| Zeile 10: |
Zeile 10: |
| | Wobei Wolff die Entwicklung in Salzburg in einem größerem Zusammenhang verstanden haben will. Sie sei ein Teil der Zukunftsangst, der Kultur der Ängstlichkeit der Zögerlichkeit, die Papst Johannes Paul II kritisiert hat, sagt Wolff, der sich als gläubiger Katholik bezeichnet. Und die Grünland-Debatte sei auch ein Kampf der Alten gegen die Jungen, nicht ohne Polemik. Die die alles haben, würden verhindern, dass die anderen sich in Salzburg ein ansprechendes Leben aufbauen können. | | Wobei Wolff die Entwicklung in Salzburg in einem größerem Zusammenhang verstanden haben will. Sie sei ein Teil der Zukunftsangst, der Kultur der Ängstlichkeit der Zögerlichkeit, die Papst Johannes Paul II kritisiert hat, sagt Wolff, der sich als gläubiger Katholik bezeichnet. Und die Grünland-Debatte sei auch ein Kampf der Alten gegen die Jungen, nicht ohne Polemik. Die die alles haben, würden verhindern, dass die anderen sich in Salzburg ein ansprechendes Leben aufbauen können. |
| | | | |
| − | Wolff will natürlich nicht ganz Salzburg zu betonieren. Die großen Stadtlandschaften, die Stadtberge, die Salzachufer (die ohnedies nicht bebaubar sind) und vieles mehr müsste geschützt werden, sagt er. Vieles andere könne aber sehr wohl verwertet werden. | + | Wolff will natürlich nicht ganz Salzburg zu betonieren. Die großen Stadtlandschaften, die Stadtberge, die Salzachufer und vieles mehr müsste geschützt werden, sagt er. Vieles andere könne aber sehr wohl verwertet werden. Wolff verschweigt dabei allerdings, dass die Stadtberge schon aufgrund der Verkehrserschließung großteils gar nicht bebaubar sind, dass die Salzachufer aus vielen Gründen grundsätzlich nicht bebaubar sind, und gerade randliche Lagen der großen Stadtlandschaften sicherlich mit Zustimmung der Grundeigentümer und des grundeigentümerverbands immer wieder angeknabbert werden. |
| | | | |
| − | Dass er selbst ein Grundbesitzer (Wolff besitzt die Villa des Malers Johann Fischbach samt dem weitläufigen gestalteten Garten dieser Villa) ist, der seine Flächen gerne verkaufen würde, daraus mach Wolff keinen Hehl. Er habe sein Grundstück auch angeboten, von der Stadt Salzburg aber nicht ein mal eine Antwort bekommen. Eine Vorgangsweise, die ihn wurmt. Zum einen, weil sie unhöflich ist und zum anderen, weil bei einer Diskussion über Grundstücke und deren Verwertung auch die Eigentümer eingebunden sein sollten. (Das Angebot von Wolff an die Stadt - offensichtlich zum Kauf - war dabei wohl ganz ernst gemeint, nachdem die Verwertung privater Grundstücke nicht Aufgabe der Stadt ist. Die Umwidmung solcher Grundstücke in Bauland wieder steht nur bei der generellen Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes (also etwa 2009) zur Diskussion, nicht aber in der übrigen Zeit. | + | Dass er selbst ein Grundbesitzer (Wolff besitzt die Villa des bekannten Salzburger Malers Johann Fischbach samt dem von Fischbach gestalteten weitläufigen Gartens) ist, der seine Flächen gerne verkaufen würde, daraus mach Wolff keinen Hehl. Er habe sein Grundstück auch angeboten, von der Stadt Salzburg aber nicht einmal eine Antwort bekommen. Eine Vorgangsweise, die ihn wurmt. Zum einen, weil sie unhöflich ist und zum anderen, weil bei einer Diskussion über Grundstücke und deren Verwertung auch die Eigentümer eingebunden sein sollten. (Das Angebot von Wolff an die Stadt - offensichtlich zum Kauf und sicher nicht zu reinen Grünlandpreisen - war dabei wohl ganz ernst gemeint, nachdem die Verwertung privater Grundstücke nicht Aufgabe der Stadt ist. Die Umwidmung solcher Grundstücke in Bauland wieder steht, wie Wolff weiß, nur bei der generellen Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes (also wieder etwa 2009) zur Diskussion, nicht aber in der übrigen Zeit. |
| | | | |
| | Wolff will jedenfalls nicht so schnell locker lassen. Der Anwalt, der für die [[ÖVP]] sechs Jahre lang im [[Gemeinderat]] saß, und immer noch im Aufsichtsrat der Wohnbaugenossenschaft [[GSWB]] tätigt ist, hält die Errichtung von geförderten Mietwohnungen für eine soziale Notwendigkeit. Und er hält es für vertretbar, dass auch im Süden der Stadt Salzburg, in den Prominentenvierteln, mehr Mietwohnungen entstehen. | | Wolff will jedenfalls nicht so schnell locker lassen. Der Anwalt, der für die [[ÖVP]] sechs Jahre lang im [[Gemeinderat]] saß, und immer noch im Aufsichtsrat der Wohnbaugenossenschaft [[GSWB]] tätigt ist, hält die Errichtung von geförderten Mietwohnungen für eine soziale Notwendigkeit. Und er hält es für vertretbar, dass auch im Süden der Stadt Salzburg, in den Prominentenvierteln, mehr Mietwohnungen entstehen. |