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Die Hagenauer waren zwar mit mächtigen Adelsfamilien versippt, allerdings begann schon im [[13. Jahrhundert]] ihr Abstieg. Bedingt wurde dies durch Veränderungen der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft sowie durch den Aufstieg der [[Wittelsbacher]]. Der Edle Ludwig von Hagenau hatte einen gerichtlichen Streit mit dem Kloster Reichersberg über die Erblichkeit der Klostervogtei. Schließlich kamen noch massive Konflikte mit dem bayrischen Herzog Otto II. (aus dem Geschlecht der Wittelsbacher) und dem Passauer Hochstift hinzu. Sämtliche Lehen und Besitzungen des in Bayern, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sehr begüterten Edlen Ludowicus von Hagenau (letzte  Erwähnung [[1239]]) wurden nach seinem Tod vom bayrischen Herzog (unrechtmäßig) eingezogen. Mitte des 13. Jahrhunderts scheint die Braunauer Linie, welche die wohlhabendste aller Linien gewesen war, mit den beiden Söhnen des Edlen Ludowicus von Hagenau erloschen zu sein. Diese beiden Söhne werden zumindest nach der Einziehung der Güter in keinen Urkunden mehr erwähnt. Einige Historiker vertreten jedoch die Meinung, dass diese oberösterreichische Linie bereits Mitte des 12. Jahrhunderts erloschen gewesen war und deren Burg und Lehen hingegen von der Böheimkirchner Linie oder einem Rittergeschlecht (das sich nach der Burg Hagenau benannte) übernommen wurde. Wie auch immer, ein weitere Ursache für den Niedergang der Hagenauer war das Ende des staufischen Kaiserhauses, dessen getreue Gefolgsmänner die Hagenauer gewesen waren. Im Konflikt zwischen Welfen und Staufern stand der Passauer Bischof Reginbert II. von Hagenau auf der Seite der Staufer. Auf dem 2. Kreuzzug nach Jerusalem hatten die zwei Brüder Reginbert II. und Hartwig von Hagenau den Stauferkönig Konrad III. begeleitet und dabei ihr Leben gelassen. Für den Staufer-Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) waren die Hagenauer mit anderen Edelleuten an der Seite der Grafen von Plain gegen Salzburg gezogen, um die Reichsacht zu vollziehen. Im Jahr [[1250]] brach aber die staufische Machtstellung zusammen und die Wittelsbacher, mit denen die Hagenauer zuvor Konflikte gehabt hatten (Herzog Otto II.), waren am Aufstieg.  
 
Die Hagenauer waren zwar mit mächtigen Adelsfamilien versippt, allerdings begann schon im [[13. Jahrhundert]] ihr Abstieg. Bedingt wurde dies durch Veränderungen der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising als Landesherrschaft sowie durch den Aufstieg der [[Wittelsbacher]]. Der Edle Ludwig von Hagenau hatte einen gerichtlichen Streit mit dem Kloster Reichersberg über die Erblichkeit der Klostervogtei. Schließlich kamen noch massive Konflikte mit dem bayrischen Herzog Otto II. (aus dem Geschlecht der Wittelsbacher) und dem Passauer Hochstift hinzu. Sämtliche Lehen und Besitzungen des in Bayern, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sehr begüterten Edlen Ludowicus von Hagenau (letzte  Erwähnung [[1239]]) wurden nach seinem Tod vom bayrischen Herzog (unrechtmäßig) eingezogen. Mitte des 13. Jahrhunderts scheint die Braunauer Linie, welche die wohlhabendste aller Linien gewesen war, mit den beiden Söhnen des Edlen Ludowicus von Hagenau erloschen zu sein. Diese beiden Söhne werden zumindest nach der Einziehung der Güter in keinen Urkunden mehr erwähnt. Einige Historiker vertreten jedoch die Meinung, dass diese oberösterreichische Linie bereits Mitte des 12. Jahrhunderts erloschen gewesen war und deren Burg und Lehen hingegen von der Böheimkirchner Linie oder einem Rittergeschlecht (das sich nach der Burg Hagenau benannte) übernommen wurde. Wie auch immer, ein weitere Ursache für den Niedergang der Hagenauer war das Ende des staufischen Kaiserhauses, dessen getreue Gefolgsmänner die Hagenauer gewesen waren. Im Konflikt zwischen Welfen und Staufern stand der Passauer Bischof Reginbert II. von Hagenau auf der Seite der Staufer. Auf dem 2. Kreuzzug nach Jerusalem hatten die zwei Brüder Reginbert II. und Hartwig von Hagenau den Stauferkönig Konrad III. begeleitet und dabei ihr Leben gelassen. Für den Staufer-Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) waren die Hagenauer mit anderen Edelleuten an der Seite der Grafen von Plain gegen Salzburg gezogen, um die Reichsacht zu vollziehen. Im Jahr [[1250]] brach aber die staufische Machtstellung zusammen und die Wittelsbacher, mit denen die Hagenauer zuvor Konflikte gehabt hatten (Herzog Otto II.), waren am Aufstieg.  
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Das Hochstift Freising, in dessen Hoheitsbereich sich das Stammgebiet der bayrischen Herren von Hagenau befand, war durch dessen Niedergang als Landesherrschaft als Schutzmacht verloren gegangen. Die Isolierung der Herren von Hagenau nach den Konflikten mit dem Passauer Hochstift (nach Freising der wichtigste Protektor) und dem Bayrischen Herzog Otto II., sowie der daraus folgende Verlust von Lehen und Ämtern, hatte die Hagenauer ihrer einstigen Stellung beraubt. Im [[14. Jahrhundert]] wurde durch den Schwund an Familienmitgliedern und die Einziehung vieler Lehen, der ehemals so weit verzweigten und reich begüterten Sippe der Hagenauer, der ohnedies bereits beschnittene Einfluss derer von Hagenau noch geringer. Die Herren von Hagenau hatten sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] von Kirchenfürsten, Kirchen und Klöstern begeben, jedoch dann deren Wohlwollen verloren. Die Folge war die Verarmung der noch bestehenden Böheimkirchner Linie und der Freisinger Linie. Einige Mitglieder der Böheimkirchner Linie hatten sich sodann in den Schutz von Städten wie Wien, Wiener Neustadt und St. Pölten  begeben, wo sie später auch als Bürger genannt wurden. Der Stammsitz bei Böheimkirchen wurde bereits im Jahr [[1347]] aufgegeben. Im selben Jahr war auch das Epitaph des Reimprechts von Hagenau von seinem Nachfahren Otto von Hagenau, Stiftskämmerer des Augustiner Chorherrenstiftes in St. Pölten, aus der Eigenkirche St. Peter entfernt worden und zusammen mit einer Grabplatte seiner verstorbenen Eltern vorläufig in der  Stiftskirche St. Pölten aufstellen worden. Ebenfalls im Jahr 1347 erhielt die dortige (1248 erstmals genannte) Filialkirche St. Peter am Anger durch die Stiftung mehrerer Hagenauer Cousins einen eigenen Kaplan. Die verbliebenen Güter der Böheimkirchner Linie wurden schließlich eines nach dem anderen verkauft. So in einer St. Pöltner Urkunde von [[1374]], in der Friedrich von Hagenau (Hagenawer) und seine Gattin Agnes dem Stifte seinen freieigenen ''"Hof und Gehölz"'' (Wälder) zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen und noch andere Güter und Gülten (mit Burgrechten) verkaufte, wobei als Zeugen und nächste Anverwandte, Hans, Jacob und Stephan, die Hagenauer aufgeführt worden sind. Oder in einer [[1431]] von Bischof Christoph von Wiener Neustadt ausgestellten Urkunde, in der ''"Hanns Hagenauer, Bürger von Wiener Neustadt und Affra seine Hausfrau 22½ Pfund Pfennig jährlichen Überzins von ihrer Mühle gelegen in dem Moos an  der Fischau..."'' stifteten. Wahrscheinlich gehörte der zu ''"Gotesprunn gesessene Larenz (Lorenz) Hagenauer und Dorothe, sein hausfrau"'' in einer Wiener Urkunde (Schuldbrief) von [[1434]] auch zur Sippe der Herren von Hagenau. Der Edle Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer) taucht [[1439]] das letzte mal in einer Urkunde auf, in der er Abt Christian und dem Konvent von Melk sein vom Kloster rührendes Lehen, Gülten, Bergrecht und Vogtrecht verkauft. Dorothea Hagenauer (Hagenawer), Tochter des Georg (Jörg) Hagenauer, wird allerdings noch in einer Linzer Urkunde aus dem Jahr [[1451]] bezüglich der Streitigkeit eines Heiratsbriefes genannt. Georg Hagenauer wurde in der Literatur für lange Zeit als letzter Hagenauer der Böheimkirchner Linie gesehen. Jedoch scheint erst mit Albrecht dem Hagenauer (Albrechten der Hagnauer), der [[1446]] zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern in einer von König Friedrich IV. (spätere Kaiser Friedrich III.) gezeichneten Wiener Neustädter Urkunde bezüglich des Bleiberechts im Burgfried genannt wurde, auch die Böheimkirchner Linie ausgestorben zu sein. Auch hier konnte die Freisinger Linie keine verbliebenen Besitzungen oder Lehen übernehmen.
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"Eine Besonderheit der Hagenauer ist es, dass sie sich bis tief in das 14. Jahrhundert hinein im freiem Stand erhalten haben, während rings herum um sie die edelfreien Geschlechter zu Dutzenden verschwanden. Den Grafenrang haben sie freilich nicht erreicht; dazu waren sie zu wenig vermögend" (Dr. G. Flohrschütz). Das Hochstift Freising, in dessen Hoheitsbereich sich das Stammgebiet der bayrischen Herren von Hagenau befand, war durch dessen Niedergang als Landesherrschaft als Schutzmacht verloren gegangen. Die Isolierung der Herren von Hagenau nach den Konflikten mit dem Passauer Hochstift (nach Freising der wichtigste Protektor) und dem Bayrischen Herzog Otto II., sowie der daraus folgende Verlust von Lehen und Ämtern, hatte die Hagenauer ihrer einstigen Stellung beraubt. Ab Mitte des [[14. Jahrhundert]]s wurde durch den Schwund an Familienmitgliedern und die Einziehung vieler Lehen, der ehemals so weit verzweigten Sippe der Hagenauer, der ohnedies bereits beschnittene Einfluss derer von Hagenau noch geringer. Die Herren von Hagenau hatten sich in die [[Ministerialen|Ministerialität]] von Kirchenfürsten, Kirchen und Klöstern begeben, jedoch dann deren Wohlwollen verloren. Die Folge war die Verarmung der noch bestehenden Böheimkirchner Linie und der Freisinger Linie. Einige Mitglieder der Böheimkirchner Linie hatten sich sodann in den Schutz von Städten wie Wien, Wiener Neustadt und St. Pölten  begeben, wo sie später auch als Bürger genannt wurden. Der Stammsitz bei Böheimkirchen wurde bereits im Jahr [[1347]] aufgegeben. Im selben Jahr war auch das Epitaph des Reimprechts von Hagenau von seinem Nachfahren Otto von Hagenau, Stiftskämmerer des Augustiner Chorherrenstiftes in St. Pölten, aus der Eigenkirche St. Peter entfernt worden und zusammen mit einer Grabplatte seiner verstorbenen Eltern vorläufig in der  Stiftskirche St. Pölten aufstellen worden. Ebenfalls im Jahr 1347 erhielt die dortige (1248 erstmals genannte) Filialkirche St. Peter am Anger durch die Stiftung mehrerer Hagenauer Cousins einen eigenen Kaplan. Die verbliebenen Güter der Böheimkirchner Linie wurden schließlich eines nach dem anderen verkauft. So in einer St. Pöltner Urkunde von [[1374]], in der Friedrich von Hagenau (Hagenawer) und seine Gattin Agnes dem Stifte seinen freieigenen ''"Hof und Gehölz"'' (Wälder) zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen und noch andere Güter und Gülten (mit Burgrechten) verkaufte, wobei als Zeugen und nächste Anverwandte, Hans, Jacob und Stephan, die Hagenauer aufgeführt worden sind. Oder in einer [[1431]] von Bischof Christoph von Wiener Neustadt ausgestellten Urkunde, in der ''"Hanns Hagenauer, Bürger von Wiener Neustadt und Affra seine Hausfrau 22½ Pfund Pfennig jährlichen Überzins von ihrer Mühle gelegen in dem Moos an  der Fischau..."'' stifteten. Wahrscheinlich gehörte der zu ''"Gotesprunn gesessene Larenz (Lorenz) Hagenauer und Dorothe, sein hausfrau"'' in einer Wiener Urkunde (Schuldbrief) von [[1434]] auch zur Sippe der Herren von Hagenau. Der Edle Georg Hagenauer (Jörg Hagenawer) taucht [[1439]] das letzte mal in einer Urkunde auf, in der er Abt Christian und dem Konvent von Melk sein vom Kloster rührendes Lehen, Gülten, Bergrecht und Vogtrecht verkauft. Dorothea Hagenauer (Hagenawer), Tochter des Georg (Jörg) Hagenauer, wird allerdings noch in einer Linzer Urkunde aus dem Jahr [[1451]] bezüglich der Streitigkeit eines Heiratsbriefes genannt. Georg Hagenauer wurde in der Literatur für lange Zeit als letzter Hagenauer der Böheimkirchner Linie gesehen. Jedoch scheint erst mit Albrecht dem Hagenauer (Albrechten der Hagnauer), der [[1446]] zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern in einer von König Friedrich IV. (spätere Kaiser Friedrich III.) gezeichneten Wiener Neustädter Urkunde bezüglich des Bleiberechts im Burgfried genannt wurde, auch die Böheimkirchner Linie ausgestorben zu sein. Auch hier konnte die Freisinger Linie keine verbliebenen Besitzungen oder Lehen übernehmen.
    
== Der letzte einflussreiche Hagenauer in Bayern ==
 
== Der letzte einflussreiche Hagenauer in Bayern ==