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* Kirschen wachsen auf Bäumen und nie auf Sträuchern.
 
* Kirschen wachsen auf Bäumen und nie auf Sträuchern.
   
* Kirschen hängen immer frei auf einem langen Stiel, während die Beeren der Tollkirsche an ihrem Grund immer von kleinen grünen Kelchblättern umgeben sind.
 
* Kirschen hängen immer frei auf einem langen Stiel, während die Beeren der Tollkirsche an ihrem Grund immer von kleinen grünen Kelchblättern umgeben sind.
 
   
* Die Kirschreife ist zum Zeitpunkt der Reife der Tollkirsche – das ist Ende Juli – bereits vorbei.
 
* Die Kirschreife ist zum Zeitpunkt der Reife der Tollkirsche – das ist Ende Juli – bereits vorbei.
 
   
 
   
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==Vergiftungserscheinungen==
 
==Vergiftungserscheinungen==
 
Folgen des Genusses von Tollkirschen sind quälender Durst, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, erst Pulsverlangsamung, dann Beschleunigung des Pulses, Herzklopfen, Kopfweh, Schwindel, Zittern, Schwanken, Delirien, Sinnestäuschungen, Krämpfe, der plötzliche Ausbruch von Wahnsinn, Lähmung, Aufhören der Atmung, Blaufärbung des Gesichtes, Herzversagen und schließlich das Eintreten des Todes.  
 
Folgen des Genusses von Tollkirschen sind quälender Durst, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, erst Pulsverlangsamung, dann Beschleunigung des Pulses, Herzklopfen, Kopfweh, Schwindel, Zittern, Schwanken, Delirien, Sinnestäuschungen, Krämpfe, der plötzliche Ausbruch von Wahnsinn, Lähmung, Aufhören der Atmung, Blaufärbung des Gesichtes, Herzversagen und schließlich das Eintreten des Todes.  
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Bei einer Vergiftung mit Tollkirschen ist aufgrund des tödlich wirkenden Giftes von jeder Selbstbehandlung abzusehen! Als erste Hilfe empfiehlt sich das rasche Herbeiführen des Erbrechens, um eine möglichst schnelle Entleerung des Magens zu erreichen.
 
Bei einer Vergiftung mit Tollkirschen ist aufgrund des tödlich wirkenden Giftes von jeder Selbstbehandlung abzusehen! Als erste Hilfe empfiehlt sich das rasche Herbeiführen des Erbrechens, um eine möglichst schnelle Entleerung des Magens zu erreichen.
 
   
 
   
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In der Homöopathie werden die Essenz und ihre Verdünnungen bei Folgen von Erkältungen, nach Schrecken und Ärger, bei Fieber nach Infektionen, besonders bei Scharlach und Angina, bei Erregungszuständen, Kopfschmerzen und Entzündungen empfohlen. In der Medizin gelangt dieses Heilmittel auch bei krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Trakt und im Bereich der Gallen- und Harnwege zum Einsatz.  
 
In der Homöopathie werden die Essenz und ihre Verdünnungen bei Folgen von Erkältungen, nach Schrecken und Ärger, bei Fieber nach Infektionen, besonders bei Scharlach und Angina, bei Erregungszuständen, Kopfschmerzen und Entzündungen empfohlen. In der Medizin gelangt dieses Heilmittel auch bei krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Trakt und im Bereich der Gallen- und Harnwege zum Einsatz.  
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In der Tiermedizin werden vor allem Schweine bei bestimmten Erkrankungen vom Tierarzt mit Belladonna behandelt.  
 
In der Tiermedizin werden vor allem Schweine bei bestimmten Erkrankungen vom Tierarzt mit Belladonna behandelt.  
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==Bemerkenswertes==
 
==Bemerkenswertes==
 
Die giftige Wirkung, die bei unsachgemäßer Handhabung des früher in der Landwirtschaft häufig verwendeten Schädlingsbekämpfungsmittels „E 605“ aufgetreten ist, wurde mit dem Atropin der Tollkirsche erfolgreich bekämpft. („E 605“ ist ein Synonym für Parathion. Einfuhr, Erzeugung, Einsatz und Handel von Parathion ist seit dem [[9. Juli]] [[2001]] durch die Europäische Kommission verboten).
 
Die giftige Wirkung, die bei unsachgemäßer Handhabung des früher in der Landwirtschaft häufig verwendeten Schädlingsbekämpfungsmittels „E 605“ aufgetreten ist, wurde mit dem Atropin der Tollkirsche erfolgreich bekämpft. („E 605“ ist ein Synonym für Parathion. Einfuhr, Erzeugung, Einsatz und Handel von Parathion ist seit dem [[9. Juli]] [[2001]] durch die Europäische Kommission verboten).
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Richard Willfort, „Gesundheit durch Heilkräuter“, Rudolf Träuner Verlag Linz/D., 6. Auflage, 1964
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* Richard Willfort: „Gesundheit durch Heilkräuter“, Rudolf Träuner Verlag Linz/D., 6. Auflage, 1964
* Dieter Podlech, “Heilpflanzen“, GU Naturführer, Gräfe und Unzer
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* Dieter Podlech: “Heilpflanzen“, GU Naturführer, Gräfe und Unzer
 
* {{Wikipedia-de|Parathion}}
 
* {{Wikipedia-de|Parathion}}
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[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
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[[Kategorie:Flora]]
[[Kategorie:Fauna]]