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Textersetzung - „Fürberg“ durch „Fürberg (St. Gilgen)
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Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]] für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur Gnadenstätte des heiligen Wolfgang war schon im [[Mittelalter]] auf 14 Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[St. Gilgen]] festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die Bezahlung des „Zillengeldes“, des Fuhrlohnes, war für die ganze Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang − Strobl nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St. Wolfgang − St. Gilgen 70 Kreuzer. Transport und Seefrächterei lagen zur Gänze in den Händen der ehrsamen Bürgerschaft.  
 
Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]] für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur Gnadenstätte des heiligen Wolfgang war schon im [[Mittelalter]] auf 14 Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[St. Gilgen]] festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die Bezahlung des „Zillengeldes“, des Fuhrlohnes, war für die ganze Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang − Strobl nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St. Wolfgang − St. Gilgen 70 Kreuzer. Transport und Seefrächterei lagen zur Gänze in den Händen der ehrsamen Bürgerschaft.  
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Während der großen Wallfahrtsbewegung im Mittelalter gab es in den Sommermonaten ein reges Verkehrsaufkommen mit Plätten und den „[[Traunerl]]n“ zwischen St. Gilgen–[[Fürberg]], Strobl und dem alten Wallfahrerziel St. Wolfgang. Für den Transport von Gütern waren die viel breiteren [[Plätte]]n mit hohen Holzplanken bereit gestanden, die schon damals mit großen viereckigen Segeln beschleunigt wurden.   
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Während der großen Wallfahrtsbewegung im Mittelalter gab es in den Sommermonaten ein reges Verkehrsaufkommen mit Plätten und den „[[Traunerl]]n“ zwischen St. Gilgen–[[Fürberg (St. Gilgen)]], Strobl und dem alten Wallfahrerziel St. Wolfgang. Für den Transport von Gütern waren die viel breiteren [[Plätte]]n mit hohen Holzplanken bereit gestanden, die schon damals mit großen viereckigen Segeln beschleunigt wurden.   
    
Durch die berühmte Festlegung der „“ unter Abt [[Maurus Oberascher|Maurus II.]] [[1689]] ist eine endgültige Bereinigung der vielfältigen Streitigkeiten um Schifffahrt und Grenze mit den anliegenden Gemeinden herbeigeführt worden. Die “Seidenfadengrenze“ wurde schon [[1462]] von der Mitte der [[Dittelbach]]mündung zum Ausfluss der [[Ischler Ache]] festgelegt, doch sollte selbe durch den wachsenden Schotterkegel jährlich nachgemessen und neu justiert werden. Ein Seidenfaden wurde in der Mitte der Dittelbachmündung auf Pflöcke gespannt und zum Ausfluss der Ache gezogen, um die jeweilige Veränderung der beweglichen Grenze festzustellen. Der oberösterreichische Anteil ist ja verschwindend gering gegenüber den Salzburger Besitzungen.   
 
Durch die berühmte Festlegung der „“ unter Abt [[Maurus Oberascher|Maurus II.]] [[1689]] ist eine endgültige Bereinigung der vielfältigen Streitigkeiten um Schifffahrt und Grenze mit den anliegenden Gemeinden herbeigeführt worden. Die “Seidenfadengrenze“ wurde schon [[1462]] von der Mitte der [[Dittelbach]]mündung zum Ausfluss der [[Ischler Ache]] festgelegt, doch sollte selbe durch den wachsenden Schotterkegel jährlich nachgemessen und neu justiert werden. Ein Seidenfaden wurde in der Mitte der Dittelbachmündung auf Pflöcke gespannt und zum Ausfluss der Ache gezogen, um die jeweilige Veränderung der beweglichen Grenze festzustellen. Der oberösterreichische Anteil ist ja verschwindend gering gegenüber den Salzburger Besitzungen.   

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