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, 19:55, 28. Dez. 2007
Das '''Talmuseum Hüttschlag''' ist ein [[Museen und Privatsammlungen im Bundesland Salzburg|Lokal- und Regionalmuseum]] im [[Großarltal]] im [[Pongau]]. Neben der Natur- und Volkskunde vermittelt es Einblicke in die Geschichte der Nationalparkgemeinde [[Hüttschlag]] und des Großarltals.
==Lage==
Das [[1992]] gegründete Talmuseum liegt am Ende der [[Großarler Landesstraße]] im Hüttschlager Talschluss am westseitigen Ufer der [[Großarler Ache]].
Die Museumsfläche beträgt etwa 200 m², verteilt auf mehrere Häuser. Die Schauräume verfügen gesamt über eine Fläche von 120 m².
In der zum Museum gehörigen [[Alten Wacht]] am Eingang des Großarltales wird die Geschichte des Gebäudes und jene der Großarler Landesstraße präsentiert.
==Schwerpunkte==
Das Talmuseum Hüttschlag zeigt vorwiegend natur- und volkskundliche Objekte aus den Themenbereichen Mineralien, Kupferbergbau, Holzbringung, Wald und Wasser. Dargestellt werden auch die Hüttschlager Ortsgeschichte und die Geschichte des Großarltales mit der Großarler Landesstraße, sowie die Sagenwelt des Großarltales.
Ein weiterer Themenschwerpunkt ist dem [[Nationalpark Hohe Tauern]] und besonders dem Hüttschlager Anteil an diesem gewidmet (Nationalparkgalerie, Lehrwege)
==Häuser und Einrichtungen==
===Gensbichlhaus===
Das Museumsensemble besteht aus zwei Hauptobjekten mit mehreren Nebengebäuden. Eines der Hauptgebäude ist das „Gensbichlhaus“ – ein altes Bauernhaus mit volkskundlichen und naturkundlichen Schaustücken rund um Themen wie „Die rauschenden Wasser“, „Der Hüttschlager Bergkristall“, „Kupfer- und Schwefelabbau- und Verarbeitung“.
Zu den Nebengebäuden gehören eine für das Großarltal typische oberschhlächtige Mühle, ein Backofen, eine Selchhütte, eine Schnapsbrennhütte und eine Schmiede. Alle diese Gebäude sind betriebsfähig und zeigen die für ihren Zweck üblichen Arbeitschritte und den damit verbundenen schweren Arbeitsalltag. Abgerundet wird das Ensemble von einem Stallgebäude in dem die Almenwirtschaft des Großarltales vorgestellt wird.
===Nationalparkhaus Talwirt===
Das zweite Hauptobjekt stellt das Nationalparkhaus „Talwirt“ dar. Es beherbergt das Nationalpark-Informationszentrum, die Dauerausstellung „Bergwald“ der Nationalparkverwaltung und einen Seminarraum in dem während der Sommersaison wöchentliche Diaschauen und Vorträge über den [[Nationalpark Hohe Tauern]] stattfinden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Videothek mit sehenswerten Filmen über die Landschaft und Natur und die Leute im Großarltal.
Besichtigt werden können außerdem noch Modelbauten über die alten Bergwerksanlagen, die einst das Ortsbild von Hüttschlag prägten. Diese wurden von Schülern der Hauptschule Großarl unter Anleitung von Gerhard Praschl fachkundig nach alten Plänen aus dem Jahr [[1835]] nachgebaut.
===Jagdhütte und Wildgehege===
In der Jagdhütte wird dem Besucher die historische und traditionelle Jagd vorgestellt. Das frei zugängliche Wildgehege – ein Freilandgehege – erstreckt sich auf 5 ha und ist mit Rot-, Gams- und Muffelwild besetzt.
Kapelle und Lehrwege
Die auf einer Anhöhe stehende Kapelle aus dem 20. Jahrhundert ist dem Hl. Hubertus geweiht und symbolisiert die Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Verschiedene Lehrwege (Biotoplehrweg, Elementarlehrweg, Blumenlehrweg) sollen den Besucher auf die Besonderheiten der Landschaft hinweisen und ihm die Inhalte des Nationalparkgedankens vermitteln.
===Alte Wacht===
Die bereits im [[13. Jahrhundert]] urkundlich erwähnte „[[Alte Wacht]]“ liegt am Eingang des Großarltales und fand– wie der Name es vermuten lässt – in früheren Zeiten als Maut- und Kontrollstation Verwendung. Das historische Gebäude wurde dem Nationalparkverein im Jahr [[2001]] vom [[Land Salzburg]] übergeben. Seither werden darin die Geschichte der Großarler Straße und jene des Gebäudes in dokumentarischer Weise dargestellt. Ein weiterer Teil widmet sich der Sagenwelt im Großarltal, daneben wird das Angebot durch wechselnde Sonderschauen bereichert.
==Spezielle Angebote für Kinder==
Speziell für Kinder und Schulklassen (ab der 3. Klasse Volksschule) wird eine Rätselwanderung mit einem gedruckten Museumsbegleiter und zahlreichen Arbeitsaufträgen unter dem Namen „Dem Kupfergeist auf der Spur“ angeboten. Die Lösungen dazu finden sich im Hüttschlager Ortszentrum.
Im Talmuseum selbst bieten sich den ganz jungen Besuchern ein Kinderspielplatz und gemeinsam mit ihren Eltern interessante Lehrwege sowie ein begehbares Freiwildgehege mit Rotwild.
==Öffnungszeiten und Führungen==
::Sommersaison [[Mai]] bis [[Oktober]] täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr
Als Besonderheit findet jeweils einmal pro Woche ein gemeinsames Brotbacken statt.
Führungen sind nach Anmeldung möglich.
==Organisation==
* Rechtsträger: [[Nationalparkverein Hüttschlag]]
* Kustos: Martin Rohrmoser
* Obmann: Bürgermeister [[Josef Lederer]]
==Anschrift und Auskunft==
::Talmuseum Hüttschlag
::See 30
::5612 Hüttschlag
Auskünfte erteilen das Museum (Tel./FAX: +43 (0) 6417 445), der [[Tourismusverband Großarl]] (Tel.: +43 (0) 6417 281) und das Gemeindeamt Hüttschlag (Tel.: +43 (0) 6417 204).
==Quellen==
* Land Salzburg/Museumsportal
* Museen im Land Salzburg. Schriftenreihe des Landespressebüros, Serie „Sonderpublikationen“ Nr. 188. Herausgeber: Dr. Roland Floimair (Landespressebüro) und Dr. Lucia Liudold (Salzburger Volkskultur). Land Salzburg – Landespressebüro. Salzburg 2005.
==Literatur==
* Naturkundliche und kulturhistorische Broschüre über den Hüttschlager Nationalparkanteil "Nationalpark Hohe Tauern - Hüttschlager Anteil - eine Perle im Großarltal" (erh. im Nationalparkhaus Talwirt)
==Siehe auch==
* [[Museen und Privatsammlungen im Bundesland Salzburg|Liste der Museen und Privatsammlungen im Bundesland Salzburg]]
==Weblinks==
* [http://www.salzburg.gv.at/museum_anzeige?id=27 Land Salzburg/Museumsportal]
[[Kategorie:Pongau]]
[[Kategorie:Museum]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]