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| − | Zwischen [[1974]] und [[1994]] fanden am [[Salzburgring]] jedes Jahr der '''Oldtimer Grand Prix''' für historische Motorräder und Automobile statt, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte. | + | Zwischen [[1974]] und [[1994]] fanden am [[Salzburgring]] jedes Jahr die '''Oldtimer Grand Prix''' für historische Motorräder und Automobile statt, die mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte. |
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| | ====Entstehung==== | | ====Entstehung==== |
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| | In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden Motorveteranen Clubs und man erinnerte sich der Werte alter Automobile und Motorräder. Während man in England schon längere Zeit auf permanenten Rennstrecken derartige Veranstaltungen durchführte, begann man nun auch in Deutschland auf alten Streckenteilen des Nürburgrings und auf dem Hockenheimring mit historischen Rennveranstaltungen. | | In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden Motorveteranen Clubs und man erinnerte sich der Werte alter Automobile und Motorräder. Während man in England schon längere Zeit auf permanenten Rennstrecken derartige Veranstaltungen durchführte, begann man nun auch in Deutschland auf alten Streckenteilen des Nürburgrings und auf dem Hockenheimring mit historischen Rennveranstaltungen. |
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| − | So fand dann auch in Salzburg in Zusammenarbeit des "MVCS [[Motorveteranen Club Salzburg]]" unter der damaligen Leitung von [[Helmut Krackowizer | Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer]] und dem "[[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]", kurz SAMTC, [[1974]] der "1. Wettbewerb um die Castrol-Austria-Trophäe in memoriam Rupert Karner" am Salzburg-Ring statt. Zunächst nur für Motorräder. Erst ab 1976 gab es dann auch Läufe für Automobile. | + | So fand dann auch in Salzburg in Zusammenarbeit des "MVCS [[Motorveteranen Club Salzburg]]" unter der damaligen Leitung von [[Helmut Krackowizer | Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer]] und dem "[[Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Club]]", kurz SAMTC, [[1974]] der "1. Wettbewerb um die Castrol-Austria-Trophäe in memoriam Rupert Karner" am Salzburg-Ring statt. Zunächst nur für Motorräder. Erst ab 1976 gab es dann auch Läufe für Automobile. |
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| | Schon vorher gab es die "5. Int. Motorveteranen-Rallye um den blauen Donaupokal der MARTHA" statt: vom 18. bis 20.9.[[1970]]. Die Strecke führte von Salzburg nach [[Glasenbach]], wo die erste Zeitetappe begann, die über [[Hallein]], [[Wiestal]] zum Fahrerlager am [[Salzburgring]] führte. Die nächste Zeitetappe führte von Fuschl nach St. Gilgen hinüber nach Mondsee, die nächste begann in Zell am Moos und ging über [[Straßwalchen]], [[Neumarkt]] und [[Köstendorf]] nach [[Mattsee]], wo dann eine "ländliche Jause im Braugasthof [[Sigl]]" in [[Obertrum]] folgte. Die letzte Etappe schließlich begann in Obertrum und brachte die Teilnehmer über [[Elixhausen]], [[Lengfelden]], [[Bergheim]] und [[Plainbrücke]] zum Ziel in Salzburg-[[Itzling]] bei der ARAL-Tankstelle der "MARTHA" in der [[Raiffeisenstraße]]. Diese Rallye fand dann nochmals 1975 statt. | | Schon vorher gab es die "5. Int. Motorveteranen-Rallye um den blauen Donaupokal der MARTHA" statt: vom 18. bis 20.9.[[1970]]. Die Strecke führte von Salzburg nach [[Glasenbach]], wo die erste Zeitetappe begann, die über [[Hallein]], [[Wiestal]] zum Fahrerlager am [[Salzburgring]] führte. Die nächste Zeitetappe führte von Fuschl nach St. Gilgen hinüber nach Mondsee, die nächste begann in Zell am Moos und ging über [[Straßwalchen]], [[Neumarkt]] und [[Köstendorf]] nach [[Mattsee]], wo dann eine "ländliche Jause im Braugasthof [[Sigl]]" in [[Obertrum]] folgte. Die letzte Etappe schließlich begann in Obertrum und brachte die Teilnehmer über [[Elixhausen]], [[Lengfelden]], [[Bergheim]] und [[Plainbrücke]] zum Ziel in Salzburg-[[Itzling]] bei der ARAL-Tankstelle der "MARTHA" in der [[Raiffeisenstraße]]. Diese Rallye fand dann nochmals 1975 statt. |
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| − | Nach 1994 fanden dann noch zweimal "Oldtimer Grand Prix" am Salzburgring statt, nämlich 1996 und 1997, allerdings organisiert vom [[ARBÖ]] Salzburg. Und auch der Charakter der Veranstaltung war der Entwicklung der Zeit schon angepasst: es gab Läufe der "European Challenge for historic Touring cars", Grand Tourisme Meisterschaftsläufe und eben Motorrad-Läufe. Diese waren jedoch mit nur 48 Startern mehr als mager im Vergleich zu den großartigen Veranstaltungen in den 70er und 80er Jahren. | + | Nach 1994 fanden dann noch zweimal "Oldtimer Grand Prix" am Salzburgring statt, nämlich [[1996]] und [[1997]], allerdings organisiert vom [[ARBÖ]] Salzburg. Und auch der Charakter der Veranstaltung war der Entwicklung der Zeit schon angepasst: es gab Läufe der "European Challenge for historic Touring cars", Grand Tourisme Meisterschaftsläufe und eben Motorrad-Läufe. Diese waren jedoch mit nur 48 Startern mehr als mager im Vergleich zu den großartigen Veranstaltungen in den 70er und 80er Jahren. |
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| | ====Die Veranstaltung==== | | ====Die Veranstaltung==== |
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| − | Einmal pro Jahr trafen sich für ein Wochenende Anfang September Sammler, aktive und ehemaliger Rennfahrer am Salzburgring. | + | Einmal pro Jahr trafen sich, Anfangs nur für einen Tag im Mai, später dann für ein Wochenende Anfang September Sammler, aktive und ehemaliger Rennfahrer am Salzburgring. |
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| | Es gab Bewerbe für Automobile und für Motorräder, jeweils in Jahrgangsklassen und Kubikzentimeter unterteilt. Es handelte sich dabei um Gleichmäßigkeitsbewerbe: eine Zeit/Geschwindigkeit, die nach einer Startrunde gemessen/gefahren wurde, musste möglichst ohne Abweichungen weitere drei Runden gefahren werden. Somit kam ein Lauf auf fünf Runden, je Runde 4,2 Kilometer. Es wurden je Klasse zwei Läufe absolviert. Sieger war derjenige, der die kleinste Zeitabweichung hatte. | | Es gab Bewerbe für Automobile und für Motorräder, jeweils in Jahrgangsklassen und Kubikzentimeter unterteilt. Es handelte sich dabei um Gleichmäßigkeitsbewerbe: eine Zeit/Geschwindigkeit, die nach einer Startrunde gemessen/gefahren wurde, musste möglichst ohne Abweichungen weitere drei Runden gefahren werden. Somit kam ein Lauf auf fünf Runden, je Runde 4,2 Kilometer. Es wurden je Klasse zwei Läufe absolviert. Sieger war derjenige, der die kleinste Zeitabweichung hatte. |
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| | Bereits am Freitagnachmittag kamen die ersten Teilnehmer im Fahrerlager an. Samstag war der technischen Abnahme (Sicherheits- und Markenkontrolle) und dem Training gewidmet, der Sonntag den beiden Gleichmäßigkeitsläufen. An diesen Wochendenden kamen bis zu 10.000 Zuschauer an den Ring. | | Bereits am Freitagnachmittag kamen die ersten Teilnehmer im Fahrerlager an. Samstag war der technischen Abnahme (Sicherheits- und Markenkontrolle) und dem Training gewidmet, der Sonntag den beiden Gleichmäßigkeitsläufen. An diesen Wochendenden kamen bis zu 10.000 Zuschauer an den Ring. |
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| − | Der "Oldtimer Grand Prix" musste dann aufgrund von verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland Salzburgs in den 90er Jahren eingestellt werden. | + | Der "Oldtimer Grand Prix" musste dann aufgrund von verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland Salzburgs in den 90er Jahren eingestellt werden. Aber er war dennoch ein wahr gewordener Lebenstraum des ehemaligen Motorradrennfahrers und Motorfachjournalisten [[Helmut Krackowizer| Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer]]. |
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| | ====Die Teilnehmer==== | | ====Die Teilnehmer==== |