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Dort lernte er Wilhelmine Admovicz kennen, die Tochter eines Postbeamten, Kellnerin und Prostitutierte. Der Erzherzog sorgte nun für sie und kaufte ihr in Wien in einem Nobelbezirk eine Villa. Als Leopold seine nicht standesgemäße Wilhelmine heiraten wollte, wurde er in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Er überdachte die Situation und war nach einiger Zeit bereit, sich von Wilhelmine zu trennen, die durch einen Vertrag ein Vermögen gemacht hätte. Doch Leopold kehrte zu ihr zurück und der Vertrag war Schall und Rauch.
 
Dort lernte er Wilhelmine Admovicz kennen, die Tochter eines Postbeamten, Kellnerin und Prostitutierte. Der Erzherzog sorgte nun für sie und kaufte ihr in Wien in einem Nobelbezirk eine Villa. Als Leopold seine nicht standesgemäße Wilhelmine heiraten wollte, wurde er in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Er überdachte die Situation und war nach einiger Zeit bereit, sich von Wilhelmine zu trennen, die durch einen Vertrag ein Vermögen gemacht hätte. Doch Leopold kehrte zu ihr zurück und der Vertrag war Schall und Rauch.
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Nun wurde sein Wiedereintritt in die Armee abgelehnt, was Leopold dazu bewegte, aus der Familie Habsburg auszutreten. Am [[11. Dezember]] [[1902]] floh er gemeinsam mit seiner Schwester Luisa Antonieta in die Schweiz. Von Zürich aus telegrafierte er dem Kaiser, dass er aus dem Kaiserhaus austreten werde und künftig sich ''Leopold Wölfling'' nennen werde. Kaiser Franz Joseph verbot ihm daraufhin, jemals wieder nach Österreich zurück zu kehren und gab ihm eine Abfindung von 200.000 Kronen sowie aus dem privaten Vermögen des Hauses Toscana eine lebenslange Apange von 36.000 Kronen jährlich.  
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Nun wurde sein Wiedereintritt in die Armee abgelehnt, was Leopold dazu bewegte, aus der Familie Habsburg auszutreten. Am [[11. Dezember]] [[1902]] floh er gemeinsam mit seiner Schwester Luisa Antonieta in die Schweiz. Von Zürich aus telegrafierte er dem Kaiser, dass er aus dem Kaiserhaus austreten werde und künftig sich ''Leopold Wölfling'' nennen werde. Kaiser Franz Joseph verbot ihm daraufhin, jemals wieder nach Österreich zurück zu kehrenund gab ihm eine Abfindung von 200.000 Kronen sowie aus dem privaten Vermögen des Hauses Toscana eine lebenslange Apanage von 36.000 Kronen jährlich.  
    
Übrigens stiegen der Erzherzog und Hauptmann Franz Hinterstoißer in den Korb eines Ballons der vom Salzburger [[Joseph Wibmperger]] [[1823]] gegründeten Luftfahrtgesellschaft beim städtischen Gaswerk am [[16. April]] [[1902]] in die Luft.
 
Übrigens stiegen der Erzherzog und Hauptmann Franz Hinterstoißer in den Korb eines Ballons der vom Salzburger [[Joseph Wibmperger]] [[1823]] gegründeten Luftfahrtgesellschaft beim städtischen Gaswerk am [[16. April]] [[1902]] in die Luft.
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[[1903]] heiratete Leopold seine Wilhelmine Admovicz, die bald einer vegetarischen Sekte von ''Naturmenschen'' beitrat. Sie verlangte von Leopold, dass er sich nicht mehr die Haare schneidet und anderes mehr. Was zur Scheidung [[1907]] führte.
 
[[1903]] heiratete Leopold seine Wilhelmine Admovicz, die bald einer vegetarischen Sekte von ''Naturmenschen'' beitrat. Sie verlangte von Leopold, dass er sich nicht mehr die Haare schneidet und anderes mehr. Was zur Scheidung [[1907]] führte.
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Die Freiheit währte nicht lange. Schon Tage später lernte er die Prostituierte Magdalena Ritter kennen, die er von ihrem Zuhälter um 10.000 Kronen frei kaufte. Er heirate, doch auch diese Ehe hielt nur kurz.
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Die Freiheit währte nicht lange. Schon Tage später lernte er die Prostituierte Magdalena Ritter kennen, die er von ihrem Zuhälter um 10.000 Kronen frei kaufte. Er heiratete, doch auch diese Ehe hielt nur kurz.
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Leopold taucht in München auf und [[1912]] ersucht er die Münchner Polizei, die ''Prostituierte Maria Scheikhardt aus der sittenpolizeilichen Aufsicht zu entlassen''. Für den Dienst in der Armee im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] abgelehnt,  stand er nach dem Krieg buchstäblich vor dem Nichts, wohnte auf Untermiete, hungerte, kehrte [[1921]] nach Österreich zurück und lebte von Gelegenheitsarbeiten, Würstelverkäufer, Inseratenvertreter und Schmierenkomödiant. Dann zog er nach Berlin, heiratete noch ein Mal und starb als armer Mann am [[4. Juli]] [[1935]] in Berlin.
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Leopold tauchte in München auf und [[1912]] ersuchte er die Münchner Polizei, die ''Prostituierte Maria Scheikhardt aus der sittenpolizeilichen Aufsicht zu entlassen''. Für den Dienst in der Armee im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] abgelehnt,  stand er nach dem Krieg buchstäblich vor dem Nichts, wohnte auf Untermiete, hungerte, kehrte [[1921]] nach Österreich zurück und lebte von Gelegenheitsarbeiten, Würstelverkäufer, Inseratenvertreter und Schmierenkomödiant. Dann zog er nach Berlin, heiratete noch ein Mal und starb als armer Mann am [[4. Juli]] [[1935]] in Berlin.
    
==Quellen==
 
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