| − | Das '''Bollwerk St. Vital''' (im 19. Jahrhundert häufig auch ''Bastion I'' oder ''St. Vital Bastion'' genannt), einstmals direkt am Ufer der Salzach gelegen, bildete gemeinsam mit dem Bollwerk St. Virgil, dem Bollwerk St. Heinrich, dem Bollwerk St. Rupert und dem halben Bollwerk St. Sebastian am Kapuzinerberg die starke Lodronsche [[Stadtbefestigung]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Rechten Altstadt]]. Das Bollwerk befand sich dort, wo sich heute den Kurgarten bildet. Der Erdkern der Bastion ist bis heute als Rosenhügel noch gut zu erkennen. Auf der Verbindungs-Wehranlage (genannt Kurtine bzw. Courtine) zum östlich gelegenen Bollwerk St. Virgil befand sich das Mirabelltor. Die Kurtine nach Süden hin (d.h. östlich des Zwergelgartens) wurde später zwar eingeschüttet ist aber im Wesentlichen erhalten. | + | Das '''Bollwerk St. Vital''' (im 19. Jahrhundert häufig auch ''Bastion I'' oder ''St. Vital Bastion'' genannt), einstmals direkt am Ufer der Salzach gelegen, bildete gemeinsam mit dem Bollwerk St. Virgil, dem Bollwerk St. Heinrich, dem Bollwerk St. Rupert und dem halben Bollwerk St. Sebastian am Kapuzinerberg die starke Lodronsche [[Stadtbefestigung]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|Rechten Altstadt]]. Das Bollwerk befand sich dort, wo sich heute der Kurgarten befindet. Der Erdkern der Bastion ist bis heute als Rosenhügel noch gut zu erkennen. Auf der Verbindungs-Wehranlage (genannt Kurtine bzw. Courtine) zum östlich gelegenen Bollwerk St. Virgil befand sich das Mirabelltor. Die Kurtine nach Süden hin (d.h. östlich des Zwergelgartens) wurde später zwar eingeschüttet ist aber im Wesentlichen erhalten. |
| − | Das Bollwerk bestand hinter dem tiefen Wehrgraben aus einer hohen und mächtigen Wehrmauer (Bastionsmauer), hinter dem sich geschützt der Rondengang befand.Vom Rondengang führte zur oberen Krone der Bastion ein schwerer und und hoher Erdwall, auf dem hinter einer Erddeckung dann die Geschütze standen.
| + | Auch dieses Bollwerk bestand hinter dem tiefen Wehrgraben aus einer hohen und mächtigen Wehrmauer (Bastionsmauer), hinter dem sich geschützt der Rondengang befand. Vom Rondengang führte zur oberen Krone der Bastion ein schwerer und und hoher Erdwall, auf dem hinter einer Erddeckung im Verteidigungsfall die Geschütze standen. |
| − | Vor der eigentlichen Bastion befand dich das St. Vital Ravelin als Vorwerk des Bollwerkes. Im 17. Jahrhundert befand sich davor wieder als weiteres vorgelagertes Vorwerk das Hornwerk St. Vital. Die versteckte unterirdische Kasematte dieser Bastion war wegen ihrer Nässe im 19. Jahrhudnert nicht benutzbar und stand daher leer. | + | Vor dem eigentlichen Bollwerk (Bastion) befand sich als Vorwerk das St. Vital Ravelin. Im 17. Jahrhundert befand sich davor wieder - als weiteres vorgelagertes Vorwerk - das Hornwerk St. Vital. Die versteckte unterirdische Kasematte (Casamatta) dieses Bollwerkes war wegen ihrer Nässe im 19. Jahrhudnert nicht benutzbar und stand daher leer. |