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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Die Kirche wurde [[1506]] nach einem Brand um 1500 auf dem Platz der Vorgängerkirche errichtet und am [[14. April]] [[1506]] von [[Passau]]er Weihbischof [[Nikolaus Kaps]] eingeweiht. Die Vorgängerkirche war [[1281]] gebaut worden. | + | Die Kirche wurde [[1506]] auf dem Platz der um 1500 durch einen Brand zerstörten Vorgängerkirche errichtet und am [[14. April]] [[1506]] von [[Passau]]er Weihbischof [[Nikolaus Kaps]] eingeweiht. Die Vorgängerkirche war [[1281]] gebaut worden. |
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| − | Das älteste christliche Kulturdenkmal in der Kirche ist ein [[Romanik|romanisches]] Steinkreuz mir stilisierter Darstellung des Gekreuzigten, das nun im Eingangsbereich der Pfarrkirche Siezenheim zu sehen ist. Der Ortschronist [[Franz Müller]] datierte das aus [[Konglomerat]]<nowiki>gestein</nowiki> gefertigte Kreuz in das Jahr der Ungarneinfälle um 926. | + | Das älteste christliche Kulturdenkmal in der Kirche ist ein [[Romanik|romanisches]] Steinkreuz mit stilisierter Darstellung des Gekreuzigten, das nun im Eingangsbereich der Pfarrkirche Siezenheim zu sehen ist. Der Ortschronist [[Franz Müller]] datierte das aus [[Konglomerat]]<nowiki>gestein</nowiki> gefertigte Kreuz in das Jahr der Ungarneinfälle um 926. |
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| | Obwohl aus diesen und anderen Urkunden belegt werden kann, dass die Salzburger Kirche in Siezenheim Besitztümer hatte, kann man wahrscheinlich noch nicht von einer seelsorgerischen Betreuung der Bevölkerung sprechen, da diese möglicherweise von [[Wals]] aus oder direkt durch die [[Domherr]]en erfolgte. Als Gründer der Pfarre Siezenheim gilt Erzbischof [[Konrad I. von Abensberg]], der [[1122]] dem Salzburger Domstift Pfarrrechte auch in Siezenheim übertrug. Dass bereits zu dieser Zeit eine Kirche bestand oder sogar ausgebaut wurde, lässt sich zwar vermuten, ist aber baulich nicht abgesichert. Die Pfarre Siezenheim umfasste damals auch die Gebiete von [[Liefering]], [[Maxglan]] und Wals. | | Obwohl aus diesen und anderen Urkunden belegt werden kann, dass die Salzburger Kirche in Siezenheim Besitztümer hatte, kann man wahrscheinlich noch nicht von einer seelsorgerischen Betreuung der Bevölkerung sprechen, da diese möglicherweise von [[Wals]] aus oder direkt durch die [[Domherr]]en erfolgte. Als Gründer der Pfarre Siezenheim gilt Erzbischof [[Konrad I. von Abensberg]], der [[1122]] dem Salzburger Domstift Pfarrrechte auch in Siezenheim übertrug. Dass bereits zu dieser Zeit eine Kirche bestand oder sogar ausgebaut wurde, lässt sich zwar vermuten, ist aber baulich nicht abgesichert. Die Pfarre Siezenheim umfasste damals auch die Gebiete von [[Liefering]], [[Maxglan]] und Wals. |
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| − | Der erste geschichtlich nachweisbare Pfarrer von Siezenheim ist ein [[ 1281]] als Zeuge bei Beurkundungen erstmals erwähnter Meinhalmus; diese Jahreszahl gilt heute als offizielle Pfarrgründung. Im Jahre [[1340]] erfolgt die päpstliche Bestätigung von Papst Benedikt XII. aus Avignon ([[Frankreich]]) der Inkorporation (Einverleibung) der Pfarrei Siezenheim durch das [[Salzburger Domkapitel]]. Damit wurde ein bereits seit 200 bestehender Zustand offiziell bestätigt. | + | Der erste geschichtlich nachweisbare Pfarrer von Siezenheim ist ein [[ 1281]] als Zeuge bei Beurkundungen erstmals erwähnter Meinhalmus; diese Jahreszahl gilt heute als offizielle Pfarrgründung. Im Jahre [[1340]] erfolgte die päpstliche Bestätigung der Inkorporation (Einverleibung) der Pfarrei Siezenheim in das [[Salzburger Domkapitel]] durch Papst Benedikt XII. aus Avignon ([[Frankreich]]). Damit wurde ein bereits seit 200 Jahren bestehender Zustand offiziell bestätigt. |
