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Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.
 
Vor allem der im [[12. Jahrhundert]] erbaute Denkmal geschützte [[Almkanal]] spielt bis heute eine bedeutende Rolle für Salzburg. Seit [[1286]] führt dieses Meisterwerk mittelalterlicher Ingenieurskunst Wasser von der [[Königseeache]] bei [[Sankt Leonhard (Grödig)]] in die Stadt Salzburg und war als Antrieb für Mühlen und Hammerwerke, für die [[Salzburger Wirtschaft]] ebenso bedeutend wie für die Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.
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Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des [[Untersberg]]es mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten ''Fürstenquellen'' unternahm [[1654]] der [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Guidobald Graf Thun]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt.  
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Bereits im [[15. Jahrhundert]] ließen sich die Erzbischöfe das Quellwasser des [[Untersberg]]es mit Wasserreitern täglich frisch zur fürstlichen Tafel bringen. Wegen seiner Güte und Klarheit des Wassers aus den so genannten ''Fürstenquellen'' unternahm [[1654]] der [[Salzburger Erzbischöfe|Erzbischof]] [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] den ersten Versuch, das Quellwasser unter Druck in die Stadt zu leiten. Dafür wurde der [[Residenzbrunnen]] errichtet und man leitete mit 3237 lärchenen Röhren das Wasser in die Stadt.  
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[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Als [[Ignaz Harrer]] Bürgermeister war, setzte er sich für den Bau [[Fürstenbrunner Hochquellwasserleitung]], die nach zweijähriger Arbeit am Ende seiner Amtszeit fertiggestellt werden konnte und mit einem Volumen von 4.000 m³ pro Tag die Stadt mit Trinkwasser versorgte. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von [[Bayern]] das Servitutsrecht(1), 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Erst [[1945]] wurde dann auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der [[Fürstenbrunn]]er Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.  
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[[1661]] war das Bauvorhaben vollendet, jedoch zerbarsten die Holzröhren bereits bei der Einweihung. Es dauerte weitere 200 Jahre bis das Projekt wieder aufgegriffen und schließlich [[1875]] fertig gestellt wurde mit dem Bau der heutigen Quellfassung, einer 9,2 km langen Leitung und einem 1000 m³ fassenden Hochbehälter auf dem [[Mönchsberg]]. Als [[Ignaz Harrer]] Bürgermeister war, setzte er sich für den Bau [[Fürstenbrunner Hochquellwasserleitung]], die nach zweijähriger Arbeit am Ende seiner Amtszeit fertiggestellt werden konnte und mit einem Volumen von 4.000 m³ pro Tag die Stadt mit Trinkwasser versorgte. Die Stadt bekam vom damaligen Besitzer König Ludwig I. von [[Bayern]] das Servitutsrecht(1), 47,4 Liter/Sekunde zu nutzen. Erst [[1945]] wurde dann auf Anordnung der Militärregierung das gesamte Wasser der [[Fürstenbrunn]]er Quelle (maximal 265 l/s) für die Stadt genutzt.
    
===Die Festung Hohensalzburg===
 
===Die Festung Hohensalzburg===
Anonymer Benutzer