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| | === 18. Jahrhundert === | | === 18. Jahrhundert === |
| − | Zwischen 19 und 20 Uhr am [[24. März]] [[1787]] ereignet sich ein Erdbeben zwischen [[Radstadt]], [[Forstau]], [[Flachau]] und [[Sankt Martin am Tennengebirge]]<ref name="Landesmuseum">Quelle [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MittNatVerSt_39_0157-0296.pdf Landesmuseum Steiermark, Seite 160]</ref>. | + | Zwischen 19 und 20 Uhr am [[24. März]] [[1787]] ereignet sich ein Erdbeben zwischen [[Radstadt]], [[Forstau]], [[Flachau]] und [[St. Martin am Tennengebirge]]<ref name="Landesmuseum">Quelle [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/MittNatVerSt_39_0157-0296.pdf Landesmuseum Steiermark, Seite 160]</ref>. |
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| | Am [[8. Februar]] [[1784]] erschütterte ein heftiges Beben Salzburg, das auch in Teilen der Obersteiermark spürbar war. Am [[24. März]] [[1787]]? fand ein weiteres Erdbeben in den salzburgischen [[Alpen]] statt, das möglicherweise auch in Obersteiermark gefühlt wurde<ref name="Landesmuseum"></ref>. | | Am [[8. Februar]] [[1784]] erschütterte ein heftiges Beben Salzburg, das auch in Teilen der Obersteiermark spürbar war. Am [[24. März]] [[1787]]? fand ein weiteres Erdbeben in den salzburgischen [[Alpen]] statt, das möglicherweise auch in Obersteiermark gefühlt wurde<ref name="Landesmuseum"></ref>. |
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| | Am [[12. März]] [[2011]], nur zwei Tage nach den verheerenden Erdbeben in Japan, wurde um 9:01 Uhr acht Kilometer nördlich von [[Mittersill]] ein Erdbeben der Stärke 3,5 auf der Richter-Skala gemessen. Es hing jedoch nicht mit jenen in Japan zusammen, erklärten Seismologen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) – Unter den [[Alpen]] befänden sich viele tektonische Brüche in der Erdkruste, die bei einer plötzlichen Verschiebung ein Beben auslösten. Da, wo das Inntal das [[Salzachtal]] kreuze, liege eine solche Störungszone. | | Am [[12. März]] [[2011]], nur zwei Tage nach den verheerenden Erdbeben in Japan, wurde um 9:01 Uhr acht Kilometer nördlich von [[Mittersill]] ein Erdbeben der Stärke 3,5 auf der Richter-Skala gemessen. Es hing jedoch nicht mit jenen in Japan zusammen, erklärten Seismologen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) – Unter den [[Alpen]] befänden sich viele tektonische Brüche in der Erdkruste, die bei einer plötzlichen Verschiebung ein Beben auslösten. Da, wo das Inntal das [[Salzachtal]] kreuze, liege eine solche Störungszone. |
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| − | Schwerpunkte für kleine Beben in Salzburg werden auch in [[Sankt Martin am Tennengebirge]], in [[Dienten am Hochkönig]] und in [[Maria Alm am Steinernen Meer]] verzeichnet. | + | Schwerpunkte für kleine Beben in Salzburg werden auch in [[St. Martin am Tennengebirge]], in [[Dienten am Hochkönig]] und in [[Maria Alm am Steinernen Meer]] verzeichnet. |
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| | Am Sonntag, den [[20. November]] 2011 ereignete sich in der Früh um 04:24 Uhr ein leichtes Erdbeben in [[Saalfelden am Steinernen Meer]]. Das Beben, das laut Erdbebendienst der ZAMG eine Magnitude von 2,8<ref>Beben auf der Richter-Skala der Stärke 2 bis 3 bedeuten extrem leichte, generell nicht spürbare, jedoch gemessene Erdbeben, Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Richterskala Wikipedia Richterskala]</ref> auf der Richter-Skala aufwies, richtete keine bisher bekannten Schäden an Gebäuden an. Um 04:27 und um 04:30 Uhr folgten zwei Nachbeben der Stärke 2,6 und 2,3. | | Am Sonntag, den [[20. November]] 2011 ereignete sich in der Früh um 04:24 Uhr ein leichtes Erdbeben in [[Saalfelden am Steinernen Meer]]. Das Beben, das laut Erdbebendienst der ZAMG eine Magnitude von 2,8<ref>Beben auf der Richter-Skala der Stärke 2 bis 3 bedeuten extrem leichte, generell nicht spürbare, jedoch gemessene Erdbeben, Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Richterskala Wikipedia Richterskala]</ref> auf der Richter-Skala aufwies, richtete keine bisher bekannten Schäden an Gebäuden an. Um 04:27 und um 04:30 Uhr folgten zwei Nachbeben der Stärke 2,6 und 2,3. |
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| | Am Mittwoch, den [[14. Dezember]] 2011 ereignete sich mittags um 13:37 Uhr bei [[Radstadt]] ein Erdbeben, das eine Magnitude von 3,6 nach Richter aufwies. Das Erdbeben wurde deutlich verspürt. 16 Sekunden nach dem ersten Erdbeben um 13h37 ereignete sich ein zweites, sogar noch etwas stärkeres Beben mit einer Magnitude von 3,8 nach Richter. Die Epizentren befanden sich zwischen Radstadt und [[Eben im Pongau]]. Um 13:35 Uhr gingen den beiden Hauptbeben mit Magnituden von 1,7 und 1,9 zwei Vorbeben voran. Knapp 50 Nachbeben wurden registriert, die aber unter der Fühlbarkeitsgrenze lagen. Von der betroffenen Bevölkerung gingen beim Österreichischen Erdbebendienst an der Hohen Warte in Wien mehr als 270 Bebenmeldungen ein. Sie berichteten von leichten Schäden wie Risse im Putz und umgefallenen Gegenständen. Bis in das 140 Kilometer entfernt liegende Ybbs in [[Niederösterreich]] konnte man das Beben spüren. | | Am Mittwoch, den [[14. Dezember]] 2011 ereignete sich mittags um 13:37 Uhr bei [[Radstadt]] ein Erdbeben, das eine Magnitude von 3,6 nach Richter aufwies. Das Erdbeben wurde deutlich verspürt. 16 Sekunden nach dem ersten Erdbeben um 13h37 ereignete sich ein zweites, sogar noch etwas stärkeres Beben mit einer Magnitude von 3,8 nach Richter. Die Epizentren befanden sich zwischen Radstadt und [[Eben im Pongau]]. Um 13:35 Uhr gingen den beiden Hauptbeben mit Magnituden von 1,7 und 1,9 zwei Vorbeben voran. Knapp 50 Nachbeben wurden registriert, die aber unter der Fühlbarkeitsgrenze lagen. Von der betroffenen Bevölkerung gingen beim Österreichischen Erdbebendienst an der Hohen Warte in Wien mehr als 270 Bebenmeldungen ein. Sie berichteten von leichten Schäden wie Risse im Putz und umgefallenen Gegenständen. Bis in das 140 Kilometer entfernt liegende Ybbs in [[Niederösterreich]] konnte man das Beben spüren. |
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| − | Tektonisch befindet sich Radstadt im Bereich der West-Ost verlaufenden [[Ennstal-Störung]], die rund 60 km lang ist. [[1913]] und [[1930]] ereigneten sich in [[Sankt Martin am Tennengebirge]] drei stärkere Erbeben mit Intensitäten von 5 und 6 Grad EMS-98 sowie [[1961]] in [[Hüttau]] mit 5-6 Grad EMS-98. | + | Tektonisch befindet sich Radstadt im Bereich der West-Ost verlaufenden [[Ennstal-Störung]], die rund 60 km lang ist. [[1913]] und [[1930]] ereigneten sich in [[St. Martin am Tennengebirge]] drei stärkere Erbeben mit Intensitäten von 5 und 6 Grad EMS-98 sowie [[1961]] in [[Hüttau]] mit 5-6 Grad EMS-98. |
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| − | Mehrere Erdbeben kleinerer und mittlerer Stärke ereignen sich alljährlich in der Nähe von [[Bad Reichenhall]] am [[Thumsee]] und im Gebiet des [[Staufen]]. Am [[24. April]] [[2012]] hatte es im bayerischen [[Bad Reichenhall]] um 20:46 Uhr ein Erdbeben mit einer Stärke von 3,0 auf der Richter-Skala gegeben. Die Erschütterungen seien im angrenzenden [[Großgmain]] im Salzburger [[Flachgau]], aber auch noch in Sankt Johann in Tirol bemerkt worden. Da das Beben relativ oberflächennah war - es waren die ersten zwei Kilometer Tiefe betroffen - wackelten Möbel und Lampenschirme, Gläser klirrten in Kästen. Vergleichbare Erdbeben habe es 2007 und 2008 in Bad Reichenhall gegeben. | + | Mehrere Erdbeben kleinerer und mittlerer Stärke ereignen sich alljährlich in der Nähe von [[Bad Reichenhall]] am [[Thumsee]] und im Gebiet des [[Staufen]]. Am [[24. April]] [[2012]] hatte es im bayerischen [[Bad Reichenhall]] um 20:46 Uhr ein Erdbeben mit einer Stärke von 3,0 auf der Richter-Skala gegeben. Die Erschütterungen seien im angrenzenden [[Großgmain]] im Salzburger [[Flachgau]], aber auch noch in St. Johann in Tirol bemerkt worden. Da das Beben relativ oberflächennah war - es waren die ersten zwei Kilometer Tiefe betroffen - wackelten Möbel und Lampenschirme, Gläser klirrten in Kästen. Vergleichbare Erdbeben habe es 2007 und 2008 in Bad Reichenhall gegeben. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |