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Textersetzung - „Petersfriedhof“ durch „Friedhof von St. Peter“
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Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, erhielt der fürstbischöfliche Hofarchitekt am 15. Juli 1805 den Ruf nach [[Salzburg]] als ''Director'' des neuen Kameral-Bauamtes in kurfürstlichem Dienst. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. Johann Georg kehrte mit seinem vierzehnjährigen Sohn, dem Halbwaisen Franz de Paula II., nach Salzburg zurück, wo er nun in dem von seinem Bruder [[Matthias Hagenauer|Matthias]] geerbten [[Gurkerhof]] mit seiner Dienerschaft residierte. Im selben Jahr erbte Johann Georg von einer kinderlosen Tante seiner Frau, Therese von Molitor (geborene von Altmannshofen), ein beträchtliches Vermögen. In Salzburg wurde Johann Georg "Amtsnachfolger" seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im [[Kurfürstliches Kammeralbauamt|kurfürstlichen Kameralbauamt]]. Als kaiserlicher Rat und kurfürstlicher Baudirektor übernahm er nun auch viele Aufträge für seinen Vetter, den Salzburger Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus von Hagenauer]], in [[Abtenau]] und [[Hallein]]. Am 14. April 1807 wurde er in österreichische k.u.k. Dienste übernommen. 1812 wurde er von der bayerischen Regierung quiesziert<ref>in den Ruhestand versetzen, Quelle [http://www.duden.de/rechtschreibung/quieszieren www.duden.de]</ref> und 1819 pensioniert. Laut einer Familienchronik (Chronik Chabert) stand er ab 14. Mai 1813 in königlich bairischen Diensten und ab 26. Mai 1816 als Baudirektor erneut in k.k. Dienst. Am 7. August 1819 ''"jubilierte"'' er, also ging er endgültig in Pension. Er übernahm danach nur mehr wenige Aufträge, wie zum Beispiel die Planung der Renovierung (neue Fassadengestaltung) des beim Stadtbrand von 1818 stark beschädigten [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]]. Er baute auch seinen fünfhundert Jahre alten Gurkerhof in der [[Kaigasse]] 39 unter anderem mit einer klassizistischen Fassade um, allerdings wurde der Gurkerhof 1932 abgerissenen.  
 
Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, erhielt der fürstbischöfliche Hofarchitekt am 15. Juli 1805 den Ruf nach [[Salzburg]] als ''Director'' des neuen Kameral-Bauamtes in kurfürstlichem Dienst. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. Johann Georg kehrte mit seinem vierzehnjährigen Sohn, dem Halbwaisen Franz de Paula II., nach Salzburg zurück, wo er nun in dem von seinem Bruder [[Matthias Hagenauer|Matthias]] geerbten [[Gurkerhof]] mit seiner Dienerschaft residierte. Im selben Jahr erbte Johann Georg von einer kinderlosen Tante seiner Frau, Therese von Molitor (geborene von Altmannshofen), ein beträchtliches Vermögen. In Salzburg wurde Johann Georg "Amtsnachfolger" seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im [[Kurfürstliches Kammeralbauamt|kurfürstlichen Kameralbauamt]]. Als kaiserlicher Rat und kurfürstlicher Baudirektor übernahm er nun auch viele Aufträge für seinen Vetter, den Salzburger Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus von Hagenauer]], in [[Abtenau]] und [[Hallein]]. Am 14. April 1807 wurde er in österreichische k.u.k. Dienste übernommen. 1812 wurde er von der bayerischen Regierung quiesziert<ref>in den Ruhestand versetzen, Quelle [http://www.duden.de/rechtschreibung/quieszieren www.duden.de]</ref> und 1819 pensioniert. Laut einer Familienchronik (Chronik Chabert) stand er ab 14. Mai 1813 in königlich bairischen Diensten und ab 26. Mai 1816 als Baudirektor erneut in k.k. Dienst. Am 7. August 1819 ''"jubilierte"'' er, also ging er endgültig in Pension. Er übernahm danach nur mehr wenige Aufträge, wie zum Beispiel die Planung der Renovierung (neue Fassadengestaltung) des beim Stadtbrand von 1818 stark beschädigten [[Schloss Mirabell|Schlosses Mirabell]]. Er baute auch seinen fünfhundert Jahre alten Gurkerhof in der [[Kaigasse]] 39 unter anderem mit einer klassizistischen Fassade um, allerdings wurde der Gurkerhof 1932 abgerissenen.  
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In seinem Ruhestand begann er vermehrt wieder zu Zeichnen und zu Malen, seine erste Anstellung beim Salzburger Erzbischof war ja die eines Zeichners gewesen. Da er seine Werke oft nur mit den Initialen seines Namens JGH (oder JH) signierte, wurden seine Arbeiten in späteren Publikationen fälschlich einem "Ignaz" Hagenauer zugeordnet. Gegen Ende seines langen Lebens wurde Johann Georg zunehmend taub und blind. Er starb mit 87 Jahren als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde von seinem in Linz lebenden Sohn Franz de Paula von Hagenauer in der Familiengruft (Nr. LII) am [[Petersfriedhof]] beigesetzt, in der bereits seine Brüder Matthias und Wolfgang ruhten.
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In seinem Ruhestand begann er vermehrt wieder zu Zeichnen und zu Malen, seine erste Anstellung beim Salzburger Erzbischof war ja die eines Zeichners gewesen. Da er seine Werke oft nur mit den Initialen seines Namens JGH (oder JH) signierte, wurden seine Arbeiten in späteren Publikationen fälschlich einem "Ignaz" Hagenauer zugeordnet. Gegen Ende seines langen Lebens wurde Johann Georg zunehmend taub und blind. Er starb mit 87 Jahren als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde von seinem in Linz lebenden Sohn Franz de Paula von Hagenauer in der Familiengruft (Nr. LII) am [[Friedhof von St. Peter]] beigesetzt, in der bereits seine Brüder Matthias und Wolfgang ruhten.
    
==Familie==
 
==Familie==

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