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==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Die Sumpf-Siegwurz ist eine ausdauernde, bis 80 cm (selten bis 95 cm) hohe Pflanze. Als Überdauerungs- bzw. Speicherorgan fungiert eine bis 2,5 cm lange Sprossknolle, die von einer derben Knollenhülle umschlossen wird, deren Fasern im oberen Teil netzartig untereinander verbundenen sind. Die Sprossknolle wird jedes Jahr neu gebildet, wobei die alte Knolle unter der neuen noch lange erhalten bleibt. Im Frühjahr erscheinen 2-3 schwertförmige, bis 40 cm lange und 0,4-1,0 cm (selten bis 1,9 cm) breite Blätter.
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Die Sumpf-Siegwurz ist eine ausdauernde, bis 80 cm (selten bis 95 cm) hohe Pflanze. Als Überdauerungs- bzw. Speicherorgan fungiert eine bis 2,5 cm lange Sprossknolle, die von einer derben Knollenhülle umschlossen wird, deren Fasern im oberen Teil netzartig untereinander verbundenen sind. Die Sprossknolle wird jedes Jahr neu gebildet, wobei die alte Knolle unter der neuen noch lange erhalten bleibt. Im Frühjahr erscheinen zwei bis drei schwertförmige, bis 40 cm lange und 0,4-1,0 cm (selten bis 1,9 cm) breite Blätter.
Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli. Die Blüten sind am oberen Abschnitt des aufrechten Blütenstängels in einer einseitswendigen Ähre angeordnet und entspringen aus der Achsel eines bis 2,5 cm langen Tragblattes. Zwischen Blüte und Abstammungsachse ist ein Vorblatt eingeschaltet, das stets kleiner ist als das Tragblatt. Pro Blütenstand werden 2-8 (selten 9) nickende Blüten gebildet, die von unten nach oben aufblühen, wobei nie mehr als 4 gleichzeitig geöffnet sind. Die 6 Blütenhüllblätter sind 25-40 mm lang, am Grund zu einem gebogenen Trichter verwachsen und etwas unregelmäßig zweilippig. Sie besitzen eine leuchtend purpurrote Grundfarbe (es treten fallweise auch lila Varianten auf), wobei die unteren Blütenhüllblätter innen einen weißen, dunkelrot umrandeten Längsstreifen aufweisen (Anlockung und Orientierungshilfe für Bestäuber). Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln; auch eine Selbstbestäubung ist möglich.  
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Die Samenreife tritt im August/September ein. Als Frucht wird eine etwa 14-16 mm lange, an der Spitze abgerundete, zur Reife dreilappig aufspringende Kapsel gebildet. Die ca. 5 mm großen, ringsum stark geflügelten und gut schwimmfähigen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen.
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Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli. Die Blüten sind am oberen Abschnitt des aufrechten Blütenstängels in einer einseitswendigen Ähre angeordnet und entspringen aus der Achsel eines bis 2,5 cm langen Tragblattes. Zwischen Blüte und Abstammungsachse ist ein Vorblatt eingeschaltet, das stets kleiner ist als das Tragblatt. Pro Blütenstand werden zwei bis acht (selten neun) nickende Blüten gebildet, die von unten nach oben aufblühen, wobei nie mehr als 4 gleichzeitig geöffnet sind. Die sechs Blütenhüllblätter sind 25 - 40 mm lang, am Grund zu einem gebogenen Trichter verwachsen und etwas unregelmäßig zweilippig. Sie besitzen eine leuchtend purpurrote Grundfarbe (es treten fallweise auch lila Varianten auf), wobei die unteren Blütenhüllblätter innen einen weißen, dunkelrot umrandeten Längsstreifen aufweisen (Anlockung und Orientierungshilfe für Bestäuber). Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln; auch eine Selbstbestäubung ist möglich.  
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Die Samenreife tritt im August/September ein. Als Frucht wird eine etwa 14 - 16 mm lange, an der Spitze abgerundete, zur Reife dreilappig aufspringende Kapsel gebildet. Die ca. fünf mm großen, ringsum stark geflügelten und gut schwimmfähigen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen.
    
==Standorte==
 
==Standorte==
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==Gefährdung und Schutz==
 
==Gefährdung und Schutz==
Die Sumpf-Siegwurz ist in Salzburg als „vom Aussterben bedroht“ (Rote Liste 1) eingestuft. Der Hauptgrund dafür liegt im Verlust und in der Veränderung ihrer Lebensräume (insbesondere Umwandlung von extensiv bewirtschafteten [[Streuwiese]]n in Intensivgrünland oder Fichtenforste, Nutzungsaufgabe und anschließende Verbrachung und Verbuschung der letzten verbliebenen Standorte). Nur durch gezielte, fachlich fundierte Pflegemaßnahmen, wie sie beispielsweise die Biotopschutzgruppe [[Halm]] seit vielen Jahren durchführt, ist eine positive Bestandesentwicklung möglich.
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Die Sumpf-Siegwurz ist in Salzburg als vom Aussterben bedroht  (Rote Liste 1) eingestuft. Der Hauptgrund dafür liegt im Verlust und in der Veränderung ihrer Lebensräume (insbesondere Umwandlung von extensiv bewirtschafteten [[Streuwiese]]n in Intensivgrünland oder [[Fichte]]<nowiki>nforste</nowiki>, Nutzungsaufgabe und anschließende Verbrachung und Verbuschung der letzten verbliebenen Standorte). Nur durch gezielte, fachlich fundierte Pflegemaßnahmen, wie sie beispielsweise die Biotopschutzgruppe [[Halm]] seit vielen Jahren durchführt, ist eine positive Bestandesentwicklung möglich.
    
==Wissenswertes==
 
==Wissenswertes==
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Man verwendete die Knolle früher auch, um in die Haut eingedrungene Splitter herauszuziehen. Die ätherisches Öl und Saponine enthaltende Knolle wurde ferner als Wundmittel in der Veterinärmedizin benutzt.
 
Man verwendete die Knolle früher auch, um in die Haut eingedrungene Splitter herauszuziehen. Die ätherisches Öl und Saponine enthaltende Knolle wurde ferner als Wundmittel in der Veterinärmedizin benutzt.
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==Literatur==
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==Literatur und Quellen==
BÄCHTOLD-STÄUBLI, H. & DAXELMÜLLER, C. (1987): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Nachdruck der Ausgaben 1927-1942. – De Gruyter, Berlin.
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* Bächtold-Stäubli, H.; Daxelmüller, C: ''Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Nachdruck der Ausgaben 1927 - 1942'', 1987, De Gruyter, Berlin  
 
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* Herrmann N.: ''Beiträge zur Morphologie und Biologie von ''Gladiolus palustris'''', 2000, Schlechtendalia 5: S. 19 - 25  
HERRMANN, N. (2000): Beiträge zur Morphologie und Biologie von ''Gladiolus palustris''. – Schlechtendalia 5: 19-25.
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* Hoppe, H.A.: ''Drogenkunde Band 1'', 1975, De Gruyter, Berlin, New York, 1311pp  
 
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* Kirchner, O.V.; Loew, E.; Schröter, C. & Wangerin, W.: ''Lebensgeschichte der Blütenpflanzen Mitteleuropas''. Band I, Abt. 3, 1934, Ulmer, Stuttgart, 1168pp.
HOPPE, H.A. (1975): Drogenkunde Band 1. – De Gruyter, Berlin, New York. 1311pp.
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* Nowotny, G. & Tröster, B.: ''Zur Bestandesentwicklung der Sumpf-Gladiole (''Gladiolus palustris'' Gaudin) im Bundesland Salzburg'', 2002, 10. Österreichisches Botaniker-Treffen, BAL Gumpenstein (Steiermark), S. 45 - 50  
 
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* Schmall, B.: ''Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris'')'', 2015, HALM-Jahresbericht 2014: 14  
KIRCHNER, O.V., LOEW, E., SCHRÖTER, C. & WANGERIN, W. (1934): Lebensgeschichte der Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band I, Abt. 3. – Ulmer, Stuttgart. 1168pp.
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* Schmitt, B.; Fartmann, T. & Hölzel, N.: ''Vergesellschaftung und Ökologie der Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris'') in Südbayern.''  2010, Tuexenia 30: Seite 105 - 127  
 
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* Steingen, S.E.: ''Die Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris'' Gaudin) am Moosanger bei Füssen.'' 1988, Ber. Bayer. Bot. Ges. 59: Seite 65 - 74  
NOWOTNY, G. & TRÖSTER, B. (2002): Zur Bestandesentwicklung der Sumpf-Gladiole (''Gladiolus palustris'' GAUDIN) im Bundesland Salzburg. – 10. Österreichisches Botaniker-Treffen, BAL Gumpenstein: 45-50.
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* Wittmann, H., Pilsl, P. & Nowotny, G.: ''Rote Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen des Bundeslandes Salzburg.'' 1966, 5. Aufl., Naturschutzbeiträge (ed.: Amt d. Salzb. Landesreg., Naturschutzreferat) 8/1996: Seite 1 - 83
 
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SCHMALL, B. (2015): Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris''). – HALM-Jahresbericht 2014: 14.
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SCHMITT, B., FARTMANN, T. & HÖLZEL, N. (2010): Vergesellschaftung und Ökologie der Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris'') in Südbayern. Tuexenia 30: 105-127.
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STEINGEN, S.E. (1988): Die Sumpf-Siegwurz (''Gladiolus palustris'' Gaudin) am Moosanger bei Füssen. Ber. Bayer. Bot. Ges. 59: 65-74.
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WITTMANN, H., PILSL, P. & NOWOTNY, G. (1996): Rote Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen des Bundeslandes Salzburg. 5. Aufl. Naturschutzbeiträge (ed.: Amt d. Salzb. Landesreg., Naturschutzreferat) 8/1996: 1-83.
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[[Kategorie:Biologie]]
 
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[[Kategorie:Flora]]
 
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