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Georg Lienbacher (Politiker) (Quelltext anzeigen)
Version vom 6. Dezember 2007, 10:56 Uhr
, 10:56, 6. Dez. 2007Agrarvereinigung korrigiert
1870 begann er mit seiner politischen Tätigkeit und vertrat unter anderem die Märkte [[Golling an der Salzach]], [[Abtenau]] und [[Kuchl]] im [[Salzburger Landtag]] und ab [[1873]] die Landgemeinden des[[ Flachgau]]s sowie des neu gegründeten [[Tennengau]]s im Reichrat. Ab [[1879]] bekleidete der katholisch-konservative Politiker auch die Position des Obmanns des Verwaltungs- und Verfassungsausschusses.
1870 begann er mit seiner politischen Tätigkeit und vertrat unter anderem die Märkte [[Golling an der Salzach]], [[Abtenau]] und [[Kuchl]] im [[Salzburger Landtag]] und ab [[1873]] die Landgemeinden des[[ Flachgau]]s sowie des neu gegründeten [[Tennengau]]s im Reichrat. Ab [[1879]] bekleidete der katholisch-konservative Politiker auch die Position des Obmanns des Verwaltungs- und Verfassungsausschusses.
Er betrieb erfolgreich die Herabsetzung der Zensusgrenze (Mindeststeuerleistung) für die Wahlbeteiligung von 10 auf 5 Gulden ("Lex Zeithammer-Lex Lienbacher" [[1882]]), die von Ministerpräsident [[Eduard Graf Taaffe]] abgesegnet wurde. Bald darauf geriet er mit seiner Politik jedoch immer mehr in Opposition zu Taaffe und befand sich rasch in politischer Isolation. Um dieser entgegenzuwirken gründete er [[1884]] den "Agrarklub" und [[1891]] die "Freie Agravereinigung".
Er betrieb erfolgreich die Herabsetzung der Zensusgrenze (Mindeststeuerleistung) für die Wahlbeteiligung von 10 auf 5 Gulden ("Lex Zeithammer-Lex Lienbacher" [[1882]]), die von Ministerpräsident [[Eduard Graf Taaffe]] abgesegnet wurde. Bald darauf geriet er mit seiner Politik jedoch immer mehr in Opposition zu Taaffe und befand sich rasch in politischer Isolation. Um dieser entgegenzuwirken gründete er [[1884]] den "Agrarklub" und [[1891]] die "Freie Agrarvereinigung".
In der Salzburger Landespolitik kümmerte er sich vermehrt um die sozialen Fragen seiner Zeit. Dazu bemühte er sich um die Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] als freie katholische Hochschule und stieg rasch zum Führer der konservativen Landtagsfraktion auf. Nach politischen Differenzen mit Landeshauptmann [[Carl Graf Chorinsky]] löste er sich [[1887]] von den Konservativen und gründete den eigenständigen Zentrumsklub. Daneben zeigte er sicht im Agrarverein ([[1883]]), im Universitätsverein ([[1884]]) und in der Landwirtschaftsgesellschaft ([[1888]]) tätig.
In der Salzburger Landespolitik kümmerte er sich vermehrt um die sozialen Fragen seiner Zeit. Dazu bemühte er sich um die Wiedererrichtung der [[Universität Salzburg|Universität]] als freie katholische Hochschule und stieg rasch zum Führer der konservativen Landtagsfraktion auf. Nach politischen Differenzen mit Landeshauptmann [[Carl Graf Chorinsky]] löste er sich [[1887]] von den Konservativen und gründete den eigenständigen Zentrumsklub. Daneben zeigte er sicht im Agrarverein ([[1883]]), im Universitätsverein ([[1884]]) und in der Landwirtschaftsgesellschaft ([[1888]]) tätig.