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Ab Mitte der [[1990er]] Jahre wurden beinharte Qualifikationen eingeführt. Dies wurde angesichts von bis zu acht heimischen Abfahrern in der Startgruppe 1 zu einer Notwendigkeit.  Hans Knauss erinnert sich aber, ''"...dass es leichter war, in der Startgruppe 1 zu bleiben, als den einzigen freien Platz in der Quali zu holen''“. Bei Großereignissen waren diese Qualifikationen von besonderer Härte gekennzeichnet. So fiel etwa der Ski-WM 1997 in Sestriere, Piemont, Italien, die Entscheidung im letzten Training zwischen [[Andreas Schifferer]] und Hannes Trinkl. Schifferer, der Dritter wurde, erhielt eine Startplatz, Trinkl, der wieder einmal Vierter wurde, fuhr wie so oft heim.  
 
Ab Mitte der [[1990er]] Jahre wurden beinharte Qualifikationen eingeführt. Dies wurde angesichts von bis zu acht heimischen Abfahrern in der Startgruppe 1 zu einer Notwendigkeit.  Hans Knauss erinnert sich aber, ''"...dass es leichter war, in der Startgruppe 1 zu bleiben, als den einzigen freien Platz in der Quali zu holen''“. Bei Großereignissen waren diese Qualifikationen von besonderer Härte gekennzeichnet. So fiel etwa der Ski-WM 1997 in Sestriere, Piemont, Italien, die Entscheidung im letzten Training zwischen [[Andreas Schifferer]] und Hannes Trinkl. Schifferer, der Dritter wurde, erhielt eine Startplatz, Trinkl, der wieder einmal Vierter wurde, fuhr wie so oft heim.  
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2003 explodierte in Sankt Moritz, Schweiz, die Atmosphäre rund um diese Qualifikationen. ÖSV-Cheftrainer [[Anton Giger (Trainer)|Toni Giger]] versammelte seine Mannschaft in die Bibliothek des Teamhotels, um die Aufstellung bekannt zu geben. Das besondere Problem Gigers war, dass Trinkl als Titelverteidiger sowie Eberharter und Walchhofer gesetzt waren. Doch im letzten Moment gelang mit dem Sieg in Kitzbühel auch dem lang verletzten Superstar [[Hermann Maier]] ''der Sprung auf den WM-Zug''. Eine reguläre Qualifikation verhinderten dann aber Schneefall und Sturm. Also vergab Giger die letzten zwei Plätze an Olympiasieger Fritz Strobl und Hermann Maier. Nach Bekanntwerden dieser Entscheidung, verließ [[Klaus Kröll]] den Raum, Andreas Schifferer nahm sofort die Gelegenheit wahr und geißelte in einer Rede die „Maier-Lobby“ im Skiverband. Das war angesichts Umstands, dass sich zuvor noch niemand gewagt hatte, offene Kritik am Präsidenten [Anm. Peter Schröcksnadel] zu üben, eine gewagte Sache. Aber Schifferer setzte noch eins drauf und wollte zusammen mit Pepi Strobl sogar die Nation wechseln.  
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2003 explodierte in St. Moritz, Schweiz, die Atmosphäre rund um diese Qualifikationen. ÖSV-Cheftrainer [[Anton Giger (Trainer)|Toni Giger]] versammelte seine Mannschaft in die Bibliothek des Teamhotels, um die Aufstellung bekannt zu geben. Das besondere Problem Gigers war, dass Trinkl als Titelverteidiger sowie Eberharter und Walchhofer gesetzt waren. Doch im letzten Moment gelang mit dem Sieg in Kitzbühel auch dem lang verletzten Superstar [[Hermann Maier]] ''der Sprung auf den WM-Zug''. Eine reguläre Qualifikation verhinderten dann aber Schneefall und Sturm. Also vergab Giger die letzten zwei Plätze an Olympiasieger Fritz Strobl und Hermann Maier. Nach Bekanntwerden dieser Entscheidung, verließ [[Klaus Kröll]] den Raum, Andreas Schifferer nahm sofort die Gelegenheit wahr und geißelte in einer Rede die „Maier-Lobby“ im Skiverband. Das war angesichts Umstands, dass sich zuvor noch niemand gewagt hatte, offene Kritik am Präsidenten [Anm. Peter Schröcksnadel] zu üben, eine gewagte Sache. Aber Schifferer setzte noch eins drauf und wollte zusammen mit Pepi Strobl sogar die Nation wechseln.  
    
== Quelle ==
 
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