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| − | [[1394]] erfolgte wegen eines Brandes ein Kirchenneubau, dieser wurde am [[6. Mai]] [[1397]] von [[Weihbischof]] Leonhard neu eingeweiht. Papst Bonifaz IX. verlieh am [[18. Oktober]] [[1398]] der neu geweihten Kirche zu „Unserer Lieben Frau in Suczenhaym“ einen Ablass von 100 Tagen. Am [[9. Februar]] [[1451]] verlieh Kardinal Nikolaus der Siezenheimer Kirche für weitere Kirchenfeste einen Ablass von 100 Tagen, wobei nochmals betont wurde, dass die Pfarre in die Mensa des Domkapitels inkorporiert sei, das dem Siezenheimer Vikar ein angemessenes Gehalt zur Verfügung zu stellen habe. | + | [[1394]] erfolgte wegen eines Brandes ein Kirchenneubau. Die neue Kirche wurde am [[6. Mai]] [[1397]] von [[Weihbischof]] Leonhard neu eingeweiht. Papst Bonifaz IX. verlieh am [[18. Oktober]] [[1398]] der neu geweihten Kirche zu „Unserer Lieben Frau in Suczenhaym“ einen Ablass von 100 Tagen. Am [[9. Februar]] [[1451]] verlieh Kardinal Nikolaus der Siezenheimer Kirche für weitere Kirchenfeste einen Ablass von 100 Tagen, wobei nochmals betont wurde, dass die Pfarre in die Mensa des Domkapitels inkorporiert sei, das dem Siezenheimer Vikar ein angemessenes Gehalt zur Verfügung zu stellen habe. |
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| − | 1499 sollte die Siezenheimer Kirche erweitert und neu eingedacht werden; bevor dies in Angriff genommen werden konnte, vernichtete 1500 ein Brand die Kirche. Auch hier wurde durch die Gewährung von Ablässen die Spendenbereitschaft der Bevölkerung anzustacheln versucht. Nach juristischen Auseinandersetzungen mit dem [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]], das vertraglich zur Kostenübernahme verpflichtet war, konnte innerhalb von vier Jahren ein spätgotisches Kirchengebäude errichtet und am 14. April 1506 durch Weihbischof Nikolaus Kaps geweiht werden konnte. | + | 1499 sollte die Siezenheimer Kirche erweitert und neu eingedacht werden; bevor dies in Angriff genommen werden konnte, vernichtete 1500 ein Brand die Kirche. Auch hier wurde durch die Gewährung von Ablässen die Spendenbereitschaft der Bevölkerung anzustacheln versucht. Nach juristischen Auseinandersetzungen mit dem [[Benediktiner-Frauenstift Nonnberg]], das vertraglich zur Kostenübernahme verpflichtet war, konnte innerhalb von vier Jahren ein spätgotisches Kirchengebäude errichtet und am 14. April 1506 durch Weihbischof Nikolaus Kaps geweiht werden. |
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| | Die Bestrebungen, einen hohen Kirchturm zu errichten, gehen bis auf das Jahr 1580 zurück. Aus finanziellen Gründen und weil ein spitzer Turm Blitze anziehen würde, überließ das Domkapitel den Siezenheimern dem Turmbau nach „ihrem Säckel“; ein Teil der Kosten mussten von der offensichtlich besser dotierten Filialkirche in [[Gois]] ausgeliehen werden. Im März 1734 kam es in der Kirche zu einem Dachstuhl- und Kirchturmbrand, sodass ein Turmneubau notwendig wurde. 1751 wurde eine neue Glocke installiert, die bis zu ihrer Ablieferung für Kriegszwecke im Jahr 1916 die größte Glocke im Siezenheimer Glockenturm war. | | Die Bestrebungen, einen hohen Kirchturm zu errichten, gehen bis auf das Jahr 1580 zurück. Aus finanziellen Gründen und weil ein spitzer Turm Blitze anziehen würde, überließ das Domkapitel den Siezenheimern dem Turmbau nach „ihrem Säckel“; ein Teil der Kosten mussten von der offensichtlich besser dotierten Filialkirche in [[Gois]] ausgeliehen werden. Im März 1734 kam es in der Kirche zu einem Dachstuhl- und Kirchturmbrand, sodass ein Turmneubau notwendig wurde. 1751 wurde eine neue Glocke installiert, die bis zu ihrer Ablieferung für Kriegszwecke im Jahr 1916 die größte Glocke im Siezenheimer Glockenturm war. |