarten]] und mehrere Projekte des Bauträgers [[Casco]] entlang der [[Fürstenallee]]. |
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| − | === Landschaft und Naturdenkmäler === | + | == Geschichte == |
| | + | Im Norden von Nonntal erhebt sich der [[Nonnberg]] mit dem [[Benediktinenstift Nonnberg]], das dem Stadtteil den Namen gab. Nonntal war schon in [[Kelten|keltischer]] Zeit besiedelt. Ein antik-[[Römer|römisches]] Haus wurde hier aus der Zeit der Erbauung [[Iuvavum]]s entdeckt. Im Mittelalter wohnten hier vor allem Dienstleute des Frauenstiftes (Knechte, Mägde, Wäscher, Schmiede, Bäcker, Müller, eben [[Dienstboten]], Handwerker usw.), zu denen sich im Zuge der Stadterweiterung bald auch viele [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürger]] gesellten. |
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| | + | ===Ereignisse=== |
| | + | * Am [[1946]], [[6. Oktober]], fand das [[1. Motorrad-Nachkriegsrennen Salzburg Nonntal|erste Nachkriegsrennen]] in Salzburg statt |
| | + | * [[1953]], [[12. Juli]]: An der [[Nonntaler Hauptstraße]] wurde ein Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege enthüllt. Wegen der Ehrenwache durch einen Ritterkreuzträger in Luftwaffenuniform und des Tragens von Kriegsauszeichnungen durch ehemalige Soldaten war die Einweihung des Kriegerdenkmals in der in- und ausländischen Presse Gegenstand lebhafter Erörterungen. Das Innenministerium wies neuerlich darauf hin, dass das Tragen von Uniformen verboten ist. |
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| | + | === Etymologie === |
| | + | Vielfach wird behauptet, dass die Verwendung des Wortes "Nonntal" ein Indikator dafür wäre, ob jemand einheimisch oder zugewandert wäre. Gebürtige Salzburger fahren angeblich "nach Nonntal" und Zuwanderer hingegen "ins Nonntal". Gebürtige Salzburger soll angeblich "in Nonntal" wohnen und Zuwanderer hingegen "im Nonntal". In Wirklichkeit handelt es hier um zwei verschiedene Sprachregelungen, die beide legitim verwendet werden. Die ältere Sprachregelung ist wohl, nach Nonntal zu fahren, bzw. in Nonntal zu wohnen. Bis ins [[19. Jahrhundert]] wurde aber gar nicht von "Nonntal" gesprochen, sondern stets von der "Vorstadt Nonntal". |
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| | + | == Natur und Naturdenkmäler == |
| | [[Freisaal]], [[Linden in Freisaal]] und [[Schanzlpark]] | | [[Freisaal]], [[Linden in Freisaal]] und [[Schanzlpark]] |
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