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Für pubertierende Buben war es so um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eines der erstrebenswertesten Ziele, in die Zeche aufgenommen zu werden. Außerhalb dieser Vereinigung war Annäherung an die Weiblichkeit des Dorfes, sei es beim Tanz oder zu nächtlicher Stunde am Fenster, ein eher gefährliches Unternehmen, weil nicht nur der Zechmeister, sondern auch jedes einzelne Mitglied der Zeche über das "Revier" mit Argusaugen wachte. Burschen aus anderen Zechen, so zum Beispiel aus dem oberösterreichischen Franking oder aus St. Pantaleon, mussten Unbotmäßigkeiten oft mit argen Schrammen, ja sogar ernsteren Verletzungen bezahlen. Nach Hochzeiten fehlten vom Gartenzaun meiner Mutter nicht selten Latten samt Nägeln, deren Spuren sich an nichtörtlichen Zechbuben deutlich abzeichneten.
Natürlich standen nicht nur Raufhändel an. Auch das Brauchtum wurde hochgehalten und so mancher dörfliche Scherz wurde ohne große Recherchen den Zechbuben zugeschrieben.
Ingo Baumgartner (Ibrahim)
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