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|}{{googlemapsort|Lend}}[[Datei:Lend2 mit B 311.jpg|thumb|Das Ortszentrum von Lend mit der neu errichteten Trasse der [[B 311]] am dahinter befindlichen Hang]]
[[Datei:Denkmal Franz Brutar Lend.jpg|thumb|Denkmal für den früheren Bürgermeister Franz Brutar (1919 - 1934), Initiator des Volks- und Hauptschulbaues, neben dem Schulgebäude in Lend]]
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[[Datei:Denkmal Franz Brutar Lend.jpg|thumb|Denkmal für den früheren Bürgermeister [[Franz Brutar]] (1919 - 1934), Initiator des Volks- und Hauptschulbaues, neben dem Schulgebäude in Lend]]
'''Lend/Embach''' ist eine Gemeinde im Osten des [[Pinzgau]]es.
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'''Lend''' ist eine Gemeinde im Osten des [[Pinzgau]]es.
    
== Geografie ==
 
== Geografie ==
 
=== Geografische Lage ===
 
=== Geografische Lage ===
 
<!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc. -->
 
<!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc. -->
Lend/Embach liegt im östlichen [[Salzachtal]], kurz bevor sich die [[Salzach]] nach Norden in Richtung [[Salzburg|Landeshauptstadt]] wendet. Südlich führt das [[Gasteinertal]] zum  [[Alpenhauptkamm]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], nördlich das [[Dientenbachtal]] nach [[Dienten]].  
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Lend liegt im östlichen [[Salzachtal]], kurz bevor sich die [[Salzach]] nach Norden in Richtung [[Salzburg|Landeshauptstadt]] wendet. Südlich führt das [[Gasteinertal]] zum  [[Alpenhauptkamm]] der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], nördlich das [[Dientenbachtal]] nach [[Dienten]].  
 
<!-- === Ausdehnung des Ortsgebiets === -->
 
<!-- === Ausdehnung des Ortsgebiets === -->
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Im Zusammenwirken von [[Erzbischof]] und [[Gewerke]]n wurde eine „Lende“ angelegt, um das [[Holz]], das auch aus den Wäldern des [[Oberpinzgau]]es auf der [[Salzach]] heran [[Holztrift|gedriftet]] wurde, „lenden“ (anlanden) zu können. Daher stammt der heutige Name Lend. Vorher hieß Lend Hirschfurt. Zu dieser Zeit waren die Abhänge links und rechts der Salzach dicht mit Buchen und Erlen bewachsen, das Flussbett war seicht und der Fluss teilte sich in mehrere Arme. Daher konnte das [[Wild]] mühelos von einer Flussseite zur anderen wechseln, was den Namen Hirschfurt erklärt.   
 
Im Zusammenwirken von [[Erzbischof]] und [[Gewerke]]n wurde eine „Lende“ angelegt, um das [[Holz]], das auch aus den Wäldern des [[Oberpinzgau]]es auf der [[Salzach]] heran [[Holztrift|gedriftet]] wurde, „lenden“ (anlanden) zu können. Daher stammt der heutige Name Lend. Vorher hieß Lend Hirschfurt. Zu dieser Zeit waren die Abhänge links und rechts der Salzach dicht mit Buchen und Erlen bewachsen, das Flussbett war seicht und der Fluss teilte sich in mehrere Arme. Daher konnte das [[Wild]] mühelos von einer Flussseite zur anderen wechseln, was den Namen Hirschfurt erklärt.   
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Es existierten damals drei Bauernlehen namens Hirschfurt, Goldhub und Burglehen. An der Mündung der [[Gasteiner Ache]] in die Salzach stand ein stattliches Gebäude mit der Bezeichnung >Das Recht zu Goldegg<, das den [[Herren von Goldegg]] gehörte. Mit dem Aussterben dieses Geschlechtes verfiel das Gebäude. [[1547]] erbaute der Gewerke Christoff [[Weitmoser]] an dessen Stelle eine Schmelzhütte, man kann aus heutiger Sicht sagen, dass das der Anfang eines Industrieortes war. In der Folge wurden Schmieden, Back- und Wohnhäuser für die Schmelzer und deren Familien errichtet.
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Es existierten damals drei Bauernlehen namens Hirschfurt, Goldhub und Burglehen. An der Mündung der [[Gasteiner Ache]] in die Salzach stand ein stattliches Gebäude mit der Bezeichnung „Das Recht zu Goldegg“, das den [[Herren von Goldegg]] gehörte. Mit dem Aussterben dieses Geschlechtes verfiel das Gebäude. [[1547]] erbaute der Gewerke Christoff [[Weitmoser]] an dessen Stelle eine Schmelzhütte, man kann aus heutiger Sicht sagen, dass das der Anfang eines Industrieortes war. In der Folge wurden Schmieden sowie Back- und Wohnhäuser für die Schmelzer und deren Familien errichtet.
    
