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== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Der Dr. Fritz Gruber Weg  führt vom Parkplatz in [[Sportgastein]] über die Mittelstation Goldbergbahn und über das Schiedeck zum [[Knappenbäudelsee|Knappenbäuelsee]] und weiter zum Gipfel des [[Kreuzkogel]]s, der an bestimmten Tagen auch im Sommer mit der [[Goldbergbahn]] erreichbar ist.
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Der Dr. Fritz Gruber Weg  führt vom Parkplatz in [[Sportgastein]] über die Mittelstation Goldbergbahn und über das Schiedeck zum [[Knappenbäudelsee|Knappenbäuelsee]] und weiter zum Gipfel des [[Kreuzkogel]]s, der an bestimmten Tagen auch im Sommer mit der [[Goldbergbahn]] erreichbar ist. Die Höhendifferenz beträgt rund 1000 Meter, und man braucht ca. 3 bis 3,5 Stunden an Gehzeit bis zum Gipfel. Der Weg wurde nach Dr. [[Fritz Gruber]] benannt, der sich seit seiner Jugend und dann als Montanistoriker mit dem Berg beschäftigte.
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== Wegbeschreibung==
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=== 1. Etappe: Zum Knappenbäuelsee (Knappenbäudelsee) ===
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Über das Gasteinertal, Bad Gastein und Böckstein erreichen wir das Schizentrum Sportgastein, früher unter dem Namen "Naßfeld" bekannt. Im folgenden ist die neue Rechtschreibung angewandt: "Nassfeld". Am großen Gratis-Parkplatz gehen wir zum süd-östlichen Eck und starten da unsere Wanderung. Nach ein paar Metern überqueren wir die Siglitzbach-Brücke und gleich darauf eine zweite Brücke, die jenen Bach überspannt, da von Süden kommt. Manche nennen ihn Weißenbach oder Weißenbachtalbach,weil er in diesem Tal seinen Ursprung hat, doch besser passt der Name "Nassfeldbach".
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Wir gehen ca. 100 m dem Bach entlang (Naturschau-Pfad der Nationaparkverwaltung) und zweigen dann nach links ab. Von nun an geht's bergauf. Wir folgen zuerst der Schipiste (Familienabfahrt) über mehrere Kehren hinauf, bis wir auf ca. 1860 m ü. A. auf die von rechts heraufkommende Werksstraße(für die Goldergbahn, nicht öffentlich) treffen. Bis zur Mittelstation sind es noch zwei Kehren.
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==== An der Mittelstation der Goldbergbahn angelangt: ====
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Mit der Mittelstation haben wir die Waldgrenze erreicht, obwohl darunter kein geschlossener Wald vorhanden ist, sondern nur einzelne Bäume und Baumgruppen aus Lärchen und Fichten (diese im Spätsommer oft mit dem auffallend gelben Goldschleim "Chrysomixa", der aber wieder verschwindet und keinen nennenswerten Schaden verursacht). Zirben fehlen hier weitgehend, wie überhaupt im ganzen Nassfeld. An einigen Stellen wurden im Südteil Stroben gepflanzt, die den Zirben sehr ähnlich sind. Nur das uns gegenüber, jenseits des Nassfelder Talbodens, nach Westen hin ansteigende Siglitztal hat sonnseitig noch originale, Jahrhunderte alte Zirben. - Ansonsten ist am Aufstieg bis hierher die typische "Hochstaudenflur" sominierend, mit breitblättrigen Pflanzen von ca. 80 bis 120 cm Höhe, die nährstoffeiche und zugleich frische bis feuchte Standorte lieben. Zu nennen sind z. B. Germer, Geißbart, Alpen-Milchlattich, Grau-Alpendost und Österreich-Gamswurz. Es kommt aber auch schon die Rost-Alpenrose ("Almrausch") vor, die zum Teil mit einzelnen Exemplaren noch rund 400 m höher steigt. Was Farne betrifft, so findet sich der Männerfarn, der Frauenfarn (beide Arten) und der Schildfarn. An Sträuchern kommt gelegentlich noch die Grau-Erle vor, aber ansonsten dominiert überall die Grün-Erle, und zwar so üppig, dass die Almbauern sie regelmäßig zurückschneiden müssen. Vereinzelt steigt ein Vogelbeerbaum bis in diese Höhe. Er ist der höchststeigende Laubbaum.
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Von der Mittelstation zeigt ein Blick nach West über das Tal die Bockhartsee-Gegend. Hier ist rechts unten eine hohe Wand auffällig. Durch diese Wand zieht von rechts oben nach links unten eine deutlich erkennbare Linie. Sie markiert die frühere Druckwasserleitung, die das Wasser des Bockhart-Sees auf die Turbine eines Kraftwerks unten im Nassfeld leitet, heute ein -sehr empfehlenswertes! - Schaukraftwerk.
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==== Weiter geht's über das/die Schiedeck zum Knappenbäuel-See ====
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Ab der Mittelstation gehen wir die Werkstraße nach Nord hinauf weiter bis zu einem kleinen Felsgebilde, das die Einheimischen "Tatzelwurm" nennen. Es ist jene Stelle, wo man erstmals einen Tiefblick in das eigentliche Nassfeldtal hinunter und das Tal hinaus hat. Hier trug sich der Fall zu, dass Variantenfahrer den gesperrten, extrem steilen Hang ins Tal hinunterfuhren und es ga dabei auch ein Todesopfer. Es ist der nördlichste Punkt unserer Wanderung und wir wenden uns wieder bergan nach Ost hinauf. Es lohnt sich bereits hier nach Alpenpflanzen der alpinen Region Ausschau zu halten, z. B. nach Zwerg-Seifenkraut und Krainer Grau-Greiskraut. Nach einigen Kehren erreichen wir die/das Schiedeck (an ihrer Südgrenze), hier mit einer Sonnenhütte. Nun dreht der Weg ungefähr nach Süd und vorbei an der Talstation des Kreuzkogel-Schleppliftes geht es mit mäßiger Steigung zum Knappenbäuelsee, der meist unetymologisch-fälschlich als ''Knappenbeudelsee'' geschrieben wird. Auf einer kleinen Kuppe angekommen, sehen wir direkt unter uns den wunderschönen Bergsee. Die Knappen des 16. Jahrhunderts nannten ihn noch "Unken-See" - ob es solche Tierchen wirklich einmal dort gegeben hat? Immerhin liegt der See auf 2250 m ü. A.
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Die Gegend ringsum ist alpine Weidefläche, auch mit ziemlich viel Bürstlingsrasen. Die Blütenpracht zeigt sich eher als recht bescheiden. Aber hier, am südlichsten Punkt unserer Wanderung, bei dem Pfosten mit Wegweisertafeln, oder unterhalb beim See, ist eine Rast angesagt. Immerhin liegen 800 bereits bewältigte Höhenmeter schon hinter uns.
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=== 2. Etappe: Vom Knappenbäuelsee über das Ödenkar zur Bergstation und zum Gipfel ===
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Der Weg wendet sich nun nach Ost hinauf, zum Teil der Trasse des Schlepplifts folgend. Nach ordentlichem Anstieg, aber noch unterhalb der Bergstation des Schlepplifts, lohnt sich ein Blick nach auf die Gegen, die sich von hier nach Nord hinüber zu den Wänden des Salesenkgogels erstreckt. Ins Auge stechen hier mehrere mächtige Quarzadern, deren Besonderheit darin besteht, dass sie sich isoliert bis zu ca. 1 m vom Muttergestein mit einer Dicke von ca. 0,5 m freistehend abheben. Es sind die hier typischen "Neunerklüfte", so genannt, da sie ziemlich genau nach Osten, also nach "Stund neun", ihr Streichen haben (ihr "Fallen" liegt annähernd bei 0°). Wenn man sich die Entstehung dieser Gänge vorstellen will, so muss man sich in geologische Zeiträume von zig-tausend Jahren zurück versetzen. Jahrtausende hindurch erodierten Frost, Wasser und Sturmwind das im Vergleich zum Quarz viel weichere Muttergestein weg, und es wich Milimeter um Millimeter nach hinten, sodass der harte Quarz gewissermaßen immer weiter "herauszuwachsen" begann: Ein potentielles Musterbeispiel für ein Lehrbuch der Morphogeologie!
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An die Wände des Salesenkogels sollte man sich nur mit allergrößter Vorsicht nähern, denn es besteht Steinschlaggefahr, besonders, wenn sich im Gipfelbereich Schafe aufhalten. Hier kommen etliche Pflanzen vor, etwa das Edelweiß, das auf den darunter liegenden Weideflächen, die von Gletschern abgeschliffen wurden und sich nach deren Rückzug mühsam zehntelmillimeterweise neue Erde aufbauen mussten, fehlt. Hingegen ist der ganze Gipfelaufbau ein großer Nunatakker, der nie vergletschert war, daher seine Millionen von Jahren alte Ur-Erde in den Ritzen und Spalten bewahrte und mit seiner Südexposition vielen seltenen Pflanzen nun eine ideale "Wohnung", wie die frühen Botaniker sagten, bietet. Aber wer heute gefahrlos die Pracht der alpinen bis nivalen Alpenpflanzen genießen will, ganz das ganz oben am Gipfel tun, der ebenfalls ein Nunatakker ist.
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Der Name "Salesenkogel" ist karantanisch-altslowenischen Ursprungs und beweist, dass die hier heimischen Slawen des 8. bis 10. nachchristlichen Jahrhunderts das bedeutende Erzvorkommen kannten. Zugrunde liegt dem Namen das Wort желѐзо = Eisen, Erz. Der kleinere Nebengipfel ist der Radhauskogel, eine junge Namensform, abgeleitet von viel älterem "Radhausberg". Dessen Schreibung mit >th< ist unetymologisch und sollte nicht verwendet werden.
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== 1. Etappe: Zum Knappenbäuelsee (Knappenbäudelsee) ==
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[[Datei:Dr. Fritz Gruber Weg.jpeg|thumb]]
 
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[[Datei:Saponaria pumila Zwerg-Seifenkraut.jpg|thumb]]  
 
[[Datei:Saponaria pumila Zwerg-Seifenkraut.jpg|thumb]]  
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