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| | [[Bild:Gstättentor 22.07.2007.JPG|thumb|Das Gstättentor in der Altstadt. (Aufnahme: [[Juli]] [[2007]])]] | | [[Bild:Gstättentor 22.07.2007.JPG|thumb|Das Gstättentor in der Altstadt. (Aufnahme: [[Juli]] [[2007]])]] |
| − | Das '''Gstättentor''' (auch ''Schleifertor'' genannt) befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] am Fuße des [[Mönchsberg]]s. | + | Das '''Gstättentor''', auch ''Schleifertor'' genannt, befindet sich in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] am Fuße des [[Mönchsberg]]s. |
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| | ==Namensherkunft== | | ==Namensherkunft== |
| | Der Namen ''[[Gstätten]]'' leitet sich von ''Gestade'' = Ufer ab. Vor [[1862]] war die [[Salzach]] in ihren wesentlichen Teilen nicht reguliert, der Fluss konnte seinen Lauf und sein Bett - vor allem nach Hochwässern ständig ändern. | | Der Namen ''[[Gstätten]]'' leitet sich von ''Gestade'' = Ufer ab. Vor [[1862]] war die [[Salzach]] in ihren wesentlichen Teilen nicht reguliert, der Fluss konnte seinen Lauf und sein Bett - vor allem nach Hochwässern ständig ändern. |
| − | Das Tor bildete gemeinsam mit dem Nonntaltor im Süden und dem Ostertor im Osten der Stadt vor 1300 eines der drei Haupttore der Stadt. Außerhalb de Tores führte im Mittelalter eine Zugbrücke über einen dort angelegten tiefen Stadtgraben, der nach etwa 1350 auch vom Wasser des Almkanales durchflossen war. Das Tor war nach Außen zudem durch einen Zwinger, eine aus Stein oder Holz errichtete wehrhafte Einfriedung. Der Name Schleifertor erinnert an die dortigen vom Almkanalwasser betriebenen Schleifereien, vor allem an die seinerzeit weitum berühmte fürsterzbischöfliche Kristallschleiferei. Direkt an den Torturm grenzte lange das Bürgerspital mit dem Spitalsfriedhof und der Bürgerspitalskirche (Blasiuskirche) an. Nachdem der wehrhafte schmucklos Torturm 1605 ausgebrannt war, wurde der Torturm von Markus Sittikus 1618 neu errichtet bzw. wesentlich erneuert und damit (weitgehend) in seine heutige Form gebracht. | + | |
| | + | Das Tor bildete gemeinsam mit dem [[Nonntaltor]] im Süden und dem [[Ostertor]] im Osten der Stadt vor 1300 eines der drei Haupttore der Stadt. Außerhalb de Tores führte im [[Mittelalter]] eine Zugbrücke über einen dort angelegten tiefen Stadtgraben, der nach etwa 1350 auch vom Wasser des [[Almkanal]]es durchflossen war. Das Tor war nach außen zudem durch einen Zwinger, eine aus Stein oder Holz errichtete wehrhafte Einfriedung. Der Name ''Schleifertor'' erinnert an die dortigen vom Almkanalwasser betriebenen Schleifereien, vor allem an die seinerzeit weitum berühmte [[fürsterzbischöfliche Kristallschleiferei]]. Direkt an den Torturm grenzte lange das [[Bürgerspital]] mit dem Spitalsfriedhof und der [[Bürgerspitalskirche St. Blasius|Bürgerspitalskirche]] (Blasiuskirche) an. Nachdem der wehrhafte schmucklos Torturm [[1605]] ausgebrannt war, wurde der Torturm [[Fürsterzbischof]] von [[Markus Sittikus]] [[1618]] neu errichtet bzw. wesentlich erneuert und damit (weitgehend) in seine heutige Form gebracht. |
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| | ==Inschriften (jeweils mit dem Wappen von Markus Sittikus) == | | ==Inschriften (jeweils mit dem Wappen von Markus Sittikus) == |
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| | [[Bild: Älteste Bäckerei.jpg|thumb|angeblich älteste Bäckerei der Stadt Salzburg]] | | [[Bild: Älteste Bäckerei.jpg|thumb|angeblich älteste Bäckerei der Stadt Salzburg]] |
| | Jedenfalls befand sich seit [[1429]] unmittelbar vor dem Gstättentor eine Backstube, die bis heute ihr Aussehen, also ihre Hausfront nicht verändert hat: in einem Rundbogen stehen zwei steinerne Sessel und ein Tisch, ein Fenster lässt in das Innere blicken und durch eine Tür kann man es betreten. | | Jedenfalls befand sich seit [[1429]] unmittelbar vor dem Gstättentor eine Backstube, die bis heute ihr Aussehen, also ihre Hausfront nicht verändert hat: in einem Rundbogen stehen zwei steinerne Sessel und ein Tisch, ein Fenster lässt in das Innere blicken und durch eine Tür kann man es betreten. |
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| | {{Haltestelle|Mönchsbergaufzug}} | | {{Haltestelle|Mönchsbergaufzug}} |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |