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'''Wilhelm Furtwängler''' (* [[25. Jänner]] [[1886]] in Berlin; † [[30. November]] [[1954]] in Baden-Baden) war ein bedeutender Dirigent und von [[1952]] bis zu seinem Tod Künstlerischer Leiter der [[Salzburger Festspiele]].
==Furtwängler und Salzburg==
Furtwänglers Debüt bei den Salzburger Festspielen fand im Jahr [[1937]] statt, als er ein Orchesterkonzert mit den Wiener Philharmonikern gab, für die er bereits seit [[1927]] umfangreich tätig war. Im Jahr darauf folgte seine erste Opernproduktion mit den ''Meistersingern von Nürnberg''.
Der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] ließ die Zusammenarbeit bis [[1947]] abflauen, nur zwei Orchesterkonzerte in den Jahren [[1940]] und [[1944]] finden sich im Festspielarchiv. Nachdem Furtwängler in einem Entnazifizierungsverfahren freigesprochen worden war, begann er [[1947]] wieder für die Festspiele zu arbeiten. Abermals stand im ersten Jahr nur ein Konzert auf dem Programm, aber schon [[1948]] sieht das Publikum erstmals Wilhelm Furtwängler und [[Herbert von Karajan]] gemeinsam bei den Festspielen: Furtwängler inszeniert ''Fidelio'', während Karajan Glucks ''Orpheus und Eurydike'' in der [[Felsenreitschule]] herausbringt.
Da Karajan und Furtwängler nicht zueinander passen, beginnt die große Zeit Karajans bei den Salzburger Festspielen erst nach Furtwänglers Tod. Neben Furtwängler brillieren in dieser Phase vor allem [[Karl Böhm]] und [[Bernhard Paumgartner]] am Dirigentpult in Salzburg.
Ab [[1952]] fungiert Furtwängler gemeinsam mit Böhm und Paumgartner als Künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele. Besonders seine Opernproduktionen haben großen Einfluss auf die weitere Geschichte der Festspiele. In seinem letzten Jahr bei den Festspielen inszeniert er [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]s ''Don Giovanni'' und Webers ''Der Freischütz''. Am [[30. August]] [[1954]] dirigiert er die Wiener Philharmoniker ein letztes Mal bei den Festspielen: Das Orchesterkonzert beinhaltet nur Werke von Beethoven, die ''Symphonien Nr. 7 und Nr. 8'' fügen sich um die ''Große Fuge für Streicher B-Dur op. 133''.
Noch voller Pläne für die Zukunft der Festspiele verstirbt Furtwängler überraschend im Herbst [[1954]]. Bereits am [[17. Dezember]] beschließt der [[Salzburger Gemeinderat]] die Umbenennung des [[Botanischer Garten|botanischen Gartens]] gegenüber dem [[Kleines Festspielhaus|Festspielhaus]] in [[Wilhelm-Furtwängler-Park|Wilhelm-Furtwängler-Garten]]. Am [[21. Oktober]] [[1969]] wird auch noch die [[Furtwänglerpromenade]] in [[Aigen]] nach dem Dirigenten benannt.
==Quelle==
* Adolf Haslinger, Peter Mittermayr (Hg.): ''Salzburger Kulturlexikon.'' [[Residenz Verlag]]. Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001. ISBN 3-7017-1129-1
* Salzburger Festspiele [http://www.salzburgfestival.at/geschichte.php]
* Wiener Philharmoniker [http://www.wienerphilharmoniker.at/index.php?set_language=de&cccpage=history]
[[Kategorie:Person|Furtwängler, Wilhelm]]
[[Kategorie:Künstler|Furtwängler, Wilhelm]]