| | '''Narycia duplicella''' (''Tinea duplicella'' Goeze, 1783) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. | | '''Narycia duplicella''' (''Tinea duplicella'' Goeze, 1783) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. |
| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== |
| − | ''N. duplicella'' wurde im Land Salzburg bisher verbreitet im [[Flachgau]], und zwar in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) nach Embacher et al. (2011) nachgewiesen. Die Höhenverbreitung scheint allerdings gering zu sein und ist nur von 400 - 900 m dokumentiert (Kurz & Kurz 2011). Ein zweifelhafter Fund aus den Salzburger Schieferalpen (Zone III, Gschwandtnerberg bei [[Taxenbach]], 1200 m) wurde von Kurz & Puchmayr (2011) publiziert. Lebensraum der Art sind in Salzburg hauptsächlich lichte Buchen- und Buchen-Fichten-Tannen-Mischwälder, aber auch in verschiedensten anderen Waldtypen, sogar in Moorrandwäldern ist die Art anzutreffen. Wichtig scheint die optimale Mischung aus mäßiger Feuchtigkeit einerseits und Helligkeit andererseits zu sein, um ein gutes Wachstum von Baumflechten und Algen, der Hauptnahrung der Raupen, zu ermöglichen. Die Imagines erscheinen in einer Generation pro Jahr im Juni, die Raupen entwickeln sich überwinternd bis Mai. | + | ''N. duplicella'' wurde im Land Salzburg bisher verbreitet im [[Flachgau]], und zwar in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) nach Embacher et al. (2011) nachgewiesen. Die Höhenverbreitung scheint allerdings gering zu sein und ist nur von 400 - 900 m dokumentiert ([[Michael Kurz|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]]2011). Ein zweifelhafter Fund aus den Salzburger Schieferalpen (Zone III, Gschwandtnerberg bei [[Taxenbach]], 1200 m) wurde von Kurz & Puchmayr (2011) publiziert. Lebensraum der Art sind in Salzburg hauptsächlich lichte Buchen- und Buchen-Fichten-Tannen-Mischwälder, aber auch in verschiedensten anderen Waldtypen, sogar in Moorrandwäldern ist die Art anzutreffen. Wichtig scheint die optimale Mischung aus mäßiger Feuchtigkeit einerseits und Helligkeit andererseits zu sein, um ein gutes Wachstum von Baumflechten und Algen, der Hauptnahrung der Raupen, zu ermöglichen. Die Imagines erscheinen in einer Generation pro Jahr im Juni, die Raupen entwickeln sich überwinternd bis Mai. |
| | Die Imagines leben sehr versteckt und zumindest die Weibchen fliegen nur sehr wenig. Sie warten frühmorgens mit vorgestrecktem Hinterleib auf den Anflug der Männchen. Bei Störung laufen sie eher als zu fliegen und versuchen sich in Spalten und dergleichen zu verbergen. Die Raupen leben in ihrem Sack vermutlich die meiste Zeit des Jahres im unteren Bereich der Baumstämme und zwar besonders gern an solchen, die reich mit grünen Algen und weißgrünen Baumflechten bewachsen sind, da diese auch die Nahrung der Tiere darstellen. Trotz der guten Tarnung durch ihren Sack, der außen ebenfalls oft mit Baumflechten verziert ist, werden die Raupen regelmäßig von Parasiten aus der Gruppe der Hautflügler (Hymenoptera) befallen. Wegen der geringen Bindung an einen bestimmten Lebensraumtyp und der doch einigermaßen weiten Verbreitung betrachten wir ''N. duplicella'' in Salzburg als ungefährdet. | | Die Imagines leben sehr versteckt und zumindest die Weibchen fliegen nur sehr wenig. Sie warten frühmorgens mit vorgestrecktem Hinterleib auf den Anflug der Männchen. Bei Störung laufen sie eher als zu fliegen und versuchen sich in Spalten und dergleichen zu verbergen. Die Raupen leben in ihrem Sack vermutlich die meiste Zeit des Jahres im unteren Bereich der Baumstämme und zwar besonders gern an solchen, die reich mit grünen Algen und weißgrünen Baumflechten bewachsen sind, da diese auch die Nahrung der Tiere darstellen. Trotz der guten Tarnung durch ihren Sack, der außen ebenfalls oft mit Baumflechten verziert ist, werden die Raupen regelmäßig von Parasiten aus der Gruppe der Hautflügler (Hymenoptera) befallen. Wegen der geringen Bindung an einen bestimmten Lebensraumtyp und der doch einigermaßen weiten Verbreitung betrachten wir ''N. duplicella'' in Salzburg als ungefährdet. |