| | [[Datei:Pestmarterl beim Lenzengut in Lofer.jpg|thumb|Marterl zur Erinnerung an die Pest auf dem Lenzengut in [[Lofer]] im Jahr [[1648]]]] | | [[Datei:Pestmarterl beim Lenzengut in Lofer.jpg|thumb|Marterl zur Erinnerung an die Pest auf dem Lenzengut in [[Lofer]] im Jahr [[1648]]]] |
| | [[Datei:Pestmarterl beim Lenzengut, Lofer.jpg|thumb|Pestmarterl beim Lenzengut in Lofer]] | | [[Datei:Pestmarterl beim Lenzengut, Lofer.jpg|thumb|Pestmarterl beim Lenzengut in Lofer]] |
| | Aus [[Stuhlfelden]] berichtete der Vikar, dass einem Zimmermann die Frau und zwei Kinder verstorben seien. Er und sein Sohn hatten schon Anzeichen der Pest, er eine große Beule unter der Achsel, sein Sohn eine auf der Stirn. Trotz des Badens in kaltem Wasser war keine Besserung zu verzeichnen. | | Aus [[Stuhlfelden]] berichtete der Vikar, dass einem Zimmermann die Frau und zwei Kinder verstorben seien. Er und sein Sohn hatten schon Anzeichen der Pest, er eine große Beule unter der Achsel, sein Sohn eine auf der Stirn. Trotz des Badens in kaltem Wasser war keine Besserung zu verzeichnen. |
| − | [[1649]] grassierte wiederum die Pest. Aus [[Piesendorf]] berichtete der Vikar, dass der den Priestern abholde Pfleger von [[Kaprun]] in der steinigen, unbequemen und für die Gemeinde ganz entsetzlichen Au einen Platz ausgesteckt habe, wo die Pesttoten begraben werden sollten. Aus [[Embach]] berichtete der Vikar, dass ein scheinbar gesunder Metzgerknecht spätabends beim Aubauern um Unterkunft gebeten habe und am Morgen tot im Bett lag. Insgesamt sind 14 Personen in diesem Haus gestorben. Ein armes, beschränktes Mädchen aus diesem Haus ging zum Nachbarn, dem Kapeller, worauf bald auch dort die Pest die Tochter und zwei Söhne hinwegraffte. Der Kapellerbauer wurde nach dem Tod seiner Angehörigen schwermütig und wollte sich das Leben nehmen. Der Vikar ging zu ihm und redete ihm aus gewissem Abstand auf offenem Feld ins Gewissen, sodass er, ''10 Wochen darauf, bis dato bey Leben war''. | + | [[1649]] grassierte wiederum die Pest. Aus [[Piesendorf]] berichtete der Vikar, dass der den Priestern abholde Pfleger von [[Kaprun]] in der steinigen, unbequemen und für die Gemeinde ganz entsetzlichen Au einen Platz ausgesteckt habe, wo die Pesttoten begraben werden sollten. Aus [[Embach]] berichtete der Vikar, dass ein scheinbar gesunder Metzgerknecht spätabends beim Aubauern um Unterkunft gebeten habe und am Morgen tot im Bett lag. Insgesamt sind 14 Personen in diesem Haus gestorben. Ein armes, beschränktes Mädchen aus diesem Haus ging zum Nachbarn, dem Kapeller, worauf bald auch dort die Pest die Tochter und zwei Söhne hinwegraffte. Der Kapellerbauer wurde nach dem Tod seiner Angehörigen schwermütig und wollte sich das Leben nehmen. Der Vikar ging zu ihm und redete ihm aus gewissem Abstand auf offenem Feld ins Gewissen, sodass er, ''10 Wochen darauf, bis dato bey Leben war''. |