=== Lend wird Industrieort ===
 
=== Lend wird Industrieort ===
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[[Datei:Aluminium.jpg|thumb|Aluminium]]
 
[[Datei:Aluminium.jpg|thumb|Aluminium]]
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Aluminium AG]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Salzburger Aluminium AG]]''
Bereits [[1898]] errichtete die Aluminium Industrie AG Neuhausen mit Sitz in der Schweiz in Lend an Stelle der „[[Weitmoser]]ischen Silberschmelzhütte“ die erste Aluminiumfabrik der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Das war der Beginn eines neuen Aufschwungs, den der Ort bitter nötig hatte. Lend wurde damit zu einem bedeutenden Industrieort und Verkehrsknotenpunkt.
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Bereits [[1898]] errichtete die Aluminium Industrie AG Neuhausen mit Sitz in der [[Schweiz]] in Lend an Stelle der „[[Weitmoser]]ischen Silberschmelzhütte“ die erste Aluminiumfabrik der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Das war der Beginn eines neuen Aufschwungs, den der Ort bitter nötig hatte. Lend wurde damit zu einem bedeutenden Industrieort und Verkehrsknotenpunkt.
 
===Siehe auch===
 
===Siehe auch===
 
* [[Embacher Plaike]]
 
* [[Embacher Plaike]]
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=== Thermenprojekt ===
 
=== Thermenprojekt ===
Nicht unumstritten war ein geplantes Thermenprojekt in Gemeinschaft mit den Gemeinden [[Taxenbach]], [[Rauris]] und [[Dienten]]. Bereits seit [[1993]] in Planung und mit Investitionen in der Höhe von 1,5 Mio. Euro, scheiterte die geplante Tiefenbohrung im [[Teufenbachtal]] am  Widerstand der Gemeinde [[Bad Gastein]], die diese Therme mit allen Mitteln verhindern wollte. Der Einspruch aus dem [[Gasteinertal]] erfolgte mit der offiziellen Begründung, es sei zu befürchten, dass die Thermalquelle in Lend mit jener in Gastein zusammenhänge. [[2011]] kam es zu einer Verkleinerung des Wasserschutzgebiets für die Quellen im Gasteinertal, was Lend neuerlichen Auftrieb gab, ihr Projekt nochmals einzureichen. Denn Lend fiel dabei aus dem Schutzgebiet. Geologen hatten nachgewiesen, dass Lend vom Gasteinertal durch einen undurchlässigen [[Schiefer]] getrennt ist und es im Raum Lend bereits seit Jahrhunderten einen Stollen gibt, in dem [[Thermalwasser]] eindringt, ohne dass die Quellen im Gasteintal weniger Schüttung hätten.  
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Nicht unumstritten war ein geplantes Thermenprojekt in Gemeinschaft mit den Gemeinden [[Taxenbach]], [[Rauris]] und [[Dienten]]. Bereits seit [[1993]] in Planung und mit Investitionen in der Höhe von 1,5 Mio. Euro, scheiterte die geplante Tiefenbohrung im [[Teufenbachtal]] am  Widerstand der Gemeinde [[Bad Gastein]], die diese Therme mit allen Mitteln verhindern wollte. Der Einspruch aus dem [[Gasteinertal]] erfolgte mit der offiziellen Begründung, es sei zu befürchten, dass die Thermalquelle in Lend mit jener in Gastein zusammenhänge. [[2011]] kam es zu einer Verkleinerung des Wasserschutzgebiets für die Quellen im Gasteinertal, was Lend neuerlichen Auftrieb gab, ihr Projekt nochmals einzureichen. Denn Lend fiel dabei aus dem Schutzgebiet. Geologen hatten nachgewiesen, dass Lend vom Gasteinertal durch einen undurchlässigen [[Schiefer]] getrennt ist und es im Raum Lend bereits seit Jahrhunderten einen Stollen gibt, in dem [[Thermalwasser]] eindringt, ohne dass die Quellen im Gasteinertal weniger Schüttung hätten.  
    
Im Juli 2012 wurde dieser zehnjährige Rechtsstreit durch einen rechtsgültigen Bescheid der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wohl endgültig beendet. Dieser besagt, dass der Quelle fünf Liter pro Sekunde entnommen werden dürfen.
 
Im Juli 2012 wurde dieser zehnjährige Rechtsstreit durch einen rechtsgültigen Bescheid der [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wohl endgültig beendet. Dieser besagt, dass der Quelle fünf Liter pro Sekunde entnommen werden dürfen.
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:''Hauptartikel [[Ehrenbürger der Gemeinde Lend]]''
 
:''Hauptartikel [[Ehrenbürger der Gemeinde Lend]]''
 
* 1886 [[Franz Wegmayer]], († 1919), Praktischer Arzt und Bahnarzt (ab 1886) und [[Bürgermeister der Gemeinde Lend]]
 
* 1886 [[Franz Wegmayer]], († 1919), Praktischer Arzt und Bahnarzt (ab 1886) und [[Bürgermeister der Gemeinde Lend]]
* 1963 Johann Richter, Altbürgermeister  
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* 1963 [[Johann Richter]], Altbürgermeister  
* 1965 Alexander Hölzl, Gemeinderat
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* 1965 [[Alexander Hölzl]], Gemeinderat
* 1970 Michael Seer, Pfarrer und Geistlicher Rat
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* 1970 [[Michael Seer]], Pfarrer und Geistlicher Rat
* 1973 [[Johanna Kral]] (* [[1913]], † [[2011]]), Med. Rat Dr.,  Ärztin für Allgemeinmedizin
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* 1973 [[Johanna Kral]] (* [[1913]], † [[2011]]), Med.-Rat Dr.,  Ärztin für Allgemeinmedizin
 
* 1984 [[Herbert Moritz]], ehemaliger Minister und Landeshauptmann-Stellvertreter
 
* 1984 [[Herbert Moritz]], ehemaliger Minister und Landeshauptmann-Stellvertreter
 
* 1984 [[Hans Katschthaler]], ehemaliger Landeshauptmann und gebürtiger [[Embach]]er
 
* 1984 [[Hans Katschthaler]], ehemaliger Landeshauptmann und gebürtiger [[Embach]]er
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* orf.at
 
* orf.at
 
* "Das Goldene Buch der Gemeinde Lend" (ohne Impressum und Jahresangabe)
 
* "Das Goldene Buch der Gemeinde Lend" (ohne Impressum und Jahresangabe)
* Lend/Embach - eine Gemeinde im Wandel der Zeit, Verfasserin Erika Pfeiffenberger-Scherer, HG Gemeinde Lend  
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* Lend/Embach - eine Gemeinde im Wandel der Zeit, Verfasserin [[Erika Scherer|Erika Pfeiffenberger-Scherer]], HG Gemeinde Lend  
 
* {{Quelle SN|Juni 2011 - Thermenprojekt}}
 
* {{Quelle SN|Juni 2011 - Thermenprojekt}}
  

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