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| | [[Datei:Residenz Alte Deckenfresko.jpg|thumb|Deckenfresko von [[Johann Michael Rottmayr]] <br/> im [[Carabinierisaal]] ]] | | [[Datei:Residenz Alte Deckenfresko.jpg|thumb|Deckenfresko von [[Johann Michael Rottmayr]] <br/> im [[Carabinierisaal]] ]] |
| − | Die 15 '''{{PAGENAME}}''' in der [[Alte Residenz|alten Residenz]] in der Stadt Salzburg sind Teil der rund 180 Räume und Säle, die sich in der Residenz befinden. | + | Die 15 '''{{PAGENAME}}''' in der [[Alte Residenz|alten Residenz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] sind Teil der rund 180 Räume und Säle, die sich in der Residenz befinden. |
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| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| − | Die Prunkräume in der Residenz zu Salzburg waren [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflicher]] Wohn- und Amtssitz. Im Rahmen eines Rundganges durch das Museum [[DomQuartier]] kommt man vom prunkvollen Entree, dem Carabinierisaal, über den Rittersaal, das Ratszimmer und die Antecamera zum prächtigen Audienzsaal der Fürsterzbischöfe. Daran schließen die privaten Gemächer sowie weitere Gesellschaftsräume an. Im Laufe des [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]]s wurde der Palast dem jeweiligen Geschmack der Herrscher angepasst. Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] ließ die Residenz im Stil des [[Barock|Hochbarocks]] modernisieren. Unter der Gesamtleitung von Baumeister [[Lukas von Hildebrandt|Johann Lukas von Hildebrandt]] waren die bedeutendsten Künstler der Zeit, wie etwa [[Johann Michael Rottmayr]], [[Martino Altomonte]], [[Antonio Beduzzi]] oder [[Alberto Camesina]], am Werk. | + | Die Prunkräume in der Residenz von Salzburg waren [[Fürsterzbischof|fürsterzbischöflicher]] Wohn- und Amtssitz. Im Rahmen eines Rundganges durch das Museum [[DomQuartier]] kommt man vom prunkvollen Entrée, dem [[Carabinierisaal]], über den Rittersaal, das Ratszimmer und die Antecamera zum prächtigen Audienzsaal der Fürsterzbischöfe. Daran schließen die privaten Gemächer sowie weitere Gesellschaftsräume an. Im Laufe des [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]]s wurde der Palast dem jeweiligen Geschmack der Herrscher angepasst. Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] ließ die Residenz im Stil des [[Barock|Hochbarocks]] modernisieren. Unter der Gesamtleitung von Baumeister [[Lukas von Hildebrandt|Johann Lukas von Hildebrandt]] waren die bedeutendsten Künstler der Zeit, wie etwa [[Johann Michael Rottmayr]], [[Martino Altomonte]], [[Antonio Beduzzi]] oder [[Alberto Camesina]] am Werk. |
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| − | Auch [[Wolfgang Amadeus Mozart]] musizierte mehrmals für seinen Fürsterzbischof in diesen Prunkräumen. So wurde beispielsweise das Violinkonzert KV 219 in A-Dur am [[20. Dezember]] [[1775]] im Konferenzsaal uraufgeführt. | + | Auch [[Wolfgang Amadeus Mozart]] musizierte mehrmals für seinen Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] in diesen Prunkräumen. So wurde beispielsweise das Violinkonzert KV 219 in A-Dur am [[20. Dezember]] [[1775]] im Konferenzsaal uraufgeführt. |
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| | ==Die Räume== | | ==Die Räume== |
| | ===Carabinieri-Saal=== | | ===Carabinieri-Saal=== |
| | [[Datei:Carabinieri-Saal.jpg|thumb|Carabinieri-Saal]] | | [[Datei:Carabinieri-Saal.jpg|thumb|Carabinieri-Saal]] |
| − | Der Name des Saales geht auf die Leibgarde des Erzbischof zurück. Es ist der größte Saal der Residenz, der um 1600 errichtete ''Carabinieri-Saal''. Er befindet sich im ersten Stock. Francesco, Carlo Brenno sowie von Antonio Carabelli waren für den Stuck an den Wänden verantwortlich. 1610 erhielt der Saal die vier Marmorportale, 1660 erfuhr der Saal eine deutliche Erhöhung. Eine zweiarmige Marmortreppe führt an der Westseite zu einem höher gelegenen Marmorportal, von dem aus man in den ''Kaisersaal'' gelangt. | + | Der Name des Saales geht auf die Leibgarde des Fürsterzbischof zurück. Der um 1600 errichtete Saal ist der größte Saal der Residenz. Er befindet sich im ersten Stock. Francesco, Carlo Brenno sowie von Antonio Carabelli waren für den Stuck an den Wänden verantwortlich. 1610 erhielt der Saal die vier Marmorportale, 1660 erfuhr der Saal eine deutliche Erhöhung. Eine zweiarmige [[Marmor]]<nowiki>treppe</nowiki> führt an der Westseite zu einem höher gelegenen Marmorportal, von dem aus man in den ''Kaisersaal'' gelangt. |
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| − | Das große Deckenfresko wurde [[1689]] von [[Johann Michael Rottmayr]] gemalt. Es zeigt die vier Elemente: im Mittelbild gebietet der Meeresgott Neptun den Winden (Wssser & Luft), das rechte Bild zeigt die Schmiedewerkstatt des Vulcanos (Feuer) und das linke Bild stellt die Kalydonische Eberjagd (Erde) dar. Die vier Winde, der Nord, West, Süd und Ostwind, sind in den Medaillons an dem Ecken abgebildet. | + | Das große Deckenfresko wurde [[1689]] von Johann Michael Rottmayr gemalt. Es zeigt die vier Elemente: im Mittelbild gebietet der Meeresgott Neptun den Winden (Wssser & Luft), das rechte Bild zeigt die Schmiedewerkstatt des Vulcanos (Feuer) und das linke Bild stellt die Kalydonische Eberjagd (Erde) dar. Die vier Winde, der Nord, West, Süd und Ostwind, sind in den Medaillons an dem Ecken abgebildet. |
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| − | Die ersten Theateraufführungen nördlich der [[Alpen]] fanden sowohl in diesem Saal als auch im [[Steintheater]] bei [[Schloss Hellbrunn]] statt. Nicht gesichert ist das Datum der ersten Aufführung, der [[27. Jänner]] [[1614]]. | + | Die ersten Theateraufführungen nördlich der [[Alpen]] fanden sowohl in diesem Saal als auch im [[Steintheater]] im [[Schlosspark Hellbrunn|Park]] von [[Schloss Hellbrunn]] statt. Nicht gesichert ist das Datum der ersten Aufführung, der [[27. Jänner]] [[1614]]. |
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| | ==== Deckenfresko: Johann Michael Rottmayr ==== | | ==== Deckenfresko: Johann Michael Rottmayr ==== |
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| | ===Wohnräume=== | | ===Wohnräume=== |
| − | Die Wohnräume wurden im Auftrag von Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] unter Leitung von [[Lucas von Hildebrandt]] neu ausgestattet. | + | Die Wohnräume wurden im Auftrag von Fürsterzbischof Franz Anton Fürst Harrach unter Leitung von Lucas von Hildebrandt neu ausgestattet. |
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| | ===Rittersaal=== | | ===Rittersaal=== |
| − | Der heute als beliebte Aufführungsort von Kammermusik, sowie für kleinere festliche Veranstaltungen und Festvorträge verwendete Saal diente im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] Vorraum zu den fürstlichen Empfangs- und Wohnräumen. Zu sehen ein Deckenbild von Johann Michael Rottmayr, das in der Bildmitte Alexander den Großen zeigt, der seinem Vater sein Leibpferd Bukephalos vorführt. Um dieses Bild sind weitere Stationen aus dem Leben Alexanders zu sehen. Der Deckenstuck stammt von [[Alberto Camesina]], der Wandstuck von [[Peter Pflauder]]. | + | Der heute als beliebte Aufführungsort von Kammermusik, sowie für kleinere festliche Veranstaltungen und Festvorträge verwendete Saal diente im 17. und 18. Jahrhundert Vorraum zu den fürstlichen Empfangs- und Wohnräumen. Zu sehen ein Deckenbild von Johann Michael Rottmayr, das in der Bildmitte Alexander den Großen zeigt, der seinem Vater sein Leibpferd Bukephalos vorführt. Um dieses Bild sind weitere Stationen aus dem Leben Alexanders zu sehen. Der Deckenstuck stammt von [[Alberto Camesina]], der Wandstuck von [[Peter Pflauder]]. |
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| − | Aus diesem Saal führt ein Gang hinaus auf die [[Dombögen]] in den Salzburger [[Dom]], über den man über den südlichen Dombogen in die [[Erzabtei St. Peter]], in den [[Langer Gang|Langen Gang]] gelangt<ref>siehe [[DomQuartier]]</ref>. | + | Aus diesem Saal führt ein Gang hinaus auf die [[Dombögen]] in den Salzburger [[Dom]], über den man über den südlichen Dombogen in die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], in den [[Langer Gang|Langen Gang]] gelangt<ref>siehe [[DomQuartier]]</ref>. |
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| | ===Audienzsaal=== | | ===Audienzsaal=== |
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| | ===Retirada=== | | ===Retirada=== |
| − | In monarchischer Zeit diente das kleine Wohn- und Arbeitszimmer (''Retirada'') des Erzbischofsals als Schlafraum von [[Kaiser Franz Joseph I.]], der sich mehrmals in Salzburg aufgehalten hatte. | + | In monarchischer Zeit diente das kleine Wohn- und Arbeitszimmer (''Retirada'') des Fürsterzbischofs als als Schlafraum von Kaiser [[Franz Joseph I.]], der sich mehrmals in Salzburg aufgehalten hatte. |
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| | Auch hie Deckenmalereien von Rottmayr, in der Mitte ist der opfernde Alexander in Jerusalem zu sehen. Eines der vier Trabantenbild schildert den Traum Alexanders, in dem ein Hohepriester dem großen Feldherren die Herrschaft über Persien verkündet. | | Auch hie Deckenmalereien von Rottmayr, in der Mitte ist der opfernde Alexander in Jerusalem zu sehen. Eines der vier Trabantenbild schildert den Traum Alexanders, in dem ein Hohepriester dem großen Feldherren die Herrschaft über Persien verkündet. |
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| | ===Bildergalerie=== | | ===Bildergalerie=== |
| − | Dieser lang gestreckten Raum besitzt ein Spiegelgewölbe mit einem marmorierten Kranzsims. Zu sehen ist ein Abguss des Jünglings vom Helensberg in Kärnten in einer Nische, dessen Original sich zwischen seiner Entdeckung 1502 und 1806 in der Stadt Salzburg befand. Die Österreich nahmen es dann nach Wien. | + | Dieser lang gestreckten Raum besitzt ein Spiegelgewölbe mit einem marmorierten Kranzsims. Zu sehen ist ein Abguss des Jünglings vom Helensberg in [[Kärnten]] in einer Nische, dessen Original sich zwischen seiner Entdeckung 1502 und 1806 in der Stadt Salzburg befand. Die Österreicher nahmen es dann nach Wien. |
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| − | Das Gewölbefresko von Rottmayr zeigt die Glorie der Wissenschaften und Künste, geprägt von fürstlicher Größe und Stiftungsmacht, umgeben von einer illusionistischen Architekturmalerei. Astronomie, Geometrie, Architektur (der Architekt hält einen Plan des Wiener Palais Trautson in Händen) und Bildhauerei stehen symbolisch unter dem Schutz des Grafengeschlechts Harrach, Dichtung und Geschichtsschreibung unter dem Schutz der felicitas publica, Malerei und Musik unter jenem der des buon governo, der Guten Regentschaft. Das kleine anschließende Bibliothekszimmer besitzt ein Gemälde der Aurora gemalt von Altomonte. | + | Das Gewölbefresko von Rottmayr zeigt die Glorie der Wissenschaften und Künste, geprägt von fürstlicher Größe und Stiftungsmacht, umgeben von einer illusionistischen Architekturmalerei. Astronomie, Geometrie, Architektur (der Architekt hält einen Plan des Wiener Palais Trautson in Händen) und Bildhauerei stehen symbolisch unter dem Schutz des Grafengeschlechts Harrach, Dichtung und Geschichtsschreibung unter dem Schutz der ''felicitas publica'', Malerei und Musik unter jenem der des buon governo, der Guten Regentschaft. Das kleine anschließende Bibliothekszimmer besitzt ein Gemälde der Aurora gemalt von Altomonte. |
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| | ===Thronsaal=== | | ===Thronsaal=== |
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| | ===Markus Sittikus-Saal=== | | ===Markus Sittikus-Saal=== |
| − | Errichtet wurde er von Erzbischof [[Markus Sittikus]]. [[1776]] wurde er von Peter Pflauders neu stuckiert. Am [[1. Mai]] [[1816]] fand in diesem Saal die Übergabe des Großteils des früheren Landes Salzburgs an Oberösterreich im Rahmen einer Staatshandlung statt. | + | Errichtet wurde er von Fürsterzbischof [[Markus Sittikus von Hohenems]]. [[1776]] wurde er von Peter Pflauders neu stuckiert. Am [[1. Mai]] [[1816]] fand in diesem Saal die Übergabe des Großteils des früheren Landes Salzburgs an Oberösterreich im Rahmen einer Staatshandlung statt. |
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| | ===Kaisersaal=== | | ===Kaisersaal=== |
| − | Der schlicht wirkende Kaisersaal (früher Kaiserstube) zeigt Gemälde von 14 Herrschern des Hauses Habsburg. | + | Der schlicht wirkende Kaisersaal (früher Kaiserstube) zeigt Gemälde von 14 Herrschern des Hauses [[Habsburger|Habsburg]]. |
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| | ===Sintflutsaal=== | | ===Sintflutsaal=== |