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| | [[Datei:Holzindustrie Kaindl, Werkszugang in Kleßheim, Panoramabild Panoramabild Holzindustrie Kaindl Kleßheim, Werkszugang.jpg|thumb|Holzindustrie Kaindl, Werkszugang in Kleßheim, Panoramabild]] | | [[Datei:Holzindustrie Kaindl, Werkszugang in Kleßheim, Panoramabild Panoramabild Holzindustrie Kaindl Kleßheim, Werkszugang.jpg|thumb|Holzindustrie Kaindl, Werkszugang in Kleßheim, Panoramabild]] |
| | [[Datei:Kaindl Wals-Siezenheim Liefering Luftbild 20151205.jpg|thumb|Kaindl Wals-Siezenheim Luftbild 20151205]] | | [[Datei:Kaindl Wals-Siezenheim Liefering Luftbild 20151205.jpg|thumb|Kaindl Wals-Siezenheim Luftbild 20151205]] |
| − | Die Firma '''Kaindl Holzindustrie''' ist einer der weltweit führenden Hersteller von Holz- und Laminatfußböden. Das ursprüngliche Kaindlwerk hat wesentlich zur Entwicklung der Ortschaft [[Annaberg-Lungötz]] in der heutigen Gemeinde [[Annaberg-Lungötz]] beigetragen. | + | Die Firma '''Kaindl Holzindustrie''' ist einer der weltweit führenden Hersteller von Holz- und Laminatfußböden. Das ursprüngliche Kaindlwerk hat wesentlich zur Entwicklung der Ortsgebiets [[Lungötz]] in der heutigen Gemeinde [[Annaberg-Lungötz]] beigetragen. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Matthias und Maria Kaindl erwarben [[1926]] die Lungötzsäge in der Gemeinde Annaberg. Diese wurde schon [[1602]] in einem [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Urbar]] des [[Erzstift St. Peter|Klosters St. Peter]] als Säge, Schmiede und Getreidemühle genannt. | + | Matthias und Maria Kaindl erwarben [[1926]] die Lungötzsäge in der (damals noch) Gemeinde Annaberg. Diese wurde schon [[1602]] in einem [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Urbar]] des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] als Säge, Schmiede und Getreidemühle genannt. |
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| | Kaindl erwarb auch noch das Tischlerhäusl, eine Tischlerwerkstätte mit angeschlossenem Elektrizitätswerk. Dieses kleine Werk wurde von Kaindl um ein Lichtstromwerk am Karbach und ein Kraftstromwerk an der [[Lammer]] erweitert. Somit wurden über 300 Glühbirnen in Lungötz von Kaindl mit Strom versorgt. Ein Jahr später konnte die Stromversorgung durch den Erwerb einer Dampfmaschine noch verstärkt werden. | | Kaindl erwarb auch noch das Tischlerhäusl, eine Tischlerwerkstätte mit angeschlossenem Elektrizitätswerk. Dieses kleine Werk wurde von Kaindl um ein Lichtstromwerk am Karbach und ein Kraftstromwerk an der [[Lammer]] erweitert. Somit wurden über 300 Glühbirnen in Lungötz von Kaindl mit Strom versorgt. Ein Jahr später konnte die Stromversorgung durch den Erwerb einer Dampfmaschine noch verstärkt werden. |
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| − | Zunächst wurde mit einem Pferdezug gearbeitet. [[1929]] stellte man den Fuhrwerksbetrieb auf einen Lastwagen um. | + | Zunächst wurde mit einem Pferdezug gearbeitet. [[1929]] stellte man den Fuhrwerksbetrieb auf einen Lastwagen um. Die allgemeine Wirtschaftskrise traf mit dem Sturz der Holzpreise nach [[1930]] auch die Sägeindustrie schwer. Kaindl konnte aber seinen Betrieb auch in dieser schweren Zeit über Wasser halten und beschäftigte trotz Notzeit 25 Arbeiter. |
| − | Die allgemeine Wirtschaftskrise traf mit dem Sturz der Holzpreise nach [[1930]] auch die Sägeindustrie schwer. Kaindl konnte aber seinen Betrieb auch in dieser schweren Zeit über Wasser halten und beschäftigte trotz Notzeit 25 Arbeiter. | |
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| | [[1932]] fiel das Sägewerk einem Brand zum Opfer. Der Betrieb konnte aber nach einem Jahr wieder aufgenommen werden. Das Sägewerk erhielt eine neue Vollgattersäge. | | [[1932]] fiel das Sägewerk einem Brand zum Opfer. Der Betrieb konnte aber nach einem Jahr wieder aufgenommen werden. Das Sägewerk erhielt eine neue Vollgattersäge. |