Änderungen
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Fritz Obrutschka (Quelltext anzeigen)
Version vom 28. Dezember 2007, 00:27 Uhr
, 00:27, 28. Dez. 2007Neuanlage
'''Fritz Obrutschka''' (* [[12. Juli]] [[1894]] in Wien; † [[6. November]] [[1956]] in [[Schwarzach im Pongau]]) war Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und [[Bürgermeister der Gemeinbde Bad Gastein|Bürgermeister]] der Gemeinde [[Bad Gastein]].
==Biographie==
Der gebürtige Wiener besuchte die Volks- und Bürgerschule und daran anschließend die Hotelfachschule. In Badgastein (damalige Schreiweise des Ortsnamens) übernahm er als Pächter das im Ortsteil [[Böckstein]] gelegene [[Hotel Tauernbahn]].
Im Juli [[1935]] löste er [[Richard Hildmann]], der das [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt]] übernahm, als Regierungskommissar (=Bürgermeister) von Badgastein ab.
Am[[ 22. Februar]] [[1936]] wurde er als 13. [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister von Badgastein]] bestätigt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der ehemalige Heimwehrführer noch am Tag des Einmarsches der deutschen Truppen in [[Salzburg]] von den neuen Machthabern abgesetzt. Als kommissarischer Bürgermeister folgte ihm für zwei Monate der Oberbank-Angestellte [[Rudolf Bünker]] in das Amt, im [[Mai]] [[1938]] setzten die Nationalsozialisten ihren Parteigenossen [[Sepp Wörther]] auf den Bürgermeistersessel.
Obrutschka fungierte von [[1937]] bis [[1938]] als Präsident des Österreichischen Heilbäderverbandes und zeigte sich auch noch als Landesgewerberat und Innungsstellvertreter aktiv.
Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] war er während der ersten Legislaturperiode Leopold Figls vom [[19. Dezember]] [[1945]] bis zum [[11. Februar]] [[1948]] als Mitglied der [[ÖVP]] Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.
==Badgastein während seiner Amtszeit ==
Während der Amtszeit Obrutschkas wurden zu Weihnachten [[1935]] erstmals elektrisch beleuchtete Christbäume an öffentlichen Plätzen aufgestellt. Am [[31. Mai]] [[1935]] kam es zur Eröffnung des [[Gasteiner Museum]]s. Vom [[27. Juni|27. ]] bis [[29. Juni]] des selben Jahres wurde die 500-Jahr-Feier Bad Gasteins mit einem großen Festzug, Volksfest und Banketten begangen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßte Obrutschka Persönlichkeiten wie den damaligen Bundespräsidenten Miklas und den Schriftsteller [[Franz Karl Ginzkey]]. Zu der drei Tage währenden Feier kamen neben vielen Einheimischen auch etwa 5000 auswärtige Besucher. Am [[28. Juni]] [[1936]] nahm Bundespräsident Miklas die Eröffnung des durch Dr. Emmerich Granichstätten gestifteten [[Gasteiner Forschungsinstitut]]es vor. Weiters folgten die Erweiterung des Bahnhofsvorplatzes, die Eröffnung des Spielcasinos im Kurkasinogebäude ([[9. Juli]] [[1937]]) und die Wiederaufnahme des [[Goldbergbau]]s in Böckstein ([[15. Dezember]] [[1937]]).
An Gästen erfreute sich Bad Gastein während der Amtsperiode Obrutschkas am rumänischen Außenminister Titulescu ([[1935]]), dem Künstler [[Arturo Toscanini]] ([[1936]]), der Gattin des englischen Premiers Winston Churchill, der Mutter des US-Präsidenten Franklin Roosevelt, am ungarischen Außenminister Von Darány und an Kronprinz Wilhelm von Preußen (alle [[1937]]).
==Quellen==
* www.parlinkom.gv.at
* Heinrich von Zimburg: Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tals. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Ges.m.b.H. Wien IX. 1948.
[[Kategorie:Bürgermeister (Pongau)|Obrutschka, Fritz]]
[[Kategorie:Politiker|Obrutschka, Fritz]]
==Biographie==
Der gebürtige Wiener besuchte die Volks- und Bürgerschule und daran anschließend die Hotelfachschule. In Badgastein (damalige Schreiweise des Ortsnamens) übernahm er als Pächter das im Ortsteil [[Böckstein]] gelegene [[Hotel Tauernbahn]].
Im Juli [[1935]] löste er [[Richard Hildmann]], der das [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt]] übernahm, als Regierungskommissar (=Bürgermeister) von Badgastein ab.
Am[[ 22. Februar]] [[1936]] wurde er als 13. [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister von Badgastein]] bestätigt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der ehemalige Heimwehrführer noch am Tag des Einmarsches der deutschen Truppen in [[Salzburg]] von den neuen Machthabern abgesetzt. Als kommissarischer Bürgermeister folgte ihm für zwei Monate der Oberbank-Angestellte [[Rudolf Bünker]] in das Amt, im [[Mai]] [[1938]] setzten die Nationalsozialisten ihren Parteigenossen [[Sepp Wörther]] auf den Bürgermeistersessel.
Obrutschka fungierte von [[1937]] bis [[1938]] als Präsident des Österreichischen Heilbäderverbandes und zeigte sich auch noch als Landesgewerberat und Innungsstellvertreter aktiv.
Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] war er während der ersten Legislaturperiode Leopold Figls vom [[19. Dezember]] [[1945]] bis zum [[11. Februar]] [[1948]] als Mitglied der [[ÖVP]] Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.
==Badgastein während seiner Amtszeit ==
Während der Amtszeit Obrutschkas wurden zu Weihnachten [[1935]] erstmals elektrisch beleuchtete Christbäume an öffentlichen Plätzen aufgestellt. Am [[31. Mai]] [[1935]] kam es zur Eröffnung des [[Gasteiner Museum]]s. Vom [[27. Juni|27. ]] bis [[29. Juni]] des selben Jahres wurde die 500-Jahr-Feier Bad Gasteins mit einem großen Festzug, Volksfest und Banketten begangen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßte Obrutschka Persönlichkeiten wie den damaligen Bundespräsidenten Miklas und den Schriftsteller [[Franz Karl Ginzkey]]. Zu der drei Tage währenden Feier kamen neben vielen Einheimischen auch etwa 5000 auswärtige Besucher. Am [[28. Juni]] [[1936]] nahm Bundespräsident Miklas die Eröffnung des durch Dr. Emmerich Granichstätten gestifteten [[Gasteiner Forschungsinstitut]]es vor. Weiters folgten die Erweiterung des Bahnhofsvorplatzes, die Eröffnung des Spielcasinos im Kurkasinogebäude ([[9. Juli]] [[1937]]) und die Wiederaufnahme des [[Goldbergbau]]s in Böckstein ([[15. Dezember]] [[1937]]).
An Gästen erfreute sich Bad Gastein während der Amtsperiode Obrutschkas am rumänischen Außenminister Titulescu ([[1935]]), dem Künstler [[Arturo Toscanini]] ([[1936]]), der Gattin des englischen Premiers Winston Churchill, der Mutter des US-Präsidenten Franklin Roosevelt, am ungarischen Außenminister Von Darány und an Kronprinz Wilhelm von Preußen (alle [[1937]]).
==Quellen==
* www.parlinkom.gv.at
* Heinrich von Zimburg: Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tals. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Ges.m.b.H. Wien IX. 1948.
[[Kategorie:Bürgermeister (Pongau)|Obrutschka, Fritz]]
[[Kategorie:Politiker|Obrutschka, Fritz